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NBA-Playoff-Schlaglichter

Spurs am Abgrund - Cavs demontieren Celtics

Von SPOX
Samstag, 08.05.2010 | 11:45 Uhr
Goran Dragic von den Phoenix Suns zerlegte die San Antonio Spurs am Ende ganz allein
© Getty
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Die Phoenix Suns führen dank ihrer Geheimwaffe Goran Dragic 3-0 gegen die San Antonio Spurs und stehen mit einem Bein im Finale der Western Conference. Die Boston Celtics erleben gegen die Cleveland Cavaliers eine historische Demütigung und sind den Heimvorteil in der Serie wieder los.

San Antonio Spurs (7) - Phoenix Suns (3) 96:110

Wer in elf Vierteln elf Mal neben den Korb schießt und nur drei Mal hinein, dessen Einfluss auf eine Playoff-Serie kann man getrost als marginal bezeichnen. Umso erstaunlicher ist es aber dann, wenn dieser Niemand dann urplötzlich explodiert und selbst Männern, die schon alles im Leben gesehen haben, die Tränen in die Augen treibt.

"Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass das vielleicht die beste Leistung in einem vierten Viertel in den Playoffs war, die ich je gesehen habe", schwärmte Phoenix-Routinier Grant Hill (18 Punkte).

Gemeint war nicht einer der anderen Stars im Team. Steve Nash (16) etwa oder Amare Stoudemire (7). Nein, er sprach von Goran Dragic, dem 24-jährigen Backup-Point-Guard der Suns.

Der Slowene erzielte 23 seiner 26 Punkte im letzten Viertel, traf 9 von 11 aus dem Feld (4 von 4 Dreiern) und sorgte damit in einer umkämpften Partie letztlich für einen komfortablen Sieg der Suns.

"Er ist meine Geheimwaffe", sagte Phoenix' Headcoach Alvin Gentry. "Aber ich weiß auch nicht, wo er das jetzt hergeholt hat."

Dragic selbst meinte, Gentry habe ihn in der Halbzeitpause aufgefordert, aggressiver zum Korb zu ziehen. "Als ich dann wieder auf den Court kam, habe ich gemacht, was er mir gesagt hat", so der Slowene.

Mit Dragic' Ausbruch dürfte die Serie entschieden sein. Ein 0-3 hat in der Geschichte der NBA noch kein Team aufholen können. Nach vier Postseason-Pleiten seit 2003 sollten die Suns ihren Angstgegner San Antonio endlich bezwungen haben.

"Alles, was wir versucht haben, ging schief", sagte Manu Ginobili, mit 27 Zählern bester Scorer der Spurs. "Es war niederschmetternd." Spiel 4 findet in der Nacht zum Montag wieder in San Antonio statt.

Boston Celtics (4) - Cleveland Cavaliers (1) 95:124

Das ist mal eine Antwort! Mit 18 Zählern entschieden die Celtics Spiel 2 für sich, glichen zum 1-1 in der Serie aus und schienen durch die Eroberung des Heimvorteils die Nase vorn zu haben gegenüber Cleveland.

Wie man das Momentum aber aus der Hand geben kann und gleichzeitig seine eigenen Fans aus der Arena treibt, zeigten sie dann in Spiel drei in der Nacht zum Samstag, indem sie sich die höchste Heimpleite ihrer Playoff-Geschichte abholten.

Das erste Viertel klärte die Verhältnisse bereits nachhaltig. LeBron James lief Amok, machte 21 Zähler, und Boston schoss lausige 27 Prozent aus dem Feld. Nach zwölf Minuten hieß es 36:17 für die Gäste. Die Celtics sollten sich davon nicht erholen.

Zur Pause (43:65) gab es ein gewaltiges Pfeifkonzert und Mitte des Schlussviertels verließen die Stars das Parkett und ganz rasch auch der Großteil der Zuschauer den TD Garden. "LeBron hat vom Tipoff weg den Ton angegeben und das Team ist ihm gefolgt", resümierte ein zufriedener Cavs-Headcoach Mike Brown. Angesprochen auf James' Ellbogenprobleme meinte Brown kurz: "Ich denke, er ist gesund."

James, der eine schwarze Manschette um den rechten Arm trug, wollte von dem ganzen Gerede um seine Fitness, die Cleveland die Woche über in Atem gehalten hatte, überhaupt nichts wissen: "Ich bin hier, um Basketball zu spielen."

Er beschloss das Spiel mit 38 Punkten, 8 Rebounds und 7 Assists. Antawn Jamison kam auf 20 Punkte und 12 Rebounds, Shaquille O'Neal auf 12 und 9.

Die Bemühungen der Celtics waren kaum der Rede wert. "Das war einfach nur peinlich. Es ist peinlich, wenn du zuhause so eingehst", sagte Paul Pierce, der 4 von 15 aus dem Feld für 11 Punkte schoss. Kevin Garnett (19) und Rajon Rondo (18) waren noch die Besten beim Gastgeber, der sich in Spiel 4 in der Nacht zum Montag (in Boston) erheblich steigern muss.

NBA: Ergebnisse der Playoffs im Überblick

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