Donnerstag, 27.05.2010

NBA - Eastern Conference Finals, Spiel 5

Magic kämpfen sich an Celtics heran

Die Celtics schwächeln und Orlando gibt Vollgas: Die Magic wollen die Serie noch drehen und Geschichte schreiben. Den Grundstein legten sie mit ihrem zweiten Sieg in Folge. Doch es gab auch das ein oder andere Verletzungsopfer.

Dwight Howard spielt seit 2004 für die Orlando Magic
© Getty
Dwight Howard spielt seit 2004 für die Orlando Magic

Orlando Magic - Boston Celtics 113:92

In der gesamten NBA-Geschichte konnte kein Team bisher einen 0-3-Rückstand aufholen. Doch die Magic sind mittlerweile auf dem besten Weg dahin. Gewannen sie das vierte Spiel nur knapp mit vier Punkten Vorsprung, so spielten sie dieses Mal besser - viel besser.

"Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass wir ein Momentum haben, wenn wir mit 2-3 nach Boston fliegen. Für mich ist es noch immer ein riesiger Berg, den wir besteigen müssen. Aber wir spielen besser", resümierte Magic-Coach Stan Van Gundy.

In der Tat: Vor allem die Dreier haben sie wieder im Griff - 13 von 25 Versuchen verwandelten sie.

Hart umkämpftes erstes Viertel

Dabei ging es gar nicht schlecht los für die Celtics: Nach 123 Sekunden stand es nach einem Dreier von Ray Allen und zwei verwandelten Freiwürfen von Paul Pierce 5:0.

Achtmal wechselte die Führung im ersten Viertel, bis Matt Barnes sie mit einem Dreier eroberte - und die Magic sie bis zur Schlusssirene nicht mehr abgaben.

Im zweiten Viertel legten die Magic einen 20:8-Run hin, der ihnen eine souveräne 51:37-Führung verschaffte. Großen Anteil daran hatte J.J. Redick, der einen von zwei Freiwürfen und zwei Dreier traf.

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Wallace Topscorer der Celtics

Im letzten Viertel machte Orlando 29 Punkte - die Celtics lediglich 17: Keine Chance also für Boston, das Spiel noch einmal zu drehen.

Rasheed Wallace, der im vierten Spiel nur vier Punkte machte, schwang sich diesmal mit 21 Zählern zum Topscorer der Celtics auf und versenkte unter anderem drei von fünf Dreiern.

Rajon Rondo (19, 7 von 15 aus dem Feld) und Paul Pierce (18, 3 von 8) steuerten ebenfalls einige Punkte bei. Pierce zeigte Nervenstärke und traf jeden seiner zehn Freiwürfe. Für Kevin Garnett hingegen standen am Ende nur zehn Punkte und eine magere Feld-Quote von 5 von 14 zu Buche.

Bei den Magic glänzte Superstar Dwight Howard mit einem Double-Double (21 P., 10 Rebounds, 5 Blocks). Nur Jameer Nelson lief ihm mit 24 Punkten den Rang ab (4 von 5 verwandelte Dreier).

Abend der Verletzungen

Im dritten Viertel traf Howards Ellbogen in der Nähe des Korbs Glen Davis ins Gesicht. Der Celtics-Forward fiel zu Boden, stand wieder auf und taumelte Richtung Mittellinie, bis ihn Schiedsrichter Joey Crawford vom Feld schickte. Davis kehrte nicht zurück: Bei ihm wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert.

Nach einem Blackout auf dem Feld wird er am Donnerstag untersucht. "Ich weiß nicht, welche Tests sie mit Davis machen werden. Er befindet sich noch im Delirium", sagt Celtics-Coach Doc Rivers.

Überhaupt war es der Abend der Verletzungen: Reservist Marquis Daniels fiel demselben Ellbogen zum Opfer und fühlte sich anschließend schwindlig, Rasheed Wallace zwickte der Rücken.

Spiel sechs müssen die Celtics möglicherweise ohne Kendrick Perkins bestreiten: Er beging sein siebtes technisches Foul in den Playoffs. Ohne den Verteidiger, der mit am besten in der Liga Dwight Howard in Schach halten kann, wird es schwierig werden für die Celtics - und die Magic haben die Chance, Geschichte zu schreiben.

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