Samstag, 29.05.2010

NBA - Eastern Conference Finals, 6. Spiel

Die Gier eines wahren Champions

Orlando träumte vom Mega-Comeback - aber gegen die Explosion eines Celtics-Krisenduos war kein Kraut gewachsen. Zwerg Nate Robinson sorgte für die Entscheidung.

Aufgetaut: Paul Pierce hatte in den Playoffs lange Probleme - gegen Orlando spielt er stark
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Aufgetaut: Paul Pierce hatte in den Playoffs lange Probleme - gegen Orlando spielt er stark

Boston Celtics - Orlando Magric 96:84

Was zeichnet wahre Champions aus? Gute Spieler? Viele Titel? Alles richtig, das entscheidende Merkmal schlechthin ist jedoch die Gier. Die Gier nach immer mehr.

"Natürlich ist unsere Meisterschaft von 2008 etwas Besonderes. Aber viele andere Celtics-Generationen haben häufiger gewonnen - und diesem Klub wollen wir beitreten", sagte Coach Doc Rivers - und setzte damit sofort ein Zeichen an seine Spieler.

Diese hatten kurz zuvor mit einem 96:84 gegen die Orlando Magic den vierten Sieg im sechsten Spiel gefeiert und zogen damit in die NBA-Finals ein. Der Gegner wird der Sieger aus dem Duell zwischen den Los Angeles Lakers und den Phoenix Suns (3-2) sein.

Herausragender Akteur der Celtics war Paul Pierce. Anfang der Playoffs noch angesichts schwacher Wurfquoten und passiver Spielweise in der Kritik, wachte er mit Verspätung, aber dann doch rechtzeitig zu den Conference Finals auf - und erzielte im entscheidenden sechsten Aufeinandertreffen 31 Punkte. Außerdem lieferte er 13 Rebounds, 5 Assists sowie 2 Steals.

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Unterstützt wurde er von Ray Allen (20 Punkte) sowie Rajon Rondo (14). Von der Bank lieferte der sonst nur wenig eingesetzte Nate Robinson 13 Zähler, die er allesamt im wichtigen zweiten Viertel erzielte.

"Das nennt man Entwicklung. Nate ist diese Nacht zu einem echten Mann gereift", sagte Pierce. Angesichts der Leistungsexplosion des 1,75-Meter-Zwergs konnte es Boston auch verkraften, dass die angeschlagenen Rasheed Wallace (0 von 5 für 0 Punkte) und Tony Allen (0 von 0 für 0 Punkte) keine Faktoren waren.

Auf Seiten der Magic, die nach zwei Erfolgen in Serie von einem Sensationscomeback träumten, überzeugten lediglich Center Dwight Howard (28 Punkte, 12 Rebounds) und mit Abstrichen Vince Carter (17 Punkte, 6 von 15).

Spielmacher Jameer Nelson machte zwar 11 Punkte, produzierte jedoch auch massig Turnover (5) und Fouls (5). Zum Verhängnis wurde Orlando zudem die Schwäche von der Dreierlinie (27,3 Prozent zu 45,5 Prozent von Boston).

Auf Zeitreise: Celtics vs. Lakers
Die Shirts sind nicht ganz aktuell, aber die Message ist klar. Beide haben jede Menge Titel gesammelt. Die Lakers 15, die Celtics sogar 17
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Die Shirts sind nicht ganz aktuell, aber die Message ist klar. Beide haben jede Menge Titel gesammelt. Die Lakers 15, die Celtics sogar 17
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Der große Red Auerbach (1917 - 2006) zeichnete als Cheftrainer allein für neun Titel verantwortlich. Hier, 1984, war er General Manager bei seinen Celtics
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Los ging's 1959, als Bill Russell (beim Dunking) schon einer der Superstars der Celtics war und die Lakers noch in Minneapolis ansässig waren
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1959 siegte Boston mit 4:0. Ab 1962, als die Lakers dann schon in L.A. waren, traf man sich dann beinahe in jedem Jahr zum Saisonhöhepunkt
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Legenden. Jerry West (l.) von den Lakers und John Havlicek ("Hondo"). Havlicek ist mit über 26.000 Punkten Rekord-Scorer der Celtics
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Noch mal West und Havlicek. 1962, 63, 65, 66, 68 und 69 setzten sich die Celtics in zumeist hart umkämpften Finalserien durch
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Wieder Jerry West in Aktion: Seiner Silhouette wurde das NBA-Logo nachempfunden. 1972 gewann er im siebten Anlauf seinen einzigen Titel
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Elgin Baylor, über lange Jahre kongenialer Partner von Jerry West, ging gänzlich leer aus. Im Meisterjahr 1972 beendete er seine große Karriere
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In den Finals 1969 spielte Wilt Chamberlain bei den Lakers und sie galten gegen Bostons Oldie-Truppe als Favorit, verloren aber dennoch in sieben Spielen
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1969 war vorerst das letzte Finale zwischen Boston und den Lakers, ehe es mit ganz neuen Protagonisten in den 1980er Jahren weitergehen sollte
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Da war zum einen Larry Bird. 1979/80 legte er bei den Celtics los, für die er bis zum Karriereende 1992 spielte. 1981 holte er schon seinen ersten Titel
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Der andere war Earvin "Magic" Johnson, der fünf Titel mit seinen Lakers holte, für die er von 1979 bis 1991 und 1996 spielte
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Bob McAdoo spielte für Celtics und Lakers. Mit letzteren holte er sogar zwei Titel, einen davon gegen Boston, doch davon gleich etwas mehr
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Was für eine Ansammlung von Legenden: Robert "The Chief" Parrish (l.), Magic (M.) und Kareem Abdul Jabbar, der Rekordscorer der NBA-Geschichte
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In der Saison 1981/1982 kam ein gewisser Pat Riley wie die Jungfrau zum Kinde zum Posten des Headcoach bei den Lakers
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Riley führte die Lakers gleich auf Anhieb zum Titel, sein erstes Finalduell mit den Celtics 1984 ging aber 3-4 verloren. 0-8 hieß es damit im direkten Duell
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1985 wurde Riley dann Präsident der USA. Stimmt natürlich nicht, aber er führte die Lakers zum ersten Finalsieg über die Celtics
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Finals 1987: Robert Parrish in Aktion. Wieder gewannen die Lakers. 4-2 hieß es damals, und Magic Johnson war Finals-MVP
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Und Riley durfte sich wieder feiern lassen. Auch 1988 wurden die Lakers Meister, doch bis zum nächsten Finale gegen Boston sollte es lange dauern
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Gut 20 Jahre später. Nach langer Durststrecke schafften es die Celtics 2008 wieder in die Finals. Die Fans waren euphorisch
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Die Superstars hießen jetzt Kevin Garnett und Paul Pierce für Boston und Kobe Bryant für die Lakers
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Boston ging mit einer 3-2-Führung in der Serie ins 6. Spiel in eigener Halle und zerlegte die Lakers mit 131:92. Paul Pierce wurde Finals-MVP
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Der Schlüssel zur Celtics-Renaissance war aber die Verpflichtung von Kevin Garnett. Mit 32 Jahren war er am Ziel seiner Träume
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2010. Zum 12. Mal lautet die Paarung in den NBA Finals: Los Angeles Lakers vs. Boston Celtics
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NBA: Ergebnisse der Playoffs im Überblick

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