Samstag, 24.04.2010

NBA-Playoff-Schlaglichter

Pierce versenkt Miami

Während sich die Denver Nuggets bei ihrer Pleite in Utah überhaupt nicht wehrten, versuchten die Heat alles - und wurden doch nicht belohnt. Paul Pierce riss ihnen das Herz raus.

Den entscheidenden Wurf in den Playoffs zu verwandeln, ist für Paul Pierce kein Grund auszuflippen
© Getty
Den entscheidenden Wurf in den Playoffs zu verwandeln, ist für Paul Pierce kein Grund auszuflippen

Miami Heat (5) - Boston Celtics (4) 98:100

Ausgerechnet Boston, das Team, das so viele Fans mit seiner uninspirierten Spielweise in der regulären Saison enttäuscht hatte, hat in den Playoffs als erste Mannschaft den dritten Sieg eingefahren. Wer Miami zugetraut hatte, den Rekordmeister in Runde eins zu bezwingen, der wurde nachdrücklich widerlegt.

Das Team aus Florida tat vor den hemischen Fans zwar alles, um die Celtics in Schach zu halten, aber in den Playoffs ist Erfahrung nunmal Trumpf. Und in dieser Beziehung macht Boston macht niemand etwas vor. "Wir werden am Sonntag noch mal alles versuchen", kündigte Dorell Wright (15 Punkte) zwar an. Aber auch Miamis Flügelspieler musste einsehen: "Dieses Ende war wohl schon der Genickbruch."

Wright selbst hatte 1:29 Minuten vor Schluss noch mit einem enorm wichtigen Dreier für den Ausgleich zum 98:98 gesorgt, nachdem Dwyane Wade (34 Punkte, 5 Rebounds, 8 Assists) für seinen Mitspieler einen offenen Wurf kreiert hatte. Aber nachdem beide Teams dann mehrmals hintereinander den Korb nicht trafen, nahm Boston in Ballbesitz und mit elf Sekunden auf der Uhr eine Auszeit.

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"Alle Mann aus dem Weg, und Paul den Ball geben", beschrieb Point Guard Rajon Rondo (17) den letzten Spielzug für Paul Pierce (32 Punkte, 8 Rebounds). "Ziemlich einfach. Aber er hat's gemacht." In der Tat schnappte sich The Truth die Kugel an der Dreierlinie, dribbelte ein paar Mal und nagelte dann aus sieben Metern einen Stepback Jumper mit der Schlusssirene in den Korb.

"Dieses Ding habe ich schon so oft in meiner Karriere verwandelt", kommentierte Pierce seine Heldentat lapidar. "Großartiger Spieler, großartiger Wurf", sagte Wade anerkennend, der zu diesem Zeitpunkt von Krämpfen geschüttelt nicht mehr mitspielen konnte. Übrigens: Heat-Center Jermaine O'Neal traf nur einen seiner 7 Versuche aus dem Feld, steht jetzt bei 5 von 31 für die Serie und ist ein heißer Anwärter auf die größte Enttäuschung der Playoffs.

Utah Jazz (5) - Denver Nuggets (4) 105:93

Einfach nur ein trauriger Anblick, wie saft- und kraftlos die Nuggets auswärts auftreten. Das Spiel hatte gar nicht schlecht begonnen, schließlich führte Denver schnell mit 27:16, aber in der Folge ließen sie sich nach allen Regeln der Kunst vorführen.

Insbesondere Reservist Paul Millsap (22 Punkte, 19 Rebounds) brachte den Jazz wieder auf Kurs und wütete unter den Körben, dass es eine wahre Freude war. "Wenn man erstmal ein paar leichte Punkte gemacht hat, wird der Korb immer größer", so Millsap anschließend. Nene (8), Kenyon Martin (2) und Chris Andersen (5) standen nur daneben und sahen tatenlos zu.

In Abwesenheit von Coach George Karl, der sich von einer Krebserkrankung erholt, macht Assistent Adrian Dantley wirklich einen ordentlichen Job. Aber man merkt dem Team an, dass es in schwierigen Phasen sehr schnell den Mut verliert und die Köpfe hängen. "Was mich am meisten enttäuscht ist die Tatsache, dass wir uns überhaupt nicht gewehrt haben", regte sich All Star Carmelo Anthony auf.

Auch in Spiel drei der Erstrundenserie waren nur Chauncey Billups und Anthony (beide 25) einigermaßen in der Lage, sich gegen die zweite Pleite zu stemmen. Bei Utah dagegen punkteten fünf Spieler zweistellig, neben Millsap war vor allem Deron Williams gewohnt stark (24 Punkte, 10 Assists).

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