NBA-Playoff-Splitter

LeBron droht den Bulls

Von SPOX
Freitag, 16.04.2010 | 12:56 Uhr
Shaquille O'Neal und LeBron James sind bereit für den Playoff-Start
© Getty
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LeBron James findet deutliche Worte in Richtung der Bulls, Mark Cuban liebt die "Mavs 3.0", die Blazers müssen endgültig auf Brandon Roy verzichten - und für Phil Jackson wird es teuer.

Cleveland vs. Chicago: Der Spaß hat ein Ende

Die Zeit der Späßchen und Witze ist nun vorbei. Zumindest für LeBron James. Wieso? Weil die Playoffs unmittelbar vor der Tür stehen. Und damit auch die Chicago Bulls, gegen die die Cavaliers in dieser Saison zweimal verloren haben. Und die letzte Niederlage datiert vom 8. April.

Zu kurz her also, um das bereits verdrängt zu haben. Aber - James hat einen Plan: "Wir sind bereit für die Herausforderung. Ich denke, Joakim Noah ist ein sehr guter Spieler, er hat echt Talent. Aber er wollte uns vor ein paar Wochen in den Playoffs haben, und hier sind wir. Wir sind jetzt ein anderes Monster, dem sie am Samstag gegenüberstehen werden", drohte James in Richtung der Bulls.

Und da ist ja auch noch Shaquille O'Neal. Der ist nach einer Verletzungspause von 23 Spielen wieder fit - und heiß auf die Playoffs. "Ich habe die Zeit damit verbracht, mich richtig zu ernähren, zu schwimmen und zu trainieren. Es geht um die Mission", erläutert O'Neal.

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Die Mission ist, den Titel nach Cleveland zu holen und endlich die Schmach der letztjährigen Playoffs ad acta zu legen. Damals verloren die Cavaliers das Conference-Finale gegen Orlando - ein Schock, den sie bis heute nicht verdaut haben.

"Ich persönlich warte auf diese Playoffs seit dem sechsten Spiel der Serie gegen Orlando. Es tut lange Zeit weh. Du hast diesen Schmerz den ganzen Sommer über in dir und auch während der Saison, um an diesen Punkt zurückzukehren. Am Samstag werde ich glücklich sein, weil ich die Chance bekomme, mich von dem Schmerz zu erlösen", gibt James zu.

Dallas vs. San Antonio: Version 3.0 der Mavericks

Auch die Dallas Mavericks setzen auf dieses Jahr. Denn es gibt die "version 3.0", wie Mavs-Besitzer Mark Cuban es gerne nennt: Dallas hat seinen neuesten Upgrade hinter sich, gewann acht der letzten zehn Spiele und schnappte sich den zweiten Rang im Westen. Alles im Soll also. Doch was genau macht die neueste Version so gut?

"Alle arbeiten zusammen, verbringen Zeit miteinander und jeder weiß, was wir tun müssen, um zu gewinnen. Ich denke, dass wir jetzt eine bessere Vorstellung davon haben, weil wir erkannt haben, wer sich steigern muss", erklärte Cuban.

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Verbessert haben sich viele - so viele, dass Dallas-Coach Rick Carlisle inzwischen manchmal die Qual der Wahl hat, aber eben auch den Luxus, fleißig rotieren zu können. Bis auf Matt Carroll ist jeder Spieler eine echte Option, und selbst der könnte als Dreierspezialist mal gebraucht werden.

Phoenix vs. Portland: Roy fällt aus

Schwerer Schlag für die sowieso in dieser Saison von Verletzungen gebeutelten Portland Trail Blazers: Ihr bester Spieler Brandon Roy (21,5 Punkte, 4,7 Assists) steht nun doch nicht in der ersten Playoff-Runde gegen die Phoenix Suns zur Verfügung.

Der 25-jährige Guard hatte sich in der Partie gegen die Los Angeles Lakers den Meniskus im rechten Knie gerissen und die letzten beiden Spiele der regulären Saison pausiert.

Zunächst sah es so aus, als würde er dennoch von Beginn an die Playoffs bestreiten, da sich die Verletzung nach Aussage der Ärzte nicht verschlimmern könnte. Nun aber entschied sich der dreimalige All-Star für eine Operation am Freitag.

"Es war keine leichte Entscheidung für mich. Aber wenn ich auf das Feld gehe, dann will ich meinen Beitrag leisten. Sollten wir das Glück haben, in den Playoffs die ersten Runden zu überstehen, dann ist eine Operation zum jetzigen Zeitpunkt die beste Möglichkeit, mein Team zu unterstützen", erklärte Brandon Roy.

Bis Roy in vier bis sechs Wochen wieder voll einsatzfähig ist, wird wohl weiterhin Rudy Fernandez versuchen, ihn würdig zu vertreten. Für Roy bleibt nur zu hoffen, dass Portland bis dahin noch in den Playoffs ist.

L.A. Lakers vs. Oklahoma City: Nächste Strafe für Phil Jackson

Phil Jackson lernt irgendwie nicht dazu, aber wer nicht hören will, muss eben fühlen. Und deshalb wurde der Lakers-Coach nun abermals zu einer Strafe von 35.000 Dollar verdonnert.

Schon Anfang April wurde er nach dem Spiel der Lakers gegen die San Antonio Spurs zu einer Zahlung von derselben Summe verpflichtet. Damals hatte er sich lautstark über die Entscheidungen von NBA-Referee Bennett Salvatore aufgeregt, der innerhalb einer Spielsekunde Ron Artest und Kobe Bryant technische Fouls anrechnete.

Warum also diesmal? Weil er sich bei den Schiedsrichtern über die angeblich bevorzugte Behandlung von Thunder-Superstar und NBA-Scoring-Champ Kevin Durant beschwerte.

"Ich denke, viele Schiedsrichter behandeln ihn wie einen Superstar. Er schafft es viel zu oft und zu leicht bis zur Linie", sagte Jackson.

Mit der Meinung steht er nicht allein auf weiter Flur, denn auch Celtics-Star Kevin Garnett stichelte nach der Niederlage gegen die Thunder, Durant würde wie früher Michael Jordan behandelt.

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