Samstag, 27.03.2010

NBA-Schlaglichter

Thunder machen Lakers nass

Die Nets haben trotz katastrophaler Saison Grund zur Freude, Danny Granger ist in der Form seines Lebens, Manu Ginobili bringt die Cavaliers zum Verzweifeln und die Thunder zeigen den Lakers die lange Nase.

Kevin Durant steht seit 2008 für die Oklahoma City Thunder auf dem Feld
© Getty
Kevin Durant steht seit 2008 für die Oklahoma City Thunder auf dem Feld

Oklahoma City Thunder (44-27) - L.A. Lakers (53-19) 91:75

Sieben Siege in Folge und dann das: Die Lakers verlieren gegen die Thunder. Für Oklahoma aber war es ein immens wichtiger Sieg, zum einen beendeten sie mit dem Sieg eine Serie von 12 Niederlagen in Folge gegen die Lakers, zum anderen sicherten sie sich den 6. Platz im Westen vor San Antonio, die gegen Cleveland gewannen.

"Es ist enttäuschend, dass wir die Herausforderung nicht angenommen haben", sagte Kobe Bryant anschließend. Und Pau Gasol fügte an: "Es war ein hartes Spiel für uns. Aber ich denke, wir müssen keine große Sache daraus machen. Wir sind in der Lage, morgen zurückzuschlagen und ein gutes Spiel abzuliefern. Heute wurden wir einfach ausgespielt."

Thunder-Forward Jeff Green hingegen strahlte: "Egal, wer der Gegner war, für uns ist das ein großer Sieg. Wir versuchen, eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu haben, denn wir wissen, dass die Teams uns hart rannehmen werden."

Im dritten Viertel legten die Thunder einen 16:2-Lauf hin und gingen mit einem Vorsprung von 33 Punkten in das letzte Viertel. Doch die Lakers gaben sich nicht geschlagen und machten zehn Punkte in Folge - für Coach Scott Brooks der Anlass, die beiden Topscorer Kevin Durant (26) und Russell Westbrook (23) sofort wieder auf das Feld zu schicken. 6 Minuten vor Schluss lag Oklahoma 25 Punkte vor den Lakers - zuviel Holz für das schwach spielende Team aus Los Angeles. Topscorer für die Lakers war mit lediglich 15 Punkten Lamar Odom. Superstar Kobe Bryant erzielte nur elf Punkte und produzierte neun Turnovers.

Dennoch, auch für die Lakers gab es am Ende eine gute Nachricht: Phil Jackson bleibt ihr Coach. Der 64-Jährige hatte seine Zukunft wegen gesundheitlicher Probleme zunächst offen gelassen. Doch nun kündigte der zehnmalige NBA-Meister an, die Lakers auch in der nächsten Saison trainieren zu wollen.

New Jersey Nets (9-63) - Detroit Pistons (23-49) 118:110

Für die Nets gab es trotz katastrophaler Saison eine gute Nachricht: Sie werden nicht das schlechteste Team in der Geschichte der NBA sein. Mit ihrem zweiten Sieg in Folge polieren sie ihre Bilanz (9-63) auf und ziehen dadurch mit den Philadelphia 76ers von 1972/73 gleich.

Für die Nets ein Grund zur Erleichterung, aber kein Anlass, gleich wieder nachzulassen. "Wir lächeln. Es ist gut, zweimal in Folge zu gewinnen, aber wir sind noch nicht zufrieden. Wir möchten uns weiterhin verbessern."

Selbst wenn New Jersey die letzten zehn Spiele verliert - sie schaffen es nicht mehr, ein Teil der Geschichte zu werden. Ein Sieg mehr und Philadelphia allein hält den Negativ-Rekord.

Den Erfolg verdanken die Nets vor allem den beiden überragenden Topscorern ihres Teams: Brook Lopez (37 Punkte, 10 Rebounds) und Yi Jianlian (31 Punkte).

Yi half vor allem in der Schlussphase seinem Team zurück in die Partie: Dem 14:4-Schlussspurt der Nets steuerte er sechs Punkte bei. Topscorer der Pistons war Tayshaun Prince mit 27 Punkten.

Jonas Jerebko resümierte nach der Niederlage der Pistons geknickt: "Wir kriegen es einfach nicht hin. Wir sind viel besser, als wir es zeigen können. Wir müssen uns einfach noch mehr Mühe geben. Es ist nicht akzeptabel."

San Antonio Spurs (43-28) - Cleveland Cavaliers (57-16) 102:97

Manu Ginobili! Er brachte die Cavaliers zum Verzweifeln. Erst seit Tony Parkers Verletzung in den Starting Five, erzielte er zum dritten Mal 30 Punkte, die Hälfte davon allein im letzten Viertel.

Und kam anschließend aus dem Strahlen nicht mehr raus: "Es bedeutet, dass wir von den Besten nicht weit entfernt sind. Natürlich ist es nur ein Spiel und es war auch noch zuhause, aber wir fühlen uns trotzdem besser."

Für Cleveland endete mit der Niederlage eine Serie von 8 Siegen in Folge. Zwar legte sich LeBron James wie gewohnt für die Cavaliers ins Zeug und beendete das Spiel mit 27 Punkten, doch scheiterte ein Sieg an dem schwachen Auftreten der restlichen Mannschaft.

Indiana Pacers (27-46) - Utah Jazz (47-26) 122:106

Warum sich begnügen? Nachdem Danny Granger die Saison seines Lebens spielt und gegen Utah sage und schreibe 44 Punkte scorte, hat er seine Ziele gleich mal noch ein Stück nach oben geschraubt: "Ich habe eigentlich versucht, 50 Punkte zu machen, aber am Ende fehlte mir die Energie. Und ich habe auch einige Freiwürfe in den Sand gesetzt. Aber insgesamt bin ich zufrieden, dass wir gewonnen haben."

Zum vierten Mal in Folge erzielte Granger in einem Spiel mehr als 30 Punkte und heimste auch von seinem Coach großes Lob ein. "Er ist ein unglaublicher Spieler. Du kannst ihm nicht halbherzig gegenüberstehen. Du musst ihn mit aller Kraft decken und selbst dann kannst du ihn nicht stoppen", gab Jim O'Brien zu.

Dabei hatte Utah bei weitem keinen schlechten Tag erwischt. Vor allem dank Mehmet Okur (27 Punkte, 12 Rebounds), Carlos Boozer (22 Punkte, 11 Rebounds) und Derom Williams (21 Punkte, 12 Assists).

Toronto Raptors (35-36) - Denver Nuggets (48-25) 96:97

Buchstäblich in letzter Sekunde entschied sich das Spiel zwischen den Raptors und den Nuggets. Topscorer Carmelo Anthony (25) brachte mit seinem Wurf die Halle zum Verstummen. Mit der Sirene rasselte der Ball durch den Korb.

"Auswärts einen Treffer zu versenken macht viel mehr Spaß. Das ist viel befriedigender. 20.000 Leute sind gegen dich und trotzdem kannst du sie mit einem Wurf zum Schweigen bringen. Das fühlt sich gut an", so Anthony.

Chris Bosh. mit 18 Punkten der Topscorer seines Teams, wollte das Spiel nur noch abhaken: "Es tut immer weh, ein Spiel auf diese Art zu verlieren. Wir müssen das hinter uns lassen und an das nächste Spiel denken." Schon zu Beginn des Spiels hatten die Raptors große Probleme. Nach der 26-Punkte-Niederlage gegen Utah verwandelten die Raptors nur zwei der ersten zehn Würfe.

Die weiteren Spiele der Nacht

Boston Celtics (47-25) - Sacramento Kings (24-49) 94:86

Topscorer: Pierce (22), Allen (20) - Landry (30), Udrih (16)

Toprebounder: Garnett (13), Pierce (8) - Greene (9), Landry (8)

Orlando Magic (51-22) - Minnesota Timberwolves (14-59) 106:97

Topscorer: Howard (24), Anderson (19) - Jefferson (18), Milicic, Brewer, Flynn, Love (alle 14)

Toprebounder: Howard (19), Anderson (9) - Jefferson (13), Love (7)

Philadelphia 76ers (26-47) - Atlanta Hawks (46-26) 105:98

Topscorer: Iguodala (25), Brand, Kapono, Dalembert (alle 14) - Smith, Johnson (beide 20), Bibby (17)

Toprebounder: Iguodala (10), Dalembert (7) - Horford (10), Smith (9)

Milwaukee Bucks (39-32) - Miami Heat (39-34) 74:87

Topscorer: Salmons (23), Ridnour (12) - Wade (30), Wright (14)

Toprebounder: Mbah a Moute (11), Salmons, Gadzuric (beide 5) - Haslem (18), Wade, Anthony (beide 7)

Washington Wizards (21-50) - Charlotte Bobcats (38-34) 96:107

Topscorer: McGee (19), Blatche (18) - Wallace (23), Jackson (20)

Toprebounder: Singleton, Miller (beide 7) - Wallace (6), Diaw, Chandler (beide 5)

Phoenix Suns (46-26) - New York Knicks (26-46) 132:96

Topscorer: Stoudemire, Barbosa (beide 18), Richardson (17) - Harrington (24), Lee (21)

Toprebounder: Frye (11), Stoudemire (9) - Lee (13), McGrady (8)

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