Donnerstag, 18.03.2010

NBA-Schlaglichter

Der schlechteste Tim Duncan aller Zeiten

Das Schweigen der Lämmer. Falsch, das Schweigen des Tim Duncan. Die Orlando Magic stellen dank der zweiten Garde den Spurs-Star kalt. Bei Wundertüte Boston kehrt Konstanz ein und Torontos Chris Bosh hat eine unvergessliche Nacht.

1 von 10: Eine solch schwache Quote hatte Tim Duncan noch nie
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1 von 10: Eine solch schwache Quote hatte Tim Duncan noch nie

Orlando Magic (48-21) - San Antonio Spurs (40-26) 110:84

Dass Tim Duncan zu den schüchternsten NBA-Superstars gehört, ist bekannt. Dennoch war es erstaunlich, wie es Orlando gelang, den Spurs-Center basketballerisch komplett zum Schweigen zu bringen.

"Ich mochte unsere Defense gegen ihn. Wir haben einen guten Job gemacht", sagte Magic-Coach Stan Van Gundy. Kein Wunder, immerhin traf Duncan lediglich 1 von 10 und erzielte 5 Punkte.

Eine solch schlechte Wurfquote hatte er in seiner Karriere noch nie.

Dabei erwischte auch sein Gegenspieler Dwight Howard nur einen mäßigen Abend (9 Punkte, 7 Rebounds).

Stattdessen übernahm Backup Marcin Gortat (7 Punkte, 10 Rebounds) die Hauptverantwortung und überzeugte. "Das ist ein gutes Gefühl", sagte der Pole.

Sinnbildlich für das starke Orlando-Kollektiv, dass vor allem die zweite Garde für den wichtigen 14:0-Run im zweiten Viertel verantwortlich zeichnete.

Die besten Scorer waren dennoch zwei Starter: Vince Carter (24) und Rashard Lewis (20). Für San Antonio lieferte Richard Jefferson 20 Zähler.

Utah Jazz (44-24) - Minnesota Timberwolves (14-55) 122:100

Gingen die Jazz nicht zu hohes Risiko? Der Rivale der Dallas Mavericks um einen hohen Playoff-Platz im Westen ließ Spielmacher Deron Williams unnötig lange auf dem Parkett, obwohl dieser sein Knöchel verstaucht und seine Schulter geprellt hatte und sich Minnesota als erwartet leichter Gegner erwies.

Außerdem kamen auch Wesley Matthews (Knie) und Andrei Kirilenko (Wade) leicht angeschlagen aus der Partie heraus. "Derzeit ist jeder ein bisschen anfällig", sagte Carlos Boozer (19 Punkte, 11 Rebounds).

Williams spielte am Ende 33 Minuten und erzielte 9 Punkte. Am eifrigsten waren bei Utah die beiden Bankspieler Paul Millsap (21) sowie Kyle Korver (20). Auf Seiten der völlig unterlegenen Timberwolves überzeugten immerhin Al Jefferson und Corey Brewer mit je 17 Zählern.

Boston Celtics (43-24) - New York Knicks (24-44) 109:97

Die Celtics bleiben die Wundertüte der Liga. Vom Potenzial her gehören sie zu den besten Teams, aber immer wieder haben sie einen Negativlauf. Doch kehrt jetzt langsam Konstanz ein? Das 109:97 gegen NY war der dritte Kantersieg zuhause in Folge.

Und endlich konnten die beiden Superstars der Celtics, Paul Pierce (29 Punkte) und Kevin Garnett (22), gleichzeitig ein gutes Spiel abliefern. Keine Selbstverständlichkeit in dieser Saison. "Sie werden weiter ihre Auf und Abs haben. Ich hoffe aber, dass die Aufs häufiger kommen werden", so Coach Doc Rivers.

Die Knicks hatten in David Lee (29 Punkte) und Al Harrington (16) die besten Scorer.

NBA: Die besten Spieler aller Zeiten
Scottie Pippen wurde in die Hall of Fame aufgenommen - und Michael Jordan himself hielt die Rede
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Ein emotionaler Karl Malone wurde ebenfalls in die Ruhmeshalle aufgenommen
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Das komplette Dream Team befindet sich jetzt auch dort, wo es hingehört
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Der Größte überhaupt? Michael Air Jordan (r.) gewann zwischen 1991 und 1998 sechs NBA-Titel mit den Chicago Bulls. 2009 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen
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Superstars unter sich: Julius Erving (l.) machte sich nicht nur durch atemberaubende Dunkings einen Namen. Kareem-Abdul Jabbar wurde sechs Mal MVP einer Regular Season
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Point Guard Earvin Magic Johnson (l.) feierte mit den Los Angeles Lakers in den 80er-Jahren fünf Meistertitel. Er wurde außerdem neun Mal ins All-NBA First Team gewählt
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Center Hakeem Olajuwon (M.) erzielte als einer von acht Spielern über 20.000 Punkte in der NBA. 1994 und 1995 wurde er Champion mit den Houston Rockets
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Eine lebende Legende: Center Bill Russell gewann mit den Boston Celtics elf Meisterschaften und hält damit bis heute den Rekord
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John Stockton (l.) ist einer der besten Passgeber aller Zeiten. In Seiner Karriere brachte er es in 1.504 Partien auf überragende 15.806 Assists
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Jerry West sagte über ihn: "Er war einer der spektakulärsten Shooter, die der Basketball je gesehen hat". Elgin Baylor (#22) stand zwischen 1959-69 zehn Mal im All-NBA First Team
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Er spielte zwischen 1981 und 1994 für die Detroit Pistons und wurde als Anführer der "Bad Boys" zwei Mal Champion: Isiah Thomas (r.)
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Pistol Pete Maravich (#44) war ein herausragender Distanzschütze. Er spielte von 1970-80 für die Atlanta Hawks und wurde 1987 in die Hall of Fame aufgenommen
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Shaquille O'Neal (l.) und Kobe Bryant gewannen nicht nur drei Meisterschaften zusammen: 2009 teilten sie sich auch den MVP-Titel beim All-Star-Game in Phoenix
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Center Wilt Chamberlain (#13) war in seiner Zeit kaum zu stoppen. Er erzielte in seiner Karriere im Schnitt überragende 30,1 Punkte und wurde zwei Mal Champion
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Spektakuläre Dunkings waren sein Markenzeichen: Dominique Wilkins. The Human Highlight Film erzielte über 25.000 Punkte und ist Mitglied der Hall of Fame
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Er gewann nie eine Meisterschaft, trotzdem ist Karl Malone einer der größten Spieler aller Zeiten: Mit 36.928 Punkten liegt er in der ewigen Scorer-Liste der NBA auf Rang zwei
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Ist nicht nur in New York eine Legende: Patrick Ewing (#33). Sein Trikot wurde retired, seine Nummer wird bei den Knicks also nie mehr vergeben
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Shooting Guard George Gervin (#44) in Aktion. Der Iceman war stolze vier Mal Topscorer einer NBA-Saison. Er spielte für die San Antonio Spurs und Chicago Bulls
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Larry Bird spielte 13 Jahre lang für Boston in der NBA und war einer der großen Stars in den 80er-Jahren. Insgesamt gewann er mit den Celtics drei Meistertitel
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The Twin Towers, Tim Duncan (l.) und David Robinson, bildeten für die San Antonio Spurs mehrere Jahre ein Traumduo unter den Brettern der Liga
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Moses Malone war zwischen 1974 und 1995 (!) erst in der ABA, später in der NBA aktiv und gehört mit insgesamt 27.409 Punkten zu den erfolgreichsten Spielern überhaupt
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Moses Malone war zwischen 1974 und 1995 (!) erst in der ABA, später in der NBA aktiv und gehört mit insgesamt 27.409 Punkten zu den erfolgreichsten Spielern überhaupt
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Seiner Silhouette ist das heutige NBA-Logo nachempfunden: Jerry West (r.) wurde nie MVP, trotzdem ist er einer der besten Shooting Guards aller Zeiten
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Seiner Silhouette ist das heutige NBA-Logo nachempfunden: Jerry West (r.) wurde nie MVP, trotzdem ist er einer der besten Shooting Guards aller Zeiten
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Was für eine Ästhetik: Oscar Robertson (#1) schaffte 61/62 etwas Einmaliges. Er schloss die Saison mit einem durchschnittlich zweifachen Punktewert in drei stat. Kategorien ab
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Clyde Drexler (r.) erreichte als 24. Spieler der Liga-Geschichte die 20.000-Punkte-Marke. Insgesamt zehn Mal nahm der Guard an einem All-Star-Game teil
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Small Forward Scottie Pippen (r.) lief in den 90er-Jahren zu großer Form auf. An der Seite von Michael Jordan wurde er sechsfacher Meister mit den Chicago Bulls
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Defensivspezialist Kevin McHale spielte zwischen 1980 und 1993 für die Boston Celtics. Zusammen mit Larry Bird holte er drei Titel, seit 1999 ist er ein Hall-of-Famer
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Toronto Raptors (33-33) - Atlanta Hawks (43-24) 106:105

Was eine Nacht für Chris Bosh. Erst erreichte er mit einem Korbleger im zweiten Viertel als erster Raptors-Spieler überhaupt die 10.000-Punkte-Marke, dann versenkte er den entscheidenden Sprungwurf 2,1 Sekunden vor dem Ende.

Ansonsten verlief die Partie jedoch durchwachsen: 14 Punkte (6 von 19) und 10 Rebounds. Beim überraschenden Erfolg über die formstarken Hawks hatte Toronto, das 10 der letzten 12 Spiele verlor, in Andrea Bargnani (22 Punkte, 11 Rebounds) den besten Mann. Für Atlanta stellte Jamal Crawford zwar eine neue Saison-Bestleistung auf (33 Punkte), doch er war es auch gewesen, der mit dem Buzzer den möglichen Sieg vergab.

Golden State Warriors (19-48) - New Orleans Hornets (33-36) 131:121

Es ist das bekannte Muster der Warriors in den letzten (erfolglosen) Jahren. Am Ende der Regular Season bekommen Nobodys ihre Chance und die Lizenz zum Ballern. So spielte sich beispielsweise Kelenna Azubuike vergangene Saison in den Vordergrund.

Dieses Jahr könnten Anthony Tolliver und Reggie Williams von der Mir-ist-alles-egal-Attitüde von Coach Don Nelson profitieren. Anthony nahm gegen New Orleans satte 19 Würfe und verwandelte 11 davon. Mit 30 Punkten übertrumpfte er sogar Monta Ellis (28 Zähler, zudem 13 Assists).

Williams schenkte den Hornets (Topscorer: David West, 36) immerhin 22 Punkte ein.

Die weiteren Spiele aus der Nacht:

Cleveland Cavaliers (54-15) - Indiana Pacers (22-46) 99:94

Topscorer: LeBron James (32), Antawn Jamison (17) - Roy Hibbert (20), Troy Murphy (19)

Top-Rebounder: LeBron James, Antawn Jamison (beide 9) - Troy Murphy (15), Roy Hibbert (5)

Philadelphia 76ers (24-44) - New Jersey Nets (7-61) 108:97

Topscorer: Andre Iguodala (20), Jrue Holiday (19) - Chris Douglas-Roberts (23), Keyon Dooling (15)

Top-Rebounder: Samuel Dalembert (9), Elton Brand (8) - Josh Boone (8), Terrence Williams, Kris Humphries (beide 7)

Charlotte Bobcats (35-32) - Oklahoma City Thunder (41-25) 100:92

Topscorer: Stephen Jackson (20), Stephen Graham (19) - Kevin Durant (26), Jeff Green (17)

Top-Rebounder: Tyrus Thomas (9), Stephen Graham, Boris Diaw, Stephen Jackson (alle 5) - Kevin Durant (10), Nenad Krstic (8)

Houston Rockets (35-31) - Memphis Grizzlies (36-33) 107:94

Topscorer: Aaron Brooks (31), Luis Scola (20) - Zach Randolph (30), Rudy Gay (14)

Top-Rebounder: Jordan Hill (9), Luis Scola (7) - Zach Randolph (15), Hasheem Thabeet (10)

Los Angeles Clippers (26-43) - Milwaukee Bucks (36-30) 101:93

Topscorer: Chris Kaman (20), Drew Gooden (16) - Brandon Jennings (21), John Salmons (20)

Top-Rebounder: Drew Gooden (11), Craig Smith (8) - Andrew Bogut (11), Luc Richard Mbah a Moute (8)

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