Dienstag, 30.03.2010

NBA-Schlaglichter

"We got 10! The Nets win!"

Während die New Jersey Nets feiern dürfen, enttäuschen die Los Angeles Lakers Bruce Willis. Kobe Bryant ist mächtig genervt. Die Raptors holen einen wichtigen Sieg, aber es gibt trotzdem türkischen Ärger.

Brook Lopez (r.) und die gesamten New Jersey Nets haben Großes geleistet...
© Getty
Brook Lopez (r.) und die gesamten New Jersey Nets haben Großes geleistet...

Charlotte Bobcats (38-35) - Toronto Raptors (36-37) 101:103

Unglaublich wichtiger Sieg für die Raptors im Kampf um den letzten Playoff-Platz im Osten. Nach 13 Niederlagen in den letzten 17 Spielen gewann Toronto dank eines starken Schlussviertels (31:23), dank Chris Bosh (22 Punkte, 12 Rebounds) und dank Hedo Turkoglu (11 Punkte), der in der Crunchtime einen entscheidenden Dreier traf.

Der Türke, der in der Offseason einen Fünfjahresvertrag über 53 Millionen Dollar in Toronto unterschrieben hatte, ist bei den Raptors nicht nur aufgrund seiner schwachen Saison in Ungnade gefallen. In der letzten Woche hatte er das Spiel gegen Denver mit einem Magen-Darm-Virus verpasst, nur um sich Stunden später ins Nachtleben von Toronto zu stürzen und Party zu machen.

Natürlich wurde er gesehen - und folgerichtig im nächsten Spiel von Coach Jay Triano nicht eingesetzt. Nun durfte Turkoglu immerhin als sechster Mann wieder mit dabei sein. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Für die Bobcats, die in Raymond Felton und Stephen Jackson (beide 17) ihre Topscorer hatten, war es eine ärgerliche Niederlage, die sie auch den Refs in die Schuhe schoben. Selbst Neu-Besitzer Michael Jordan sprang während des Spiels aus seinem Sitz auf und beschwerte sich.

New Jersey Nets (10-64) - San Antonio Spurs (44-29) 90:84

"We got 10! The Nets win!", brüllte Nets-Hallensprecher Garry Sussman nach Spielende ins Mikrofon. New Jersey hat zehn Siege, New Jersey wird nicht gemeinsam mit den 76ers aus der Saison 1972/73 als schlechtestes Team in die Geschichte eingehen, New Jersey ist erleichtert.

Dass es ausgerechnet gegen die Spurs mit dem zehnten Sieg klappen würde, hätte auch keiner gedacht, nachdem San Antonio am Sonntag noch so beeindruckend in Boston gewonnen hatte. Aber dann fiel der zuletzt so groß aufspielende Manu Ginobili wegen einer Rückenverspannung aus...

Die Nets nutzten ihre Chance und entschieden die Partie mit einem starken Schlussviertel (28:18). Die Spurs verloren, weil sie ohne Parker und Ginobili niemanden hatten, der wirklich scoren konnte. George Hill war mit 19 Zählern noch der beste Werfer. Weil sie nicht mal ihre Freiwürfe (11/20) trafen. Und weil sie auch noch die Bälle wegschmissen (16 Turnover, Nets nur 4).

Passenderweise waren es bei New Jersey Brook Lopez (22 Punkte, 12 Rebounds), Devin Harris (17 Punkte, 9 Assists) und Courtney Lee (19 Punkte) die drei Spieler, die für eine bessere Zukunft stehen, die auch gegen San Antonio glänzten.

New Orleans Hornets (35-40) - Los Angeles Lakers (54-20) 108:100

Frust bei den Lakers. Unter den Augen von Hollywood-Star Bruce Willis enttäuschte L.A. auf ganzer Linie und hatte praktisch nie eine Chance. Da nützten auch die guten Stats von Kobe Bryant (31 Punkte) und Pau Gasol (26 Punkte, 22 Rebounds) nichts.

"Wir haben einfach nicht gut gespielt", sagte ein genervter Bryant, der sich weitere Kommentare verkniff, weil "es nicht gut für mich wäre". Schlechte Defense, schlechte Bank, schlechtes Outside-Shooting - es ist offensichtlich, was bei den Lakers die Probleme waren.

Bei den Hornets sah man dagegen, was möglich gewesen wäre, wenn sich Chris Paul nicht verletzt hätte. Der Spielmacher kommt nach seinem Comeback immer besser in Schwung. Gegen die Lakers spielte er über 39 Minuten und lieferte 15 Punkte und 13 Assists. Topscorer war David West mit 20 Punkten.

Utah Jazz (49-26) - New York Knicks (26-47) 103:97

Arbeitssieg für die Jazz. Nach dem ersten Viertel (44:30) sah alles noch nach einem klaren Erfolg aus, aber dann fighteten die Knicks zurück. Vor dem Schlussviertel war die Partie ausgeglichen (87:87), dann ging bei beiden Teams offensiv gar nichts mehr, für Utah reichte es trotzdem.

Carlos Boozer (26 Punkte, 14 Rebounds) und Deron Williams (23 Punkte, 14 Assists) waren die herausragenden Akteure für die Jazz, bei New York trumpfte Al Harrington (26 Punkte, 17 Rebounds) groß auf.

Utah ist durch den Sieg und Denvers Niederlage in Dallas zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder alleiniger Spitzenreiter in der Northwest Division.

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