Donnerstag, 01.04.2010

NBA-Schlaglichter

Schlechte Stimmung bei den Lakers

Kobe Bryant und Co. kassieren in Atlanta eine recht deutliche Niederlage, Phoenix siegt und siegt, Cleveland hat große Mühe mit Milwaukee - und "Michael Jordan" erledigt die Celtics.

Die Lakers haben ihren Roadtrip mit einer negativen 2-3-Bilanz abgeschlossen
© Getty
Die Lakers haben ihren Roadtrip mit einer negativen 2-3-Bilanz abgeschlossen

Atlanta Hawks (48-26) - L.A. Lakers (54-21) 109:92

Die Lakers-Probleme gehen weiter. Nach der Pleite in New Orleans spielten Kobe Bryant (28 Punkte) und Co. auch in Atlanta vor allem defensiv sehr schwach und teilweise auch lustlos. Schon zur Pause hatte Atlanta (55:45) alles im Griff.

Dass Joe Johnson mit 25 Punkten und 8 Assists der überragende Mann auf dem Feld war, dürfte niemanden überraschen, aber die Leistung der Bankspieler der Hawks war dann doch überraschend stark. Von Jamal Crawford (14 Punkte) kann man Produktivität erwarten, aber neben ihm spielten auch Maurice Evans (18 Zähler) und Zaza Pachulia (10 Punkte, 10 Rebounds) eine sehr gute Rolle.

Die Lakers-Bank war dagegen wie fast immer in dieser Saison abgesehen von Jordan Farmar (16 Punkte) ein großer Schwachpunkt. Sasha Vujacic wurde von Coach Phil Jackson als einziger gesunder Spieler zum wiederholten Male nicht eingesetzt, nachdem er sich in der letzten Woche mit dem Trainerstab angelegt hatte. Vujacic selbst hat nach eigenen Angaben keine Ahnung, wovon sein Coach spricht... Na ja, die Stimmung könnte wohl besser sein.

New Jersey Nets (10-65) - Phoenix Suns (49-26) 105:116

So wirklich spricht niemand über sie, aber die Suns sind seit dem All-Star-Game (18-4) das beste Team der Liga. In New Jersey feierte Phoenix jetzt schon den neunten Sieg in Serie, Dallas und Utah sind weiter in Reichweite.

In der ersten Halbzeit hatten die Suns beim zweiten Spiel innerhalb von 24 Stunden noch etwas Probleme und wirkten müde, aber dann folgte ein überragendes drittes Viertel (38:23), in dem sich Phoenix absetzen konnte. Steve Nash lieferte in knapp 30 Minuten Spielzeit 24 Punkte, 14 Assists und 7 Rebounds.

Was Nash in dieser Saison spielt, ist mal wieder eindeutig MVP-würdig. Unterstützung kam in erster Linie von Jason Richardson (23 Punkte) und Amare Stoudemire (15 Zähler). Nets-Topscorer war Terrence Williams mit 21 Punkten (dazu 9 Assists).

Cleveland Cavaliers (59-16) - Milwaukee Bucks (41-33) 101:98

"Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, wir haben es ihnen geschenkt." An der Aussage von Bucks-Coach Scott Skiles sieht man mal, wie weit Milwaukee in den letzten Wochen gekommen ist. Die Bucks sind so gut, dass es ihnen bei weitem nicht mehr reicht, in Cleveland gut mitzuhalten. Warum auch?

Milwaukee war drauf und dran, die Cavs zu schlagen. Angeführt von John Salmons (28 Punkte, 7 Assists) und Andrew Bogut (19 Punkte, 12 Rebounds) hielten die Bucks nicht nur mit, sie führten kurz vor dem Ende sogar mit 95:93. Dass es nicht ganz zum Sieg reichte, hatte viel mit einem gewissen LeBron James (23 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists) zu tun, der sein Team mit einem entscheidenden Layup auf die Siegerstraße brachte.

Ein weiterer Grund für den Sieg der Cavs, die Anderson Varejao (Oberschenkelverletzung) und seine Energie an allen Ecken und Enden vermissten, war die unglaubliche Diskrepanz bei den Freiwürfen. Milwaukee stand neun Mal an der Linie (8/9), Cleveland 45 Mal (29/45)!

Boston Celtics (47-27) - Oklahoma City Thunder (46-28) 104:109

Innerhalb von sechs Tagen haben die Thunder die beiden letzten Champions geschlagen. Erst die Lakers, und jetzt die Celtics. Hauptgrund für den Erfolg war natürlich Kevin Durant, der den Celtics 37 Punkte einschenkte und vor allem von der Freiwuflinie glänzte (15/15).

"Ich habe gedacht, wir spielen gegen Michael Jordan, so wie er die Pfiffe bekommen hat. Er hat verdammt nochmal fast genau so viele Freiwürfe bekommen wie unser gesamtes Team", beklagte sich Kevin Garnett, der wie Rasheed Wallace 18 Zähler für Boston erzielte.

Neben des Vorteils von der Linie (34:17) verdienten sich die Thunder den Sieg durch starke Leistungen von Russell Westbrook (21 Punkte, 10 Assists) und von ihren Bankspielern. Über James Harden, Eric Maynor, oder Serge Ibaka spricht kaum einer, aber auch diese Jungs haben einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass Oklahoma City jetzt schon doppelt so viele Siege auf dem Konto hat wie in der letzten Saison.

Utah Jazz (50-26) - Golden State Warriors (21-53) 128:104

Die Jazz bleiben an den Mavs dran und hatten dabei gegen die Warriors jede Menge Spaß. Alleine in der ersten Hälfte erzielte Utah gegen die Defenseverweigerer aus Golden State 76 Punkte.

Carlos Boozer verbuchte 25 Punkte und 13 Rebounds, Deron Williams hielt sich, was das Scoring angeht, mal zurück (8 Punkte), verteilte aber dafür 19 Assists. 46 Field Goals, 37 Assists - es war mal wieder perfekter Team-Basketball a la Utah.

Corey Maggette erzielte 22 Punkte für die Warriors, die aus der Distanz (4/26 Dreier) einen rabenschwarzen Tag erlebten.

Die weiteren Spiele aus der Nacht:

Toronto Raptors (37-37) - Los Angeles Clippers (27-48) 114:92

Topscorer: Chris Bosh (34), Andrea Bargnani (21) - Chris Kaman (22), Rasual Butler, Drew Gooden (beide 17)

Toprebounder: Chris Bosh (11), Andrea Bargnani (8) - Chris Kaman (13), Drew Gooden (10)

Charlotte Bobcats (39-35) - Philadelphia 76ers (26-49) 103:84

Topscorer: Gerald Wallace (24), Stephen Jackson (16) - Andre Iguodala (14), Jason Kapono, Marreese Speights (beide 13)

Toprebounder: Gerald Wallace (12), Boris Diaw (7) - Samuel Dalembert (9), Andre Iguodala (6)

Detroit Pistons (23-51) - Miami Heat (41-34) 81:98

Topscorer: Rodney Stuckey (18), Tayshaun Prince (17) - Michael Beasley (28), Dorrell Wright (17)

Toprebounder: Tayshaun Prince, Jonas Jerebko, Ben Wallace (alle 6) - Udonis Haslem (10), Michael Beasley (9)

New Orleans Hornets (35-41) - Washington Wizards (22-52) 91:96

Topscorer: David West (18), Marcus Thornton (15) - Mike Miller (27), Andray Blatche (23)

Toprebounder: Aaron Gray (7), Emeka Okafor, Marcus Thornton (beide 6) - Mike Miller (7), JaVale McGee (6)

Minnesota Timberwolves (15-60) - Sacramento Kings (24-52) 108:99

Topscorer: Al Jefferson, Corey Brewer (beide 19) - Carl Landry (22), Donte Greene (21)

Toprebounder: Al Jefferson (12), Kevin Love (11) - Carl Landry, Jason Thompson, Tyreke Evans (alle 7)

Portland Trail Blazers (46-29) - New York Knicks (26-48) 118:90

Topscorer: LaMarcus Aldridge (21), Nicolas Batum (20) - David Lee (20), Bill Walker (18)

Toprebounder: Marcus Camby (10), Dante Cunningham (7) - David Lee (10), Bill Walker, Danilo Gallinari (beide 6)

San Antonio Spurs (45-29) - Houston Rockets (37-37) 119:102

Topscorer: George Hill (30), Richard Jefferson (19) - Aaron Brooks (21), Luis Scola, Kyle Lowry (beide 17)

Toprebounder: Tim Duncan (10), DeJuan Blair (9) - Jermaine Taylor (10), Luis Scola, Kyle Lowry (beide 7)

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