Samstag, 27.02.2010

Celtics verlieren Heimspiel gegen Nets

Peinlich, peinlich, peinlich!

Mit einer 96:104-Schmach gegen die New Jersey Nets haben sich die Boston Celtics bis auf die Knochen blamiert. Gegen das schlechteste Team der Liga hatte das Topteam kaum eine Chance. Deron Williams führte Utah zu einem beeindruckenden Sieg gegen die Rockets und Portland gewann wieder einmal gegen Minnesota.

Auch der robuste Kendrick Perkins (l.) konnte Nets-Center Brook Lopez nicht stoppen
© Getty
Auch der robuste Kendrick Perkins (l.) konnte Nets-Center Brook Lopez nicht stoppen

Boston Celtics (36-21) - New Jersey Nets (6-52) 96:104

Die New Jersey Nets haben die Boston Celtics geschlagen. Ja, Sie haben sich nicht verlesen! Das schlechteste Team der Liga gewinnt mit 104:96 äußerst souverän gegen den Meisterschaftskandidaten.

Und als wäre das nicht schon unglaublich genug, haben die Nets diese Heldentat auch noch auswärts vollbracht. Im TD Garden, einer ehemals uneinnehmbaren Festung.

Von Beginn an gaben die Gäste den Ton an und hatten in Brook Lopez (25 Punkte), Devin Harris (23) und Courtney Lee (21) ihre besten Spieler. Überraschend positiv fielen vor allem die gute Dreierquote (6 von 13) und die Tatsache, dass sich New Jersey 41 Freiwürfe erarbeitete, auf.

Bei den Celtics lieferten Rajon Rondo (13 Punkte, 17 Assists) und Kevin Garnett (26) ordentliche Zahlen ab, aber die schwache Dreierquote (3 von 19) und 18 Ballverluste machten Boston einen Strich durch die Rechnung.

Neuzugang Robinson erneut schwach

Auffällig war, dass die Starting Five stets mit den Nets mithielt, die schwache Bank aber nicht standhalten konnte. Neuzugang Nate Robinson etwa, der immerhin 23 Minuten bekam, machte wie in seinen bisherigen beiden Spielen wieder keine gute Figur. Mit einem Rating von -19 war er der schwächste aller Akteure.

Während die Celtics sehnlichst auf die Genesung von Paul Pierce warten, können die Nets feiern: Für sie war es immerhin der zweite Sieg seit dem All-Star-Break, und noch dazu gegen ein Topteam. Zuvor gab es einen Erfolg gegen die Bobcats.

Man kann nur hoffen, dass dieser Erfolg dem jungen Team so viel Selbstvertrauen gibt, dass es in den verbleibenden 24 Saisonspielen noch wenigstens vier weitere Siege einfährt. Denn nur dann würde New Jersey der Schmach entgehen, als schlechtestes Team aller Zeiten in die NBA-Geschichte einzugehen.

Utah Jazz (38-21) - Houston Rockets (29-29) 133:110

Deron Williams ärgert man besser nicht. Das bekamen die Rockets eindrucksvoll zu spüren. Williams: "Ich war richtig heiß. So wie ich zuletzt gespielt habe, konnte es nicht weitergehen. Deshalb wollte ich von Anfang an Gas geben." Und wie ihm das gelang. Williams erzielte 20 seiner 35 Punkte im ersten Viertel und revanchierte sich so für die schlechte Leistung des ganzen Teams Tags zuvor in Sacramento. Dazu streute der Point Guard 13 Assists und sieben Rebounds ein und führte die Jazz so zu einem Punktesaisonrekord. Carlos Boozer, Paul Millsap und Wes Matthews trugen 18 Punkte zum Sieg bei und Utah stellte mit 14 Dreiern noch eine Saisonbestleistung auf.

Bei den Rockets spielte Kevin Martin (32 Punkte, 3 Assists, 3 Rebounds) groß auf - und bewies hellseherische Fähigkeiten. "Du fühlst dich heute gut, stimmt's?", fragte er Williams bereits nach wenigen Minuten. Er sollte recht behalten.

Minnesota Timberwolves (14-47) - Portland Trail Blazers (35-27) 91:110

Das Wort Lieblingsgegner beschreibt es wohl am besten. Wenn die Blazers auf die Wolves treffen, gewinnen die Blazers. Zwölfmal in den vergangenen zwölf Spielen. Diesmal konnten sich die verletzungsgeplagten Blazers auf Nicolas Batum verlassen. Der Franzose stellte mit 31 Punkten einen Karrierebestwert auf, dazu kamen je sieben Assists und Rebounds.

"Im dritten Viertel habe ich jeden Ball, den ich bekommen habe, geworfen. Und er ging einfach rein, das hat sich gut angefühlt", erzählte Batum nach der Partie. Ganz stark präsentierte sich zudem erneut die Portland-Defense. Im zweiten Viertel ließ sie nur zehn Punkte zu. Al Jefferson verzeichnete mit 19 Punkten und 11 Rebounds das 28. Double-Double der Saison.

Miami Heat (29-30) - Milwaukee Bucks (30-28) 71:94

Topscorer: Jermaine O'Neal (14), Michael Beasley, Dorell Wright (beide 10) - John Salmons (18), Jerry Stackhouse (16)

Toprebounder: Udonis Haslem (9), Michael Beasley (7) - Andrew Bogut (10), Carlos Delfino (8)

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