Dienstag, 09.02.2010

NBA-Schlaglichter

Pau Gasol und seine Armada

Los Angeles Lakers minus Kobe Bryant minus Andrew Bynum = schlechteres Team? Von wegen! Ein Paul Gasol in MVP-Form macht das Fehlen der zwei Stars vergessen. Mit 48 Punkten und viel Pathos schließt Orlandos Vince Carter das Kapitel "Januar".

Kobes Sidekick oder Go-to-Guy? Paul Gasol steht nicht umsonst im All-Star-Team 2010
© Getty
Kobes Sidekick oder Go-to-Guy? Paul Gasol steht nicht umsonst im All-Star-Team 2010

Los Angeles Lakers (40-13) - San Antonio Spurs (29-21) 101:89

Die mathematische Rechnung scheint so leicht wie einleuchtend:

Los Angeles Lakers minus Kobe Bryant minus Andrew Bynum = schlechteres Team.

Nur: Bei der so logisch erscheinenden Gleichung passt etwas nicht. Denn obwohl die Lakers auf zwei ihrer besten Spieler verzichten mussten, Bryant wegen seines Knöchels und Bynum wegen seiner Hüfte, besiegten sie souverän den ewigen West-Rivalen San Antonio.

Pau Gasol sprang eben mal in die Bresche und schenkte den Spurs ein ordentliches Double-Double ein: 21 Punkte, 19 Rebounds, zudem 8 Assists und 5 Blocks. Statistiken eines MVP.

Unterstützt wurde der Spanier von einer Armada an Rollenspielern: Ron Artest (18 Punkte), Lamar Odom (16), Jordan Farmar und Derek Fisher (beide 13).

Für die Texaner erzielten die Big Three die meisten Zähler, doch Manu Ginobili (21), Tony Parker (20) sowie Tim Duncan (16) waren schlicht nicht genug. Duncan tat immerhin etwas für seine Statistik und griff sich 15 Rebounds ab und blockte viermal.

"Es ist beruhigend für den Rest des Teams zu sehen, dass die wenig eingesetzten Spieler auch etwas reißen können. Es hat Spaß gemacht", sagte Gasol, nachdem die Lakers zuletzt ohne Bryant bereits die fünf Jahre währende Niederlagenserie in Portland beendet hatten.

Orlando Magic (35-17) - New Orleans Hornets (27-25) 123:117

Frauen haben die Tage, Vince Carter hatte den Januar. Als ob er Migräne oder andere Beschwerden gehabt hätte, war der vergangene Monat einer der miesesten in Carters Karriere. In 10 von 14 Spielen erzielte er 9 Punkte oder weniger, seine Wurfquote während der 31 Tage waren unterirdische 29 Prozent. Zwischenzeitlich wurde er sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Doch seit er den Kalender um ein Blatt weiterblättern konnte, läuft es seltsamerweise wieder. Nach Spielen mit 17, 21 und 20 Punkten explodierte er gegen New Orleans und machte einfach mal 48 Punkte bei einer fantastischen Wurfquote (19 von 27). 6 von 10 Dreipunkt-Würfen gingen ins Netz.

Die 48 Zähler sind nur 3 Punkte weniger als seine Karriere-Bestmarke und verdeutlichen, dass Carter gegen die Hornets das bisher beste Spiel im Magic-Trikot gelungen ist. "Es ist ein neuer Monat und ein neuer Monat bringt neue Dinge. Die Vergangenheit ist die Vergangenheit", sagte der 33-Jährige mit viel Pathos. Dwight Howard stand ihm mit 25 Zählern sowie 12 Rebounds und 5 Blocks bei.

"Vince war unglaublich und traf richtig schwere Würfe, obwohl er von zwei oder drei Gegenspielern verteidigt wurde", lobte New Orleans' Peja Stojakvoic. Dabei erwischte der Serbe auch ein gutes Spiel. Aber eben nur ein gutes, und kein überragendes.

Stojakovic war mit 29 Punkten der Topscorer der Hornets, die auf das Starting-Backcourt aus Chris Paul und Marcus Thornton verzichten mussten. Hnter Stojakovic folgten David West und Darren Collison (beide 27).

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