Donnerstag, 11.02.2010

NBA-Schlaglichter

Das Elend hat ein Zuhause

Schlimmer hätten sich die New Jersey Nets nicht in den Allstar-Break verabschieden können. Ein Schneesturm sorgte für eine Geisterkulisse und die Mannschaft spielte auch noch unterirdisch. Die Los Angeles Lakers gewinnen auch ohne Kobe Bryant und die Golden State Warriors haben einen neuen Chris Webber.

Die New Jersey Nets boten ihren wenigen Fans ein echtes Trauerspiel
© Getty
Die New Jersey Nets boten ihren wenigen Fans ein echtes Trauerspiel

New Jersey Nets (4-48) - Milwaukee Bucks (24-27) 77:97

1016 Zuschauer - keiner mehr, keiner weniger. So viele Eisenharte fanden trotz Schneesturms über New Jersey den Weg ins IZOD Center. Und das nur, um mit anzusehen, wie sich die Nets wieder einmal abschlachten ließen und den Negativrekord von nur 4 Siegen in 52 Spielen bis zum Allstar-Break einstellten.

"Die Fans konnten nicht zu uns heraus kommen, da war es schwer für uns, die Energie auf dem Feld zu kreieren, die wir in unserer Situation brauchen", sagte Forward Jarvis Hayes.

Von Energie war bei den Nets nun wirklich überhaupt nichts zu spüren. Besonders in der zweiten Halbzeit ging das schlechteste Team der Liga unter. "Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber das war das erste Mal seit acht oder neun Spielen, dass wir in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr mitgespielt haben", stellte Interims-Coach Kiki Vandeweghe ernüchtert fest.

Bester Scorer der Nets war Devin Harris mit 27 Punkten und 9 Assists. Für die Bucks kam Andrew Bogut auf 22 Punkte und 9 Rebounds.

Utah Jazz (32-19) - Los Angeles Lakers (41-13) 81:96

Glücklich ist derjenige, der es sich leisten kann, auf einen Superstar wie Kobe Bryant zu verzichten und trotzdem zu gewinnen. Seit drei Spielen fehlt Bryant nun verletzt, und die Lakers stehen ohne ihn bei einer Bilanz von 3-0.

Der Sieg bei den Jazz war besonders beeindruckend. Immerhin war Utah bis zu diesem Spiel neun Partien lang ungeschlagen. Zu Hause waren es sogar zehn. Alles kein Problem für die Lakers, das beste Team der Western Conference.

"Dieses Team ist einfach gut, egal wer spielt und wer nicht", sagte Lamar Odom (25 Punkte, 11 Rebounds). Er und Pau Gasol (22 Punkte, 19 Rebounds) führten die Lakers zum wichtigen Sieg vor dem Allstar-Break.

Atlanta Hawks (33-18) - Miami Heat (26-27) 76:94

Ausgerechnet bei den heimstarken Hawks haben die Heat gerade noch einmal die Kurve gekriegt. Durch einen starken Endspurt im letzten Viertel näherte sich Miami pünktlich zur Allstar-Pause der 50-Prozent-Marke an und stellte damit die Weichen für eine mögliche Wende in der Regular Season.

"Das war ein gewaltiger Sieg für uns", jubelte Udonis Haslem (14 Punkte). "Mit so einem Sieg in die Pause zu gehen, nimmt einige Last von unseren Schultern." Coach Erik Spoelstra sagte angesichts des zweiten Sieges hintereinander: "Das ist eine Chance für uns, innerhalb von 48 Stunden das Momentum völlig zu drehen."

Dwyane Wade steuerte 18 Punkte und 11 Assists zum Sieg der Heat bei. Bei den stark ersatzgeschwächten Hawks war Josh Smith mit 18 Punkten und 8 Rebounds Topscorer.

Golden State Warriors (14-37) - Los Angeles Clippers (21-31) 132:102

Viel Spaß beim Rookie-Game kann man Stephen Curry nur wünschen. Genügend Aufmerksamkeit wird er nach seiner Leistung gegen die Clippers auf jeden Fall bekommen. Mit 36 Punkten, 13 Assists und 10 Rebounds war er der erste Warriors-Rookie mit einem Triple-Double seit Chris Webber in der Saison 1993/94.

Bemerkenswert: Direkt vor dem Spiel hatte Curry noch am Mikrofon gestanden und den Fans für die Unterstützung in der schwierigen ersten Saisonhälfte gedankt. Später legte er auf dem Feld nach. "Das hat eine Menge Spaß gemacht!", sagte er danach.

Für die Clippers setzte es dagegen eine herbe Klatsche. Daran konnten auch 13 Punkte des eher schwachen Cris Kaman nichts ändern.

Phoenix Suns (31-22) - Portland Trail Blazers (31-24) 101:108

Eine unerwartete Pleite für die Suns. Eigentlich sprach alles für einen Heimsieg. Die hervorragende Bilanz im US Airways Center, eine Serie von fünf Siegen in Folge, die Tatsache, dass das Team fünf Tage Pause hatte, während Portland zwei Spiele hintereinander hatte. Aber Fakten allein gewinnen eben keine Spiele.

So agierten die Blazers fast die ganze Partie über dominant und ließen nie einen Zweifel an ihrem Triumph. Steve Blake war mit 20 Punkten und 12 Assists Topscorer.

Für die Suns machte Amare Stoudemire 24 Punkte und 9 Rebounds. Der Kanadier Steve Nash, der am Donnerstag in Vancouver die olympische Fackel tragen wird, kam auf 15 Punkte und 11 Assists.

Die weiteren Spiele der Nacht:

New Orleans Hornets (28-25) - Boston Celtics (32-18) 93:85

Topscorer: Collison (25), Stojakovic (20) - Pierce (15), Daniels (14)

Toprebounder: Peterson (10), Okafor (9) - Garnett, Perkins (beide 7)

Toronto Raptors (29-23) - Philadelphia 76ers (20-32) 104:93

Topscorer: Bosh (23), Bargnani (16) - Williams (26), Young (15)

Toprebounder: Bosh (12), Bargnani, DeRozan (beide 7) - Igoudala (8), Dalembert (7)

Chicago Bulls (25-26) - Orlando Magic (36-17) 87:107

Topscorer: Deng (23), Thomas (16) - Howard (18), Carter (15)

Toprebounder: Deng (7), Gibson, Pargo, Thomas (alle 6) - Howard (14), Gortat (12)

Detroit Pistons (18-33) - Sacramento Kings (18-34) 97:103

Topscorer: Prince (23), Stuckey (17) - Martin (26), Udrih (22)

Toprebounder: Wallace (13), Jerebko (7) - Hawes (11), Thompson (9)

Minnesota Timberwolves (13-40) - Charlotte Bobcats (26-25) 92:93

Topscorer: Jefferson (19), Gomes (15) - Jackson (33), Mohammed (21)

Toprebounder: Jefferson (10), Love (7) - Mohammed (20), Wallace (9)

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