Dienstag, 05.01.2010

NBA-Schlaglichter

Kaman: "Wenn Dirk spielt, spiele ich auch"

Ein überragender Chris Kaman führt die Clippers zum Sieg gegen Portland und denkt schon an die WM. Bei Atlanta und Utah läuft überhaupt nichts zusammen - und in Chicago kann Vinny Del Negro seinen Comeback Coach of the Year Award wieder vergessen.

Chris Kaman war beim Clippers-Sieg gegen Portland unter dem Korb eine Macht
© Getty
Chris Kaman war beim Clippers-Sieg gegen Portland unter dem Korb eine Macht

Miami Heat (17-15) - Atlanta Hawks (21-12) 92:75

Was ist bloß mit den Atlanta Hawks los? In Miami kassierten Joe Johnson und Co. schon die vierte Niederlage in Serie. Und vor allem die Art und Weise war erschreckend.

"Wie wir heute gespielt haben, ist völlig inakzeptabel", war Hawks-Coach Mike Woodson bedient. Schon nach dem ersten Viertel (30:14 Heat) war das Spiel im Prinzip gelaufen. Einzig Jamal Crawford (23 Punkte) stemmte sich bei den Hawks ansatzweise gegen die Niederlage, ansonsten war es eine ganz schwache Vorstellung.

Die Heat beendeten ihrerseits eine Negativserie von drei Niederlagen in Folge. Bester Mann: Natürlich wie fast immer Dwyane Wade (28 Punkte). Aber auch Michael Beasley (22 Zähler) lieferte eine gute Vorstellung ab.

Chicago Bulls (14-18) - Oklahoma City Thunder (19-15) 85:98

Die Bulls soll einer verstehen. Als sie es vor Weihnachten schafften, nach einer 35-Punkte-Führung zuhause noch gegen die Sacramento Kings zu verlieren, war Coach Vinny Del Negro schon so gut wie gefeuert.

Als sie aber jetzt plötzlich vier Spiele in Folge gewannen, wollte man Del Negro schon den imaginären Comeback Coach of the Year Award überreichen. Jetzt scheint es wieder in die andere Richtung zu gehen. Zur Halbzeit führte Chicago gegen die Thunder mit 52:47, danach ging nichts mehr.

Oklahoma City entschied das Spiel mit einem 27:6-Run. Bemerkenswert: Kevin Durant (25 Punkte) war ausnahmsweise nicht der Topscorer der Thunder. Diese Ehre gebührte Russell Westbrook (29 Zähler).

Utah Jazz (18-16) - New Orleans Hornets (16-16) 87:91

In Utah sollte man sich langsam Gedanken machen. Wenn das Team von Jerry Sloan so weitermacht, wird es die Playoffs verpassen. Vor allem ist es bedenklich, dass die EnergySolutions Arena keine richtige Festung mehr ist.

Nach der Pleite gegen die Denver Nuggets, die ohne Anthony und Billups antreten mussten, gab es jetzt gegen die New Orleans Hornets die nächste bittere Heimpleite. Angeführt von einem überragenden Devin Brown (30 Punkte) legten die Hornets im dritten Viertel (25:11) den Grundstein für den Erfolg.

In der Schlussphase war es dann Chris Paul (12 Punkte, 9 Assists), der mit einem Steal und einem anschließenden Layup für die Entscheidung sorgte. Für New Orleans war es erst der dritte Auswärtssieg in der ganzen Saison. Carlos Boozer war mit 18 Punkten bester Werfer bei den Jazz. Deron Williams kam auf 17 Punkte und 11 Assists.

Los Angeles Clippers (15-18) - Portland Trail Blazers (22-14) 105:95

Nächstes Spiel der Clippers, nächste starke Leistung von Chris Kaman. Der Center lieferte beim Sieg gegen Portland 20 Punkte (9/13), 8 Rebounds und 4 Assists.

Ein Kaman in dieser Form wäre für Deutschland bei der WM in der Türkei Gold wert. "Wenn Dirk spielt, spiele ich auch", stellte Kaman in einem Interview mit "FanHouse" klar. "Ich will spielen, aber ich will auch gewinnen, und die Chancen sind da natürlich viel größer, wenn er dabei ist."

Portland konnte dem riesigen Verletzungspech für einmal nicht trotzen. Da halfen auch ganz starke Leistungen von Martell Webster (25 Punkte) und Andre Miller (22 Punkte, 16 Assists) nichts. Uncharakteristisch schwach: Brandon Roy (6 Punkte, 3/12 aus dem Feld).

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