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Teil 5: Die besten Power Forwards

Von SPOX
Dienstag, 29.12.2009 | 10:24 Uhr
Charles Barkley, Karl Malone und Dirk Nowitzki: Steht der Deutsche auf einer Stufe mit den Besten?
© Getty
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Athletics @ Orioles
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Red Sox @ Indians
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Marlins @ Phillies
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Blue Jays @ Rays
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Twins @ White Sox
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Marlins @ Phillies
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Blue Jays @ Rays
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Cubs @ Reds
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Braves @ Cubs

Die NBA hat in ihrer über 60-jährigen Geschichte zahlreiche Stars hervorgebracht. Die Diskussion, wer denn die besten Spieler aller Zeiten seien, sollte 1997 zumindest vorübergehend geklärt werden, als die Liga die 50 besten Spieler aller Zeiten bekannt gab. Seitdem sind einige Jahre vergangen, neue Spieler sind dazu gekommen, die Leistungen anderer verblassten.

Jetzt habt Ihr die Chance, erneut eine All-Time-Auswahl zu bestimmen. Für alle fünf Positionen sind eure Stimmen gefragt.

Wählt jeweils drei Spieler aus der Kandidatenliste aus, am Ende schaffen es die zwei beliebtesten Point Guards, Shooting Guards, Small Forwards, Power Forwards und Center ins Team, dazu positionsübergreifend die beiden besten Drittplatzierten.

Danach lösen wir auf, wer es in das Team geschafft hat. Und hier sind die zehn Power Forwards, die zur Auswahl stehen:

Charles Barkley (76ers, Suns, Rockets): Ohne Frage auch heute noch eine der schillerndsten Figuren der NBA-Welt. Mit seiner extrovertierten Art und der Angewohnheit, alles was ihm in den Kopf kommt gleich auszusprechen, hat sich "Sir Charles" zwar nicht nur Freunde gemacht. Aber was das 1,98m kleine Kraftpaket auf dem Parkett geleistet hat, muss man einfach uneingeschränkt bewundern.

Dazu muss man sich nur mal in Erinnerung rufen, wie er mit seiner kompakten Statur, die ihm auch den Spitznamen "Round Mound of Rebound" einbrachte, teilweise sehr viel größere Gegner dominierte und an die Wand spielte. Elf All-Star-Nominierungen, eine MVP-Ehrung und zwei Olympische Goldmedaillen mit den USA stehen in Barkleys Lebenslauf, ein NBA-Titel blieb ihm allerdings verwehrt. Aber damit befindet er sich unter den besten Power Forwards in allerbester Gesellschaft.

Dave DeBusschere (Pistons, Knicks): Zugegeben, der Name ist nicht gerade sexy. Auch seine Spielweise war nicht die ästhetischste. Dafür spielte DeBusschere knüppelharte Defense (sechsmal Defensive First Team) und insgesamt sehr erfolgreich (acht All-Star-Berufungen, NBA-Champion mit den Knicks 1970 und 1973).

Mit nur 24 Jahren wurde er zuvor Spielertrainer in Detroit und damit der jüngste Coach der Ligageschichte. Die Nummer 22 des gebürtigen Detroiters wurden von den Knicks retired, 2003 starb DeBusschere an einem Herzinfarkt. Was seine Geschichte allerdings so ungewöhnlich macht, ist die Tatsache, dass DeBusschere in seiner Rookie-Saison 1962 auch von den Chicago White Sox als Pitcher gedraftet wurde.

Zwar konzentrierte er sich schnell voll auf Basketball, aber in seiner ersten von zwei Saisons gelang ihm immerhin ein Shutout gegen die Cleveland Indians. DeBusschere ist damit einer von nur elf Spielern, denen jemals der Spagat zwischen NBA und MLB gelang.

Kevin McHale (Celtics): Eigentlich schon pervers, was die Celtics in ihrer ruhmreichen Geschichte für Spieler hervorgebracht haben. McHale ist eine weitere Ikone der NBA, einer der besten Lowpost-Spieler seiner Zeit. Zu Beginn seiner Karriere kam er von der Bank und heimste zweimal den Sixth-Man-of-the-Year-Award ein (1984 und 1985).

Als er startete, bildete er mit Robert Parish eins der besten Big-Man-Duos aller Zeiten. Seine Lieblingsposition in Korbnähe nannte er liebevoll die "Torture Chamber" (Folterkammer), weil er dort die Gegner mit seinem enormen Arsenal an Moves quälen konnte. Vor dieser Saison verbrachte McHale übrigens einige Tage in Dallas, um sein Können an Dirk Nowitzki weiterzugeben.

Nate Thurmond (Warriors, Bulls, Cavaliers): Wenn "Nate the Great" den Platz betrat, schlotterten Bob Pettit, Kareem Abdul-Jabbar und Wilt Chamberlain die Knie. Thurmond war in den Sechzigern und Siebzigern einer der dominantesten Rebounder der NBA, wurde zum siebenmaligen All-Star und sammelte in zwei aufeinanderfolgenden Saisons jeweils über 21 Punkte und 22 Rebounds - im Schnitt.

Obwohl er mit Hall-of-Famer Rick Barry einen weiteren Superstar an seiner Seite hatte, gewann Thurmond nie einen Titel. 1974, in seinem Debüt für die Chicago Bulls, machte er sich dennoch unsterblich, als er gegen Atlanta 22 Punkte, 14 Rebounds, 13 Assists und 12 Blocks einstrich und damit als erster Spieler überhaupt einen Quadruple-Double verzeichnete. Nach seinem Karriereende 1977 zog Thurmond zurück nach San Francisco und eröffnete "Big Nate's BBQ", ein noch heute gut gehendes Barbecue-Restaurant.

Dirk Nowitzki (Mavericks): Nowitzki ist nicht nur ohne Zweifel der beste Europäer, der sich jemals in der NBA durchgesetzt hat, sondern wird selbst von den Amerikaner als bester "Shooting-Big-Man" aller Zeiten geehrt. Damit löste er immerhin den großen Robert Parish ab, der diesen Titel lange Zeit für sich beanspruchen durfte.

Er wurde acht Mal ins All-Star-Team gewählt, viermal ins NBA First Team und gewann 2006 trotz seiner Größe von 2,13m den Three-Point-Contest am All-Star-Wochenende. Im selben Jahr zog er mit seinen Mavericks, bei denen er so ziemlich alle Vereinsrekorde hält, in die Finals ein, verlor aber trotz einer 2:0-Führung in sechs Spielen gegen die Miami Heat.

Das Jahr darauf wurde noch bitterer, weil Nowitzki Dallas zur besten Bilanz der Liga führte und als Regular-Season-MVP ausgezeichnet wurde, in den Playoffs aber in Runde eins kläglich an den Warriors scheiterte. Seine Nationalmannschaft führte "The German Wunderkind" zu WM-Silber 2002 und EM-Bronze 2005. Unfassbar, dass sich die Milwaukee Bucks, die Nowitzki ursprünglich drafteten, bei einem Trade mit Robert "Tractor" Traylor abspeisen ließen.

Shawn Kemp (Supersonics, Cavaliers, Trail Blazers, Magic): Der "Reignman" war 1989 nach gut 20 Jahren der erste Spieler, der den direkten Sprung von der High School in die NBA wagte - mit großem Erfolg. Von Beginn seiner Karriere war er als einer der besten Dunker und Highflyer der Liga bekannt, zudem konnte Kemp seine Statistiken jedes Jahr verbessern, bis er 1996 den Höhepunkt seiner Karriere erlebte: Mit seinen Supersonics gewann er - im gleichen Jahr, in dem Chicago 72 Siege verbuchte - 64 Spiele und zog in die Finals ein, wo Seattle den hoch favorisierten Bulls einen großen Kampf lieferte und immerhin zwei Spiele gewann.

Zuvor hatte er 1994 mit den USA die WM in Kanada gewonnen. Nach einem Gehaltstreit mit seinem Klub wurde Kemp nach Cleveland getradet - eine Geschichte, die ihn offensichtlich völlig aus der Bahn warf. Zwar verbuchte Kemp für die Cavs mit 20,5 Punkten einen Karrierebestwert, hatte aber seitdem mit seinem Gewicht zu kämpfen und Alkohol- sowie Drogenprobleme.

Von da an ging es mit der Laufbahn eines der elektrisierendsten Spieler aller Zeiten steil bergab. Kemp beendete 2004 seine Karriere, mehrere Comebackversuche scheiterten, ohne dass er auch nur ein weiteres Spiel absolviert hatte.

Tim Duncan (Spurs): "Mr. Fundamental" - Fans von Fastbreaks und Highflying-Dunks hassen ihn, Experten und Coaches lieben ihn. Weil er alles kann. 11 All-Star-Games, 12 All-NBA-Teams, 12 All-Defensive-Teams, dazu vier Meisterschaften, Rookie des Jahres 1998, All-Star-Game-MVP 2000, zweimal Season-MVP, dreimal Finals-MVP - viel mehr kann man eigentlich nicht gewinnen.

Dank Duncan waren die Spurs neben den Lakers das dominanteste Team der letzten Dekade. Interessant: Hätte ein Hurrikan nicht die Schwimmhalle zerstört, in der er als Neuntklässler trainierte, Duncan wäre vielleicht niemals beim Basketball gelandet. Umso erstaunlicher, wie gut er sich die Grundfähigkeiten auch noch im Teenageralter aneignete und sie letztendlich besser beherrscht, als jeder andere Spieler seiner Zeit.

Weniger erfolgreich verlief leider seine Zeit als Nationalspieler: 2004 nahm er mit den USA an den Olympischen Spielen teil und gewann "nur" Bronze. Duncan - der ultimative Teamspieler - war sehr unzufrieden mit der Stimmung in der Mannschaft und erklärte nach den Spielen vielsagend: "Zu 95 Prozent war es das mit meiner internationalen Karriere. Ich möchte mich über die Geschehnisse bei diesem Turnier nicht äußern."

Kevin Garnett (Timberwolves, Celtics): Als Garnett von der Highschool zu den Minnesota Timberwolves kam, galt der lange Lulatsch als Talent mit Star-Potenzial. Was er daraus machte, übertraf wohl selbst die kühnsten Erwartungen aller Experten. Bei Garnett stimmte von Beginn an die Einstellung, er ist seit seinem Rookie-Jahr einer der härtesten Arbeiter und versucht ständig, alle Facetten seines Spiels zu verbessern. Das hebt ihn von Spielern wie Shawn Kemp ab und hat ihn zu einem zwölfmaligen All-Star, neunmaligen All-NBA-Teamer und zehnmaligen All-Defensive-Teamer gemacht.

Mit der Hilfe seines Mentors Kevin McHale eignete er sich ein starkes Lowpost-Spiel an und verbesserte stetig seinen Mitteldistanzwurf, ganz nebenbei wurde er zu einem der dominantesten Verteidiger der NBA. Seine Gegner fürchten ihn wegen der unvergleichlichen Intensität, mit der "The Big Ticket" in jedes noch so unbedeutende Spiel geht. Nach vielen erfolgreichen Jahren in Minnesota wagte er in Boston einen Neuanfang, gewann gleich seinen lang ersehnten ersten NBA-Titel - und stürzte gleichzeitig die Timberwolves in die Bedeutungslosigkeit. Privat gilt Garnett übrigens als großer Fußball-Fan, unter anderem unterstützt er den FC Chelsea.

Billy Cunningham (76ers): Klar, "the Kangaroo Kid" gewann als Coach von Moses Malone, Julius Erving und Co. den NBA-Titel 1976 mit den 76ers, kein Coach erreichte schneller den 200., 300. und 400. Sieg, dabei vergessen aber viele, dass Cunningham auch eine äußerst erfolgreiche Spielerkarriere auf das Parkett zauberte.

In seiner ersten Saison 1965 wurde er als Philadelphias sechster Mann ins All-Rookie-Team gewählt, anschließend war er viermaliger All-Star, gewann seine einzige Meisterschaft 1967 und wurde von 1969 bis 1971 jeweils für das First Team nominiert, bevor er sein Glück in der ABA versuchte. Dort war er gleich im ersten Jahr der MVP der Liga.

1973 kehrte er in die NBA zurück, musste nach einer Verletzung aber nur zwei Jahre später seine Laufbahn beenden. Die 76ers zogen Cunninghams Trikotnummer 32 unter das Hallendach, doch er gestattete 1991 dennoch Charles Barkley, diese Nummer zu tragen - als Tribut an Magic Johnson, der soeben seine HIV-Erkrankung bekannt gegeben hatte.

Karl Malone (Jazz, Lakers): Gemeinsam mit John Stockton bildete der "Mailman" das vielleicht beste Pick-and-Roll-Duo aller Zeiten. Seine Freizeit verbringt Malone gerne mit dem Wiegen von Trucks, auf dem Court war er selbst wie einer. Wie Stockton war Malone kaum einmal verletzt und absolvierte 1476 Spiele.

In elf Saison hintereinander verbuchte er mehr als 2000 Punkte, das schaffte außer ihm niemand auch nur annähernd. Er gewann 1992 und 1996 Olympisches Gold, ein NBA-Titel blieb ihm jedoch verwehrt. Den gewann er nicht einmal, als er 2003 seine geliebten Jazz verließ und bei den Lakers anheuerte. Damals verlor er die Finals gegen die Pistons, nachdem er mit Utah bereits 1997 und 1998 an den Bulls gescheitert war.

In 19 Jahren versuchte und traf Malone mehr Freiwürfe als jeder andere Spieler vor oder nach ihm, zudem griff niemand mehr Defensiv-Rebounds ab. Außer ist er der älteste Spieler, dem ein Triple-Double gelang (2003, im Alter von 40 Jahren). Neben Stocktons Bronzestatue vor der Energy Solutions Arena steht seit 2006 auch eine vom Mailman.

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