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Voting: SPOX-User wählen das NBA-All-Time-Team

Teil 2: Die besten Center

Von SPOX
Samstag, 26.12.2009 | 09:22 Uhr
Jahrelang elektrisierte die Rivalität zwischen Bill Russell und Wilt Chamberlain die Fans der NBA
© Getty
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NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Warriors @ Grizzlies
NBA
Hawks @ Nets
NBA
Warriors @ Mavericks
NBA
Knicks @ Celtics
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NBA
Thunder @ Timberwolves
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Cavaliers @ Pelicans
NBA
Spurs @ Pacers
NBA
Spurs @ Celtics

Die NBA hat in ihrer über 60-jährigen Geschichte zahlreiche Stars hervorgebracht. Die Diskussion, wer denn die besten Spieler aller Zeiten seien, sollte 1997 zumindest vorübergehend geklärt werden, als die Liga die 50 besten Spieler aller Zeiten bekannt gab. Seitdem sind einige Jahre vergangen, neue Spieler sind dazu gekommen, die Leistungen anderer verblassten.

Jetzt habt Ihr die Chance, erneut eine All-Time-Auswahl zu bestimmen. In den nächsten fünf Tagen sind für alle fünf Positionen eure Stimmen gefragt. Wählt jeweils drei Spieler aus der Kandidatenliste aus, am Ende schaffen es die zwei beliebtesten Point Guards, Shooting Guards, Small Forwards, Power Forwards und Center ins Team, dazu positionsübergreifend die beiden besten Drittplatzierten.

Danach lösen wir auf, wer es in das Team geschafft hat. Und hier sind die zehn Center, die zur Auswahl stehen:

Kareem Abdul-Jabbar (Bucks, Lakers): Der persönliche Freund unserer mySPOX-Community hat in seiner Karriere mehr Punkte gesammelt als jeder andere NBA-Spieler (38.387). Er gewann sechs MVP-Auszeichnungen, sechs Meisterschaften und war - festhalten - 19 Mal All Star!

Schon in seiner Rookie-Saison, in der er noch als Lew Alcindor für die Bucks spielte, war das Potenzial des heute 62-Jährigen offensichtlich. Mit 28,8 Punkten gelang ihm der vierthöchste Schnitt aller Zeiten für einen Rookie. Zuvor war er am College zum besten Scorer in der Historie der UCLA Bruins aufgestiegen.

Die Welt verdankt Abdul-Jabbar den nicht zu blockenden Sky Hook, an dem die Gegner reihenweise verzweifelten.

Wenn man sich Abdul-Jabbars Leistungen anschaut, muss man sich auch immer vor Augen rufen, wie unglaublich zäh er war. Für seine einzigen ernsthaften Verletzungen (zwei Handbrüche) war er selbst verantwortlich: Einmal schlug er vor Wut mit der Faust gegen ein Polster an der Korbanlage, einmal Milwaukees Kent Benson ins Gesicht.

Willis Reed (Knicks): Dass die New York Knicks einst das beste Team der Liga waren, dürfte Fans des Teams wie eine Ewigkeit vorkommen. In den Siebzigern war Reed der Mann in der Mitte für das Team aus dem Big Apple, und das bei einer Körpergröße von nur 2,06 Metern.

Seine beste Saison spielte Reed 1970, als er im All-Star-Game, in der regulären Saison und in den Playoffs den MVP-Titel einheimste. In Spiel sieben der Finals lief er trotz eines Muskelrisses in der Hüfte auf, erzielte die ersten vier Punkte der Partie und inspirierte sein Team und vor allem Mitspieler Walt Frazier, der 36 Punkte verbuchte. Der Augenblick, als Reed zur völligen Verblüffung der Fans den Court betrat, gilt noch heute als größter Moment in der Geschichte des Madison Square Gardens.

Bill Walton (Trail Blazers, Clippers, Celtics): Was hätte nicht alles aus Bill Walton werden können, wäre er nicht so oft von Fußverletzungen geplagt gewesen! Obwohl, so schlecht lief es ja auch so nicht: zweimaliger NBA-Champion, MVP, Finals-MVP, Sixth Man of the Year.

Den letzten Award gewann er als Backup von Robert Parish und Kevin McHale, mit denen er wohl das beste Big-Man-Trio aller Zeiten bildete. Nachdem er seine Profikarriere aufgeben musste, machte er sich als Co-Kommentator einen Namen. Sein Sohn ist übrigens Luke Walton, aktuell als Small Forward bei den Los Angeles Lakers angestellt.

Bill Russell (Celtics): Andere Spieler haben vielleicht mehr gepunktet, aber Russell gilt als der ultimative Winnertyp. Sagenhafte elf Meisterschaften (zwei davon als Spielertrainer) verbuchte er mit seinen Celtics, mit seiner Defense konnte er jeden Gegner einschüchtern. Ganz nebenbei gewann er 1956 auch noch Olympisches Gold in Melbourne. Mit fünf MVP-Awards und zwölf All-Star-Nominierungen gehört der 2,06-Meter-Mann zudem zu den individuell erfolgreichsten Spielern der Liga.

Schon in seiner Rookie-Saison erhielt Russell ein Jahresgehalt von 24.000 Dollar, viel Geld für die damalige Zeit und nur minimal weniger als Celtics-Topverdiener Bob Cousy. Damit war er einer der wenigen Spieler, die keiner beruflichen Nebentätigkeit nachgehen mussten. Witzig: Als Wilt Chamberlain schließlich als erster Profi die 100.000-Dollar-Grenze erreichte, forderte Russell eine Gehaltserhöhung - und bekam 100.001 Dollar.

Patrick Ewing (Knicks, SuperSonics, Magic): Patrick Aloysius Ewing ist eine lebende Legende in New York und war schon vor seiner Profikarriere ein Star. Bekam bis 1985 im Draft immer das schlechteste Team der Vorsaison den ersten Pick zugesprochen, führte die Liga in diesem Jahr die Lottery ein. Die NBA wollte damit verhindern, dass Teams absichtlich schlecht spielten, um sich die Rechte an Ewing zu sichern.

Als der gebürtige Jamaikaner dann endlich in der Liga angekommen war, startete er gleich durch, wurde Rookie of the Year 1986 und insgesamt elf Mal All Star. Ewing war offensiv wie defensiv stark und wurde zurecht 1992 ins Dream Team berufen. Schon 1984 hatte er mit den USA Olympisches Gold gewonnen. Allerdings: Wie so viele seiner Weggefährten in der Jordan-Ära muss Ewing mit dem Makel leben, in seiner Karriere nie einen NBA-Titel gewonnen zu haben.

Wilt Chamberlain (76ers, Lakers): Individuell ist Chamberlain vielleicht der dominanteste Center aller Zeiten. Mit 2,16 Metern war er ein Hüne und spielte zumeist mit seinen Gegnern: 37,6 Punkte in seiner Rookie-Saison sprechen eine deutliche Sprache. Logisch, dass er zum besten Neuling 1960 gewählt wurde. Es folgten 13 All-Star-Berufungen, vier MVP-, eine Finals-MVP-Auszeichnung und sieben First-Team-Selections.

Dem gegenüber stehen aber "nur" zwei Meisterschaften, was The Big Dipper stets negativ angelastet wurde. Den herausragenden Zahlen zum Trotz zog er gegenüber Russells Celtics zumeist den Kürzeren. Auch wenn angesichts eines Karriereschnitts von 30,1 Punkten und 22,9 Rebounds wohl niemand an der Klasse von Chamberlain zweifen wird. Schon gar nicht, nachdem er 1962 in einem Match gegen die Knicks 100 Punkte erzielte - eine einmalige Leistung.

Hakeem Olajuwon (Rockets, Raptors): Hakeem "The Dream" trägt seinen Spitznamen zurecht. Es war stets ein Traum, wie sich dieser 2,13-Meter-Mann bewegte. Geschmeidig wie ein Guard, athletisch wie ein Forward und dabei trotzdem so kraftvoll, wie es sich für einen Center gehört. Kein Center vor oder nach ihm war jemals so beweglich wie Olajuwon, keiner hatte ein besseres Ballhandling. Dazu war er ein starker Rebounder und Shotblocker.

Olajuwon wurde 1994 zum ersten und einzigen Spieler, der in einer Saison MVP, Defensive Player of the Year und Finals-MVP wurde. Kein anderer Spieler rangierte beim Karriereende in den Top Ten bei Steals (8.) und Blocks (1.). Nach 1994 gewann The Dream auch 1995 die Meisterschaft.

Und das, obwohl die Rockets als Nummer sechs im Westen die drei besten Teams der Western Conference (Jazz, Suns, Spurs) und das beste Ost-Team (Magic) schlagen mussten. Olajuwons Serie gegen die Spurs gehört zu den beeindruckendsten individuellen Performances der Playoff-Geschichte. Wer sehen will, wie er den frischgekrönten MVP David Robinson an die Wand spielte, sollte bei "Youtube" auf die Suche gehen.

Shaquille O'Neal (Magic, Lakers, Heat, Suns, Cavaliers): Nach Wilt Chamberlain hat kein Spieler die Liga so dominiert wie der Big Diesel. Wer nur noch die letzten paar Jahre O'Neals vor Augen hat, sollte sich nochmal ansehen, wie er Mitte der 90er Jahre und um 2000 herum in jedem Spiel das Geschehen diktierte.

Wer dann noch behauptet, Dwight Howard sei der neue O'Neal, der hat schlichtweg keine Ahnung. Mit vier Titeln gehört der Hobby-Rapper und -Polizist auch zu den erfolgreichsten Spielern seiner Zeit. Schon in seiner dritten Saison stand er mit Orlando erstmals im Finale. Die Lektion, die ihm dort Houstons Hakeem Olajuwon erteilte, brachte O'Neal nochmal einen Schritt weiter.

Einziger Kritikpunkt wäre die eklatante Freiwurfschwäche. Kein Spieler hat in der Geschichte der NBA mehr Versuche von der Linie versemmelt. Trauriger Tiefpunkt: Eine 0-von-11-Vorstellung gegen Seattle am 8. Dezember 2000.

Robert Parish (Warriors, Celtics, Hornets, Bulls): Die Center-Legende der Celtics gewann drei Meisterschaften mit Boston und spielte 14 Jahre in Beantown. Insgesamt blickt der heute 56-Jährige auf eine 21-jährige Karriere zurück, in denen er 1611 Spiele bestritt - einsamer NBA-Rekord!

The Chief wurde neun Mal ins All-Star-Team gewählt und führte die Celtics in acht Saisons als bester Rebounder an. Zum Ende seiner Laufbahn, in der er auf 14,5 Punkte und 9,1 Rebounds im Schnitt kam, gewann er mit den Bulls seinen vierten Titel. Sein Teamkollege Bill Walton bezeichnete Parish als den besten Shooting-Big-Man aller Zeiten.

David Robinson (Spurs): Auch wenn der Admiral seinen ersten NBA-Titel erst gewann, als er mit Tim Duncan zusammenspielte, war er auch vorher schon einer der besten Spieler der Welt.

Robinson kam erst als 24-Jähriger in die Liga, verbrachte seine gesamte Karriere bei den Spurs und verdiente sich in dieser Zeit den Rookie-of-the-Year-Award, zehn All-Star-Berufungen, den Defensive-Player-of-the-Year-Award und den MVP-Award.

Legendär das letzte Saisonspiel 1994, als er permanent von seinen Teamkollegen gefüttert wurde, 71 Punkte erzielte und somit Shaquille O'Neal noch den Titel des Topscorers entriss. 1988 gewann Robinson mit dem amerikanischen Nationalteam Olympia-Bronze, 1992 und 1996 sogar Gold. Zudem schmückt der Weltmeisterschafts-Titel von 1986 seine Vita.

NBA: Aktuelle Ergebnisse und Tabellen in der Übersicht

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