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Hintergrund

Bierchen contra Burn-out

Von Bernd Schmidt
Dienstag, 18.09.2007 | 13:07 Uhr
Nowitzki, Dirk, Mavericks, Dallas
© Getty
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München - Überfordert, körperlich überlastet, mental ausgebrannt: Dirk Nowitzki geht es derzeit nicht viel besser als den 34 Prozent der Arbeitnehmer, die laut einer in der letzten Woche veröffentlichten Studie des DGB mit ihrer Arbeitssituation unzufrieden sind.

Nach dem Europameisterschafts-Marathon mit neun Spielen in 14 Tagen dürstet es den 28-Jährigen nach etwas Entspannung, bevor die NBA-Saison am 30. Oktober startet.

"In den nächsten ein, zwei Wochen wird es schwer, sich wieder zu motivieren", sagt Nowitzki. "Am 27. September muss ich zum ärztlichen Check in Dallas sein und dann geht das Training schon wieder los. Vielleicht bekomme ich dort noch ein bisschen Pause und muss nicht alle Vorbereitungsspiele mitmachen."

20 Prozent besser sein

Und auch ein halbherziges "Insgesamt freue mich aber schon auf die nächste Saison" klingt eher nach einem Lippenbekenntnis. Die Signale sind klar: Nowitzki hat von der orangenen Pille erst einmal die Nase voll, seinem 16-Millionen-Dollar-Salär von den Mavericks zum Trotz will er Extra-Urlaub.

Aber ob er diesen kriegt, ist mehr als fraglich. Denn Mavs-Coach Avery Johnson hat offenbar eine strikte Vorstellung davon, in welchem Zustand sich sein Team aus dem Urlaub zurückmeldet.

So erwartet Johnson, dass sich die Mehrzahl seiner Spieler im Vergleich zur letzten Saison um 20 Prozent verbessert hat. "Davon gehen wir aus. Wir hoffen, dass sie mental und physisch präsenter sind", sagte der 42-Jährige der "Dallas Morning News".

Noch Luft nach oben?

Hehre Ziele des Generals. Hehre Ziele, die vor allem Dirk Nowitzki zu erfüllen hat. Auch wenn bei ihm, dem amtierenden MVP, wohl weniger Luft nach oben sein dürfte als beim 08/15-Basketballer. Zumal ihm noch die kräftezehrende EM in den Knochen stecken wird.

Für Johnson dennoch kein Grund, seine Ansprüche herunterzuschrauben. So sei es bei der Nummer 41 nicht nötig, an seiner Kondition, Athletik oder seinem Wurf in stundenlangen Trainingseinheiten zu feilen.

"Er wird bereit sein"

Vielmehr soll sich Nowitzki darauf konzentrieren, an seinen Eigenschaften als Teamleader zu arbeiten. "Auf dem Parkett mag es nicht nötig sein, aber was seine Führungsqualitäten anbelangt, kann er sich noch verbessern", sagt Johnson.

"Natürlich ist Dirk der MVP. Dennoch bin ich mir sicher, dass er bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Und wir sind nur allzu gerne bereit, ihm dabei zu helfen."

Davon will Nowitzki erstmal aber nichts hören. Es dürstet ihn eben nach Erholung - oder besser formuliert nach dem einen oder anderen alkoholischen Getränk: "Jetzt werde ich mir erst einmal in Würzburg mit den Jungs ein paar Bierchen gönnen und feiern." Und auch hier geht es ihm nicht viel anders als den 34 Prozent der Arbeitnehmer.

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