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MLB-Playoffs: Erkenntnisse über Judge, Verlander, Puig und Co.

Was wir bisher gelernt haben

Sonntag, 15.10.2017 | 16:39 Uhr
Bei Justin Verlander (l.) und Yasiel Puig (r.) läuft es super - ganz im Gegensatz zu Aaron Judge
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In den MLB-Playoffs haben die Houston Astros in der ALCS gegen die Yankees auf 2-0 ausgebaut, in der National League gewannen die Los Angeles Dodgers ihr Auftaktspiel gegen die Chicago Cubs. Was haben wir bisher gelernt? Hier ist ein Überblick. Mit dabei: Justin Verlander, Aaron Judge und ein plötzlich handzahmer Yasiel Puig. SPOX zeigt ausgewählte Spiele der Playoffs 2017 im LIVESTREAM FOR FREE.

Justin Verlander ist einer World Series würdig

Die Astros sind trotz einer 2-0-Führung noch nicht durch. Noch lange nicht. Aber nach diesem unglaublichen Auftritt von Verlander haben sie die Yankees erst einmal im Rückspiegel. Was für eine Show: In einer Zeit, in der die Starting Pitcher immer weniger Innings werfen, in der Reliever immer entscheidender werden, war es ein Anklang an vergangene Zeiten: Alle neun Innings, 124 Pitches, 13 Strikeouts, nur ein Earned Run.

Vor den Augen von Supermodel-Freundin Kate Upton zeigte der 34-Jährige, dass er immer noch dominieren kann wie 2011, als er den Cy-Young-Award gewann und gleichzeitig zum MVP gekrönt wurde. "Große Momente sind für große Performer gedacht", sagte Manager A.J. Hinch. "Er hat uns heute mit seinem Pitching getragen." 13 Strikeouts in einem Complete Game gab es in der Postseason zuletzt 2010 (Tim Lincecum), selbst nach über 100 Pitches zeigte die Radar Gun immer noch 97 Meilen an.

Verlander hat in seiner Karriere schon alles gewonnen - nur die World Series noch nicht. Er selbst war nach seiner Performance so zufrieden wie selten. Und würde sie gerne noch einmal wiederholen. Auf der ganz großen Bühne. Sollten die Yankees in der Serie noch einmal zurückkommen, müssten sie spätestens in Game 6 erneut gegen Verlander ran. Und in einer potenziellen World Series? Verlander vs. Kershaw? Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Aaron Judge braucht sein Mojo zurück

Eigentlich sind MLB-Playoffs nichts für Statistiker. Der Sport ist auf kurze Strecken viel zu unberechenbar, jeder hat mal ein paar schwache Tage in Folge. In der Regular Season gehört das eben dazu, im Oktober wird plötzlich jedes At-Bat analysiert, als gäbe es kein Morgen.

Das Dumme ist nur: Wenn es bei Aaron Judge so weitergeht, gibt es bald wirklich kein Morgen mehr, sondern nur noch eine öde Offseason. Der beste Spieler der Yankees steckt in einer Krise - und zwar bis zum Hals. Ja, es war wieder nur ein Spiel. Ja, es war Justin Verlander. Ja, man kann von ihm nicht erwarten, Spiele im Alleingang zu gewinnen.

Aber die Statistiken der letzten Wochen sehen mittlerweile richtig übel aus. Im Wild Card Game gegen die Twins war er noch stark. Danach: sieben Spiele, zwei Hits, ein Run, zwei RBI. Sein Playoff-Average ist auf .129 abgestürzt. Dafür hat er in den letzten fünf Spielen 14 Strikeouts kassiert - fast drei pro Spiel. Jetzt geht es zurück ins heimische Yankee Stadium. Wenn er da nicht in die Spur findet, wird es wohl keine Rückkehr nach Houston geben ...

Gary Sanchez greift zu oft daneben

Für Fans der Bronx Bombers ist es keine Überraschung: Sanchez krabbelt nicht aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten als Catcher hinter der Home Plate herum. Vielmehr ist es sein Schwung, der oft mangelnde Defensiv-Fähigkeiten übertüncht. 16 Passed Balls in der Saison waren Ligaspitze, kurz vor Beginn der Playoffs gab es noch einmal öffentlichen Zuspruch von Manager Joe Girardi.

In Spiel 2 kostete sein Klops im neunten Inning die Yankees dann die Chance auf den Sieg. Er weiß es selbst: Den Ball von Gregorius muss er einfach fangen, dann ist Jose Altuve chancenlos und das Spiel weiter offen. "Wir hatten ihn", sagte Teamkollege Todd Frazier. "Er war in der Falle. Sowas passiert eben." Sanchez nahm die Schuld auf sich: "Letzten Endes ist er aus, wenn ich den Ball nicht fallen lasse." Das sah auch sein Skipper so: "Wenn er den Ball sichert, ist es ein Out." Trotzdem wird Sanchez auch in Spiel 3 den Catcher geben, dafür ist er offensiv einfach zu wichtig. Aber: Noch ein solcher Fehler und die Yankees werden sich in der Offseason überlegen, ob man ihn nicht doch auf einer anderen Position unterbringen kann.

Yasiel Puig will dein Freund sein

Ob er schon mal mehr Spaß am Baseball gehabt habe, wurde Yasiel Puig nach dem Auftaktsieg der Dodgers gefragt. "Als ich fünf Jahre alt war", lautete seine Antwort, vorgetragen mit einem Grinsen. Passt irgendwie zum Kindskopf Puig, der seine Karriere in den letzten Jahren mit mangelnder Reife fast mehrfach torpediert hätte. Diese Zeiten scheint der 26-Jährige nun aber hinter sich gelassen zu haben.

Stattdessen ist Publikumsliebling Puig in dieser Postseason bisher die beste Waffe der Dodgers. Sieben Hits in vier Spielen, vier davon für zwei oder mehr Bases. Auch gegen die Cubs war er der Matchwinner - und wurde von den Teamkollegen gefeiert. "Yasi bringt bei uns das Feuer rein", sagte Chris Taylor. "Er motiviert alle und lebt seine Emotionen offen aus."

Auf Social Media gab er sich nach dem Spiel dann aber ganz zahm. Als er von TV-Moderator Keith Olbermann für seine Bat Flips kritisiert wurde - sie sind offenbar nur bei Homeruns erlaubt -, korrigierte er wie folgt: "Ich flippe meinen Schläger nur bei Singles und Doubles, nicht bei Homers. Komm ins Stadion und schau es dir an. Brauchst du ein Ticket? Ich bin dein Mann." Und garnierte das Ganze mit dem Hashtag #PuigYourFriendToo und einem Smiley. Da konnte selbst Olbermann nicht anders und entschuldigte sich.

Für die Cubs geht es jetzt erst richtig los

Fünf enge Spiele gegen die Nationals, in der die Starting Pitcher alle bis an ihre Leistungsgrenze belastet wurden, dann musste der Flieger nach Los Angeles wegen eines medizinischen Notfalls sogar noch eine Zwischenlandung einlegen: Kein Wunder, dass Joe Maddon mit der Bekanntgabe seines Starters am Samstag bis zum letzten Moment wartete und schließlich Neuzugang Jose Quintana ins Rennen schickte. Einige Beobachter hatten sogar ein Spiel nur mit Relievern für möglich gehalten.

Quintana musste also ran, gerade mal zwei Tage nach seinem Auftritt in Spiel 5 gegen Washington. Auswärts gegen Kershaw und die gut ausgeruhten Dodgers. Auch wenn Maddon nicht "abschenkte": Die Chancen auf einen Sieg standen eher klein.

In der Nacht auf Montag (1.30 Uhr live auf DAZN) sieht die Welt für den Titelverteidiger aber gleich viel besser aus: Jon Lester (gegen Rich Hill) bekommt den Ball, der abgebrühte Playoff-Veteran steht in seinen letzten sechs Playoff-Spielen bei einem ERA von 1.86. Dazu ist Closer Wade Davis wieder einsatzbereit. Fehlt noch der Rest des Bullpens, der zuletzt Schwächen zeigte, aber vielleicht hat man ja mit Starter John Lackey eine Geheimwaffe gefunden: In Spiel 1 holte er die letzten fünf Outs ohne gegnerischen Run.

Die nächsten Termine

American League Championship Series 2017

SpielDatumStartzeit/Ergebnis
Yankees vs. Astros, Spiel 3Dienstag, 16. Oktober2 Uhr im LIVESTREAM auf SPOX und live auf DAZN
Yankees vs. Astros, Spiel 4Dienstag, 17. Oktober23 Uhr live auf DAZN

National League Championship Series 2017

SpielDatumStartzeit
Dodgers vs. Cubs, Spiel 2Montag, 16. Oktober1.30 Uhr live auf DAZN
Cubs vs. Dodgers, Spiel 3Mittwoch, 18. Oktober3 Uhr live auf DAZN
Cubs vs. Dodgers, Spiel 4Donnerstag, 19. Oktober3 Uhr live auf DAZN

Dieser Artikel wurde ohne vorherige Ansicht durch die Major League Baseball veröffentlicht.

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