Dienstag, 31.01.2017

St. Louis Cardinals: Historische Strafe nach Skandal gegen Houston

Hacking-Skandal: Harte Strafe für St. Louis

Die MLB hat den St. Louis Cardinals als Folge des Hacking-Skandals von 2015 eine der höchsten Strafen der Baseball-Geschichte auferlegt. Ein Mitarbeiter des Teams hatte sich illegal in die Datenbanken der Houston Astros eingehackt.

Scouting-Director Christopher Correa hatte 2014, offenbar als Rache für einen Artikel über die Astros von Sports Illustrated, illgal Zugriff auf die Datenbanken der Astros zugegriffen. Darunter befanden sich Scouting Reports und medizinische Einschätzungen von potenziellen Draft Picks. Nach einer Untersuchung des FBI wurde festgestellt, dass der Hack aus dem Front Office der Cardinals kam. Ein frühere Cardinals-Mitarbeiter war zu den Astros gewechselt, hatte seine Master-Passwörter jedoch nicht gewechselt.

Correa war im Juli 2016 bereits zu 46 Monaten Haft verurteilt worden, zudem musste er den Astros knapp 280.000 Dollar zahlen. Am Montag gab MLB-Commissioner Rob Manfred nun bekannt, dass Correa als Teil des Front Office auch die Cardinals repräsentiert habe. Deshalb sei auch das Team zu belangen: Die Cardinals verlieren ihre ersten beiden Picks im Draft 2017 an die Astros und müssen zudem zwei Millionen Dollar an die Franchise überweisen.

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