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Trout führt AL zum Hattrick

Von Marcus Blumberg
Mittwoch, 15.07.2015 | 08:00 Uhr
Mike Trout hatte großen Anteil am Sieg der American League
© getty
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Angeführt vom vielleicht besten Spieler der Liga, Mike Trout, und Prince Fielder holt sich die American League im 86. All-Star-Game mit einem 6:3 zum nun dritten Mal in Serie den Sieg über die National League. Obendrauf gibt es den Heimvorteil für den AL-Champion in der kommenden World Series.

Schon mit dem ersten Schlagmann ging die American League in Führung: Der amtierende MVP Mike Trout von den Los Angeles Angels schlug einen Home Run über die Mauer im Right Field und das gegen seinen Lokalrivalen, Dodgers-Pitcher Zack Greinke, der in seinen letzten fünf Starts keinen einzigen Run zugelassen hatte.

Nachdem die NL zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, trat Prince Fielder im fünften Inning auf den Plan: Dem Texas Ranger gelang nach seiner Einwechslung ein RBI-Single gegen Clayton Kershaw, woraufhin Trout seinen zweiten Run erzielte. Direkt darauf legte Lorenzo Cain mit einem Double einen Run für Albert Pujols auf. Dies eröffnete die offensivste Phase des Spiels.

Die NL verkürzte den Rückstand im sechsten Inning erneut mit einem Run, doch der RBI von Orioles-Third-Basemn Manny Machado und erneut Fielder brachten das Team von Royals-Manager Ned Yost allmählich auf die Siegerstraße. Im achten Spielabschnitt schlug Second Baseman Brian Dozier gar noch einen Solo-Home-Run, der die Führung auf 6:2 erhöhte.

AL-Bullpen macht den Unterschied

Die sichere Führung spielte den All-Stars der American League auch in der Folge direkt in die Karten, denn das AL-Bullpen war gespickt mit hochklassigen Setup-Relievern und Closern. So brachten Baltimores Zach Britton, Yankees-Rechtshänder Dellin Betances, Kansas Citys Wade Davis und Glen Perkins (Twins) das Spiel souverän nach Hause.

Trotz der Niederlage wurde auf Seiten der National League Geschichte geschrieben: Rookie-Pitcher Jacob deGrom von den New York Mets schaffte drei Strikeouts im sechsten Inning. Das Besondere daran: Er benötigte dafür nur zehn Pitches (neun Strikes). Niemals zuvor gelang dies in einem All-Star Game mit zehn oder weniger Würfen.

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Legenden en masse

Vor dem Spiel an sich gehörte den Legenden des Sports die Bühne. Im Rahmen einer MLB-Umfrage wurden die vier größten Spieler jeder Franchise gesucht. Da das Spiel in Cincinnati stieg, wurden folglich die vier wichtigsten Akteure der Reds auf dem Spielfeld begrüßt. Diese waren Johnny Bench, Joe Morgan, Barry Larkin und der eigentlich von der MLB auf Lebenszeit für seine Wettgeschichten gesperrte Pete Rose, der nach wie vor die meisten Hits in der Geschichte auf dem Konto hat (4256). Alle vier - aber besonders Rose - wurden frenetisch bejubelt.

Statistisch bekam David Price für sein perfektes drittes Inning den Sieg, die Niederlage wurde Clayton Kershaw zugeschrieben. Der MVP-Titel samt neuem Chevy ging wenig überraschend wie im Vorjahr an Mike Trout, der zwei Runs erzielte und neben seinem Homer noch einen Walk schaffte. Er ist der erste Spieler, der in aufeinanderfolgenden Jahren All-Star-MVP-Awards abräumen konnte.

Durch den Sieg werden zum dritten Mal nacheinander die Spiele 1, 2 und falls nötig 6 und 7 der World Series im Ballpark des American-League-Teams stattfinden. Insgesamt steht es im Vergleich der Ligen nun 43-41 zu Gunsten der National League bei einem Unentschieden.

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