MLB: Der Playoff-Check

Mit Panda-Power gegen die Großmächte

Von Marcus Blumberg
Donnerstag, 02.10.2014 | 13:45 Uhr
Pablo Sandoval peilt mit San Francisco die World Series an
© getty
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Endlich Oktober! Zeit für den Beginn der Postseason. Das Epizentrum liegt dieses Jahr nahe Hollywood, denn sowohl die Los Angeles Angels als auch die Los Angeles Dodgers treten an, um sich nach langen Jahren wieder die Krone aufzusetzen. Im Weg stehen ihnen dabei die Champions der letzten vier Jahre inklusive dem besten Panda im Baseball.

American League

Los Angeles Angels of Anaheim (98-64) - Kansas City Royals (89-73)

Ausgangslage: Aller guten Dinge sind drei, sagt man. In Anaheim scheint sich dies zu bestätigen, denn im dritten Jahr seit der schlagzeilenträchtigen Verpflichtung von Superstar Albert Pujols wurden die Angels 2014 endlich ihrer Favoritenrolle gerecht und erreichten erstmals seit 2009 wieder die Playoffs.

Noch deutlich länger war die Warte- und Leidenszeit in Missouri. Die Royals stehen zum ersten Mal seit dem World-Series-Triumph von 1985 um Hall-of-Famer George Brett wieder in der Postseason. Doch anders als die Angels, die mit der besten Bilanz antreten, brauchte es in Kansas City noch einen Erfolg im Wildcard Game über die Oakland Athletics, die vor einer gefühlten Ewigkeit in der AL West noch vor den Angels lagen.

Manager Mike Scioscias Team gewann die AL West locker mit zehn Spielen Vorsprung vor Oakland und hatte den Luxus, es in den letzten zwei Wochen ruhig angehen lassen zu können und viele Spieler zu schonen. Besonders wichtig scheint dies bei Josh Hamilton zu sein, der seit Anfang September mit Problemen an der Schulter, den Rippen und dem Brustbereich nur ein Spiel bestreiten konnte. Er könnte pünktlich zur Serie zurückkehren.

Eine Pause war für KC nicht drin. Die Royals jagten bis zum Schluss die Tigers in der Central und lagen letztlich nur ein Spiel zurück. Entsprechend stehen sie unter Strom, wenn es mit der ALDS losgeht.

Players to watch: Natürlich ist Mike Trout der Spieler, auf den alle Augen gerichtet sein werden. Es werden die ersten Playoffs für den wohl besten Spieler der Welt. Er führte das Team in der Regular Season in nahezu allen relevanten Offensiv-Kategorien an und ist zudem der RBI-Leader (111) der American League. Auf ihn wird es in erster Linie ankommen, wenn die Halos weit kommen wollen. Er ist der Motor der besten Offensive der Liga (773 Runs).

Die Royals sind in diesem Kontext anders gestrickt. Sie erreichten die Postseason hauptsächlich dank starkem Pitching. Mit dem viertbesten ERA (3.51) der AL zog das Team in die Postseason ein, wobei nur die Orioles von den noch aktiven Playoff-Teilnehmern noch weniger Runs im Schnitt zuließen (3.43). Und der wohl interessanteste Pitcher der Royals - neben Big Game James Shields, der das Wildcard Game startete und damit wohl nicht vor Spiel drei am Sonntag zur Verfügung steht - ist Rookie Yordano Ventura. Der 23-Jährige pitchte zwar auch in der Wildcard, jedoch aus dem Bullpen und warf nur 13 Pitches.

Offensiv ist das Team äußerst ausgeglichen, wobei besonders First Baseman Eric Hosmers (5 Hits gegen Oakland) und Catcher Salvador Perez liefern müssen, um Left Fielder Alex Gordon (74 RBI) unter die Arme zu greifen.

Im Gegenzug hoffen die Angels im Pitching voll und ganz auf Jered Weaver und C.J. Wilson, denn aufgrund zahlreicher Verletzungen ist die Starting Rotation dahinter etwas dünn besetzt.

Prognose: So spannend ein langer Run der Royals in den Playoffs auch wäre, sehen die Angels trotz längerer Ausspannphase einfach zu stabil aus, um wirklich gefährdet zu sein. Angels in 4.

Baltimore Orioles (96-66) - Detroit Tigers (90-72)

Ausgangslage: Bereits im Vorjahr befanden sich die Orioles lange auf Playoff-Kurs, brachen aber am Ende doch noch ein. Im Jahr 2014 blieben sie konstant und gewannen erstmals seit 1997 die AL East, was gleichzeitig die erste Playoff-Teilnahme seit dieser Zeit bedeutete. Am Ende standen zwölf Spiele Vorsprung auf die Yankees zu Buche. Zweifel daran, wer das beste Team in der Division ist, ließen sie somit nie aufkommen.

Auf der anderen Seite taten sich die Tigers wieder mal schwer, ihre Central Division zu gewinnen. Dies gelang am Ende denkbar knapp mit einem Spiel Vorsprung auf die aufstrebenden Royals. An der Offensive lag das Problem aber nicht. Nur die Angels haben mehr Runs erzielt als die Tigers (757) und das trotz des gigantischen Comerica Parks. Dennoch hatte Miguel Cabrera - MVP der letzten zwei Jahre - ein für seine Verhältnisse eher schwaches Jahr (.313, 25 HR, 109 RBI). Einzig Victor Martinez durchbrach die 30-Home-Run-Marke.

Gravierend war viel mehr, dass die namhafte Rotation um Max Scherzer, Justin Verlander und David Price nicht überragte. Lediglich Scherzer wusste zu überzeugen (18-5, 3.15 ERA, 252 SO). Die Tigers weisen den fünftschlechtesten Team-ERA der Liga auf. Genau diese Herren werden jedoch gefragt sein, um die Orioles zu stoppen.

Fast bei allen Teams ist die Offense derzeit ein Problem. Nicht so in Camden Yards, wo die Mannschaft von Manager Buck Showalter weiterhin Runs en masse produziert. Mit Nelson Cruz tätigten die O's wohl die Free-Agent-Verpflichtung des Jahres. Er führt die MLB mit 40 Home Runs (108 RBI) an und ist der Quell der Power des Lineups. Aber neben ihm hatten auch noch Adam Jones (29) und Steve Pearce (21) mindestens 20 Long Balls. Chris Davis natürlich auch, aber der ist aufgrund eines positiven Tests auf Amphitamine gesperrt.

Trotz des Offensiv-Paradieses Camden Yards ist das Pitching des Teams der eigentliche Grund, warum es so weit gekommen ist. Der Team-ERA von 3.43 ist der drittbeste der AL.

Players to watch: Es wäre einfach, auf Cruz zu blicken und ihn als X-Factor auszumachen. Aber einer wie er wird schon liefern. Interessanter wird es zu sehen, wie ein erfahrener Mann wie Nick Markakis auf seine erste Postseason-Teilnahme reagiert. Er ist traditionell ein guter Hitter mit einem starken Arm im Right Field. Er hat im Laufe der Zeit zwar etwas abgebaut, aber gerade die Postseason könnte neue Kräfte freisetzen.

Auf Seiten der Tigers stehen Justin Verlander und David Price in der Pflicht. Verlander spielte eine ganz schwache Saison, während Price nicht überragte. Aber gerade letzterer hat furchtbare Zahlen in den Playoffs (0-4, 5.81 ERA in 4 Starts) und muss nun langsam anfangen, in der heißen Phase zu liefern.

Prognose: Die Orioles sind mit 50 Siegen nach den Angels das beste Heimteam der American League. Da ihre Offensive auf Power basiert, könnten die Spiele in Motown zum Problem werden. Also ist das extra Heimspiel ein Vorteil. Die Tigers haben nur dann eine Chance, wenn außer Scherzer noch ein Starter überzeugt. Orioles in 4.

Seite 1: American League

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