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Sag mir, wo die Offense ist

Freitag, 11.07.2014 | 16:42 Uhr
Für Derek Jeter und die Yankees läuft es nicht rund
© getty
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Die Major League Baseball hat bereits über die Hälfte der Saison hinter sich und nimmt Kurs auf das All-Star Game. Zeit für SPOX, um einen Blick auf die Liga zu werfen: Warum erinnern die Ergebnisse mittlerweile schon fast an Fußball? Warum sind die Pitcher so gut und gleichzeitig so anfällig wie nie? Und woran kranken die Yankees?

Eine Runde Mitleid für die Hitter

Als Ichiro Suzuki 2001 aus Japan zu den Seattle Mariners wechselte und dort prompt Rookie of the Year und MVP wurde, waren die Home-Run-Paraden eines Mark McGwire und eines Sammy Sosa noch nicht lange her. "Chicks dig the long ball" war das Mantra der MLB. Einige Jahre später verteidigte Ichiro, der Slap-Hitter erster Güte, seinen Ansatz wie folgt: "Frauen, die auf Home Runs stehen, interessieren mich nicht. Ich finde Infield Hits sexy, denn dazu braucht es die richtige Technik."

Mittlerweile spielt der 40-Jährige bei den New York Yankees und dürfte seine helle Freude daran haben, wie es in der MLB zugehen. Denn - man muss es so hart sagen - mit der Offense geht es dahin.

Gut, es gibt immer noch Slugger wie Nelson Cruz (28 Home Runs bisher) oder Giancarlo Stanton (21), die den Ball aus dem Stadion prügeln und für offene Münder sorgen können. Aber der Trend geht immer weiter zu immer weniger Scoring.

Zur Halbzeit der Saison stehen die 30 Teams bei 4,13 Runs pro Spiel - das wäre die niedrigste Zahl seit 1992 und genau ein Run weniger als noch im Jahr 2000. In Sachen Batting Average (.251) sind die Hitter so schwach auf der Brust wie seit 1972 nicht mehr (1973 wurde übrigens dann der Designated Hitter eingeführt).

Größere Entwicklung bei Pitchern

Woran liegt das? Es scheint ganz so, als hätten die Pitcher im Vergleich zu den Hittern einen größeren Sprung in ihrer Entwicklung gemacht. "Es gibt mehr talentierte Pitcher, das glaube ich wirklich", sagte etwa Yankees-Slugger Mark Teixeira. "Deswegen gibt es weniger Runs." Da hat er zumindest bei den nackten Zahlen nicht Unrecht: Die Pitches werden immer schneller.

War vor einigen Jahren noch ein Fastball über 90 Meilen pro Stunde eine ordentliche Zahl, so finden sich mittlerweile gerade unter den jungen Pitchern immer mehr Fireballer, die über die 95 hinausgehen. In den letzten fünf Jahren hat sich die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fastballs in der MLB um über eine Meile gesteigert.

Dazu kommen die Reliever - und bei denen geht es dann sogar noch höher. Finesse ist da fehl am Platz, lieber rausgehen und ein Inning alles wegblasen. Und dann ist der nächste dran. Diese spezialisierten Reliever werden von den Managern nämlich immer cleverer eingesetzt - und machen das Spiel nebenher durch die ständigen Pitching Changes quälend langsam.

Die Sabermetrics

Dazu kommt ein immer ausgefeilterer Ansatz in der Defense. Die Sabermetrics haben Baseball erobert und dazu geführt, dass die Anzahl der Shifts dramatisch zugenommen hat und in den letzten Jahren geradezu explodiert ist.

Diesem Trend kann sich niemand mehr entziehen, und er führt dazu, dass ein Pull-Hitter wie etwa David Ortiz von den Boston Red Sox ein weit offenes Left Field vor sich sieht - denn die Defense positioniert sich auf der statistisch wichtigeren rechten Seite des Feldes. Sein Kommentar: "Ich hasse es."

So nähern sich die Zahlen und Statistiken langsam den Niederungen der Dead-Ball-Ära in den 60ern an. Noch ist es natürlich lange nicht so weit. Aber Commissioner Bud Selig und sein Team werden diesen Trend sicher mit Argusaugen beobachten. Denn, um es erneut mit den Worten von Teixeira zu sagen: "Wenn man sich als Nicht-Hardcore-Fan ein Spiel anschaut, dann will man sehen, wie der Ball in den Sitzen landet. Wenn ich Fußball gucke, dann will ich ja auch Tore sehen."

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Seite 4: Moneyball und Clayton Kershaw

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