Mittwoch, 16.10.2013

MLB-Playoffs

Cardinals kurz vor World Series

Für die St. Louis Cardinals ist die World Series zum Greifen nahe. Der Champion von 2011 behält in Spiel 4 gegen Los Angeles die Oberhand und braucht nur noch einen Sieg in der NLCS. Beim Duell zwischen Detroit und den Red Sox geht zwischenzeitlich das Licht aus.

Matt Carpenter (l.) steht mit den Cards kurz vor dem Einzug in die World Series
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Matt Carpenter (l.) steht mit den Cards kurz vor dem Einzug in die World Series

Los Angeles Dodgers - St. Louis Cardinals 2:4 - Serie: 1-3 (BOXSCORE)

Zwei große Swings gepaart mit einigen guten Aktionen in der Defense. So lautete das Erfolgsrezept der Cardinals in Spiel 4 der National League Championship Series. St. Louis fehlt damit nur noch ein Sieg, um in die World Series einzuziehen.

Angeführt von Matt Holliday und Shane Robinson, die die ersten Homeruns der kompletten Serie schlugen, behielten die Cards im Dodger Stadium die Oberhand. Mit insgesamt vier Runs erzielten die Gäste genauso viele Runs wie in den ersten drei Partien zusammen.

Allerdings sollte der Champion von 2011 gewarnt sein. Auch im letzten Jahr führte man in der NLCS mit 3-1, bevor die San Francisco Giants ein furioses Comeback starteten und den Cardinals das Ticket für die World Series vor der Nase wegschnappten.

"Es ist noch nichts entschieden, das wissen wir. Wir wollen nicht schon wieder so etwas erleben wie in der letzten Saison. Die Dodgers werden sicherlich nicht kampflos das Feld räumen", drückt Infielder Daniel Descalso auf die Euphoriebremse.

Trotzdem spricht natürlich alles für St. Louis. Das hat auch mit Hanley Ramirez zu tun. Der Shortstop und Dodgers-Star, der mit einer gebrochenen Rippe zu kämpfen hat, wurde im siebten Inning nach drei Strikeouts von seinem Schicksal erlöst und vom Platz genommen. "Es hat sich schlechter angefühlt als in der letzten Partie", so Ramirez.

Zwar waren die Dodgers nach zwei Singles von Yasiel Puig und A.J. Ellis im vierten Inning in Schlagdistanz, doch Robinsons Homer im siebten Inning brachte die Cards endgültig auf die Siegerstraße.

Am Mittwoch findet Spiel 5 erneut in Los Angeles statt. St. Louis will dann mit Joe Kelly sein 19. Pennant einheimsen. Die Hoffnungen der Dodgers ruhen auf Zack Greinke.

Detroit Tigers - Boston Red Sox 0:1 - Serie 1-2 (BOXSCORE)

Ein einziger Run reichte den Boston Red Sox, um in der ALCS auswärts in Detroit mit 2-1 in Führung zu gehen. Dabei schien die Partie schon viel früher ein frühes Ende zu nehmen. Mitte des zweiten Innings unterbrachen die Referees das Spiel im Comerica Park wegen eines Stromausfalls für 17 Minuten. Der Ausfall einer nahen Umschaltstation hatte das Flutlicht lahmgelegt.

Für Bostons Starting Pitcher John Lackey kam die Unterbrechung wie gerufen. "Ich glaube, durch die kurze Pause konnte er ein bisschen runterkommen", sagte Catcher Jarrod Saltalamacchia: "Er war gereizt und aufgeregt im ersten Inning."

Da hatte Lackey noch zwei Hits an Torii Hunter und Prince Fielder abgegeben. Die Gefahr war durch den Flyout von Victor Martinez kurz danach aber wieder vorbei. Bis zum fünften Inning kamen die Tigers danach nicht mehr auf die Base, insgesamt ließ Lackey in sechseinhalb Innings nur vier Hits zu.

"Das Spiel fühlte sich schon so an, dass es durch den Pitch gewonnen oder verloren wird", sagte Bostons Relief Pitcher Craig Breslow: "Lackey hat uns im Spiel gehalten. Jedes Inning, in dem er es geschafft hat, eine Null zu werfen, hat uns einen Schub gegeben"

Zwar startete Justin Verlander noch besser ins Spiel und ließ bis zum fünften Inning keinen einzigen Hit zu. Das Duell mit Lackey verlor Detroits Starting Pitcher trotzdem. Im siebten Inning schlug Mike Napoli den entscheidenden Homerun, mit dem sich die Red Sox ihren Heimvorteil zurückgeholt haben.

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