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Macht Platz für den Ästheten!

Von Philipp Dornhegge
Mittwoch, 19.10.2011 | 11:03 Uhr
Ranger Michael Young fühlt sich überall im Infield zu Hause - und ist am Schlagmal nicht zu ersetzen
© Getty
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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starten die St. Louis Cardinals und die Texas Rangers in die World Series. Albert Pujols braucht dringend Unterstützung, um die Firepower der Texaner kontern zu können, beide Teams hatten zuletzt Probleme mit ihren Starting-Pitchern. Die Rangers verschaffen Michael Young wegen seiner Schlagkraft derweil eine neue Position. Der SPOX-Check.

World Series

St. Louis Cardinals (90-72) - Texas Rangers (96-66)

Saisonbilanz: -

Ausgangslage: Die Rangers haben es geschafft: Als erstes Team seit den New York Yankees 2001 konnten die Texaner ihren American-League-Titel erfolgreich verteidigen und stehen damit zum zweiten Mal in Folge in der World Series. Auf den ersten Titel warten die Männer von Manager Ron Washington aber weiterhin. Im letzten Jahr musste sich Texas den San Francisco Giants geschlagen geben.

Die will der Bezwinger der Detroit Tigers nun beerben. Helfen soll dabei natürlich Nelson Cruz. Der Rightfielder hat in den sechs Spielen gegen Detroit eine historische Serie gespielt. Zuvor gegen Tampa Bay noch völlig unsichtbar (1-15, 0 RBI), explodierte Cruz anschließend und schlug bei seinen 8 Hits 6 Homeruns und verbuchte 13 RBI.

Beides war in einer Playoff-Serie noch niemandem zuvor gelungen. Ebenfalls nie zuvor hat ein Spieler in zwei Postseasons in Folge insgesamt 12 Homeruns geschlagen, nie zuvor gelangen einem Spieler in einer Serie zwei Extra-Inning-Homeruns und und und.

Aus einem starken Rangers-Lineup ragt Cruz deshalb derzeit heraus. Man darf gespannt sein, ob er auch gegen St. Louis so auftritt.

Die Cardinals auf der anderen Seite haben sicher nicht die Tiefe, die Texas hat. Aber sie haben mit Albert Pujols den besten Hitter der Liga in ihren Reihen und verbuchten in der Regular Season immerhin die meisten Runs aller NL-Teams.

St. Louis ist also durchaus gefährlich, vor allem dann, wenn Lance Berkman endlich wach wird. Nach einer miesen Division Series steigerte er sich gegen Milwaukee zwar, aber am Limit bewegte er sich bestimmt nicht. Aufpassen sollte der Gegner zudem auf jeden Fall auf David Freese. Der 28-jährige Third Baseman ist bisher die positive Erscheinung bei den Cards (42,5 Prozent Batting Average, 14 RBI) und wurde zum MVP der Championship Series ernannt.

Vergleicht man die Pitching-Crews der Teams, stellt man schnell fest, dass beide nicht frei von Sorgen sind. St. Louis wurde gegen Milwaukee zum ersten Team der Geschichte, das eine Seven-Game-Series gewann, während der Bullpen mehr Innings pitchte als die Starter. Irgendwie spricht das zwar für die Tiefe in der Mannschaft. Andererseits kann man die Probleme, die die Starter gegen die Brewers hatten, nicht wegdiskutieren.

Manager Tony La Russa wird deshalb auch gegen Texas keinen Moment zögern, einen neuen Mann zu bringen, wenn es mal nicht läuft. Die Rangers haben derweil ihre eigenen Probleme. Mit einer ERA von 6,59 gegen Detroit verbuchten Texas' Starting-Pitcher den zweithöchsten Schnitt aller Zeiten für ein AL-Team, das in die World Series einzog.

Dafür war auch hier der Bullpen richtig stark. Vor allem auf Closer Neftali Feliz, aber auch auf Alexi Ogando, Darren Oliver und Mike Adams ist Verlass. Übrigens: In Spiel 1 startet der zuletzt strauchelnde C.J. Wilson für die Texaner, St. Louis schickt den bärenstarken Cris Carpenter ins Rennen - und hofft, so den Grundstein für den elften Titel legen zu können.

Players to watch: Michael Young vs. Matt Holliday. Cruz haben wir oben thematisiert, auf den Dominikaner werden viele Augen gerichtet sein. Aber eine besondere Aufgabe kommt in der Finalserie Young zu. Am Schlagmal kann Washington unmöglich auf den Routinier mit dem nahezu perfekten Schwung verzichten. Weil er in den Partien in St. Louis aber nicht als DH aufgestellt werden kann, muss man ihm einen anderen Platz im Lineup freimachen.

Das Opfer wird wohl Mitch Moreland sein, der zuletzt nicht nur unterirdisch schlug (10,5 Prozent Batting Average, 2 Hits in der Postseason), sondern auch defensiv als First Baseman nicht allzu sicher wirkte.

Young hat im Infield schon auf jeder Position für die Rangers gespielt, mit 36 Einsätzen an der ersten Base während der Regular Season konnte er sich auf die zuvor ungewohnte Position schon mal einstellen.

Matt Holliday muss sich seine Position im Team der Cardinals natürlich nicht erst suchen. Der Leftfielder ist ein fünfmaliger All-Star und ein absoluter Schlüsselspieler. Nach einer Verletzung an der rechten Hand verpasste der 31-Jährige viele Spiele in der Regular Season und kehrte erst kurz vor Postseason-Start zurück.

Gegen die Phillies wirkte Holliday noch eingerostet, gegen Milwaukee wurde er dann aber richtig warm: Mit einem famosen Batting Average von 43,5 Prozent und immerhin 5 RBI strahlte er wieder die Gefahr aus, die man sich auch gegen die Rangers erhofft. Pujols braucht dringend Unterstützung, und da ist neben Berkman und Freese insbesondere Holliday gefragt.

Prognose: Was soll man da groß philosophieren? Beide Teams können in der Offense rocken, haben aber auch starke Pitcher. Kleinigkeiten werden entscheiden. Für St. Louis spricht sicher der Heimvorteil und Cris Carpenter, für Texas die enorme Tiefe am Schlagmal. Das Gefühl des Autors sagt Cardinals in 7.

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