Jetzt oder nie, Cinderellas!

Die NCAA geht wieder in ihre heiße Phase! Wer hat die besten Karten?
© spox
Cookie-Einstellungen

West Region

Der Top-Seed: Oregon Ducks (28-6)

NCAA-Titel: 1

Letztes Jahr: Round of 32

Zum 14. Mal sind die Ducks dabei, die vierte Teilnahme in Serie ist ein Rekord für den Champion von 1939 - im allerersten Tournament überhaupt. Da würde es doch passen, wenn sich Coach Dana Altman und seine Truppe wieder die Krone aufsetzen würden. Als Pac-12-Sieger der Regular Season und des Tournaments sicherte man sich zum ersten Mal den Top Seed im Westen, richtig starke Gegner bleiben zumindest in den ersten zwei Runden erspart.

Bester Mann der Ducks ist Forward Dillon Brooks, der fast 17 Punkte pro Partie auflegt und die fünftbeste Offensive des Landes (laut KenPom) anführt. Dazu kommt Bohnenstange Chris Boucher, der erst im Alter von 19 richtig mit Klub-Basketball anfing, jetzt aber als Rebounder und Finisher - und mit 3,2 Blocks pro Spiel - besticht. Besonders in den letzten Wochen war Oregon von Downtown richtig heiß und will sich bei den Experten revanchieren, die das Team noch im Dezember nicht einmal gerankt hatten. Im Title Game wurde Utah dann mit 31 Punkten übers Knie gelegt. Da merkte auch Charles Barkley auf: "Alle sprechen über die Big 12 und die Big Ten, aber vergesst nicht die Westküste."

Dennoch sind nicht alle Experten überzeugt: Die Ducks werden als einer der schwächeren Top-Seeds angesehen. Als Team lässt man hin und wieder zu viele Offensiv-Rebounds und Fastbreak-Punkte zu, außerdem verteidigte kein Pac-12-Team schlechter gegen den Dreier. Ist es die Zonenverteidigung von Altman? Oregon kann in der jetzigen Form so ziemlich jeden schlagen, aber auch eine unerwartete Niederlage kassieren.

Die weiteren Favoriten:

Oklahoma (2)

Es ist das 17. Tournament von Coach Lon Kruger, aber ein besseres Sooners-Team hat er womöglich noch nie gecoacht. Dabei geht es nicht nur ums Talent: Mit gleich drei Seniors in der Starting Five kennt sich die Truppe aus dem Effeff und bietet mit Buddy Hield und seinen 25,1 Punkten pro Partie den Topscorer des Landes. Läuft es bei ihm, öffnet sich der Court für seine Kollegen. Die Defense spielt traditionelles Mann gegen Mann, erzwingt so aber auch recht wenige Turnover.

Duke (4)

Der Titelverteidiger hatte kein überragendes Jahr. Irgendwie hörte man nur von Brandon Ingram, dem Swingman, der mit fast 17 Punkten und 7 Boards pro Partie als einziger ernstzunehmender Konkurrent von Ben Simmons gehandelt wird. Also im positiven Sinne. Im negativen Sinne landete vor allem Grayson Allen (21,5 Punkte). Wobei der sich mit seinen Beinstell-Aktionen auf dem Court keinen Gefallen tat. Andererseits: Als weißer Duke-Spieler wird man ohnehin traditionell gehasst. Die Beiden sind ein hervorragender One-Two-Punch, aber ohne den Verletzten Amile Jefferson ist der Kader wohl zu dünn.

Upset-Tipp:

Yale (12) über Baylor (5)

Mit drei Niederlagen in den letzten vier Spielen humpeln die Bears eher schlecht als recht in die Madness, haben Turnover-Probleme und könnten gegen die gute Rebound-Arbeit von Yale Probleme bekommen. Die Bulldogs sind als Ivy-League-Champion zum ersten Mal seit 1962 dabei und haben mit Justin Sears und Makai Mason zwei Scorer (jeweils über 15 Punkte im Schnitt) im Kader. Macht man das Spiel langsam und spielt seine Erfahrung aus, ist der Upset drin!

Draft-Prospect to watch:

Brandon Ingram von Duke. Wer hätte gedacht, dass ein ehemaliger Skater bei den so beschaulichen Blue Devils unterkommt und dort auch noch derart überzeugt? An seinen besten Tagen ist Ingram ein Mix aus Kevin Durant und Tracy McGrady, der von überall punkten kann - und lange, athletische Forwards sind derzeit ja total angesagt. Er ist gerade mal 18 und noch ziemlich schmächtig, deshalb gibt es diese besten Tage nicht immer. Dennoch werden sich einige Teams nach ihm die Finger lecken. Obwohl er spätestens am 2. Pick wohl nicht vorbeikommt.