Dienstag, 23.02.2016

NHL-Roundup

Rekord-Capitals ringen Coyotes nieder

Die Washington Capitals haben mit einem hart erarbeiteten Erfolg über die Arizona Coyotes eine neue Bestmarke aufgestellt. Auch ein Assist von Tobias Rieder blieb ohne Wirkung. In Montreal feierten die Nashville Predators einen Krimi-Sieg über die Canadiens, die San Jose Sharks schossen die St. Louis Blues aus der Halle und in Boston ließen es die Bruins und die Columbus Blue Jackets gleich zweistellig klingeln.

Die Washington Capitals marschieren von Sieg zu Sieg
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Die Washington Capitals marschieren von Sieg zu Sieg

Washington Capitals (44-10-4, 92 Pts) - Arizona Coyotes (27-26-6, 60 Pts) 3:2 BOXSCORE

Die Fans im Verizon Center sahen nicht nur einen starken Gast aus Arizona, der sich vor allem bei Goalie Louis Domingue für einen mit 31 Saves richtig starken Rückhalt bedanken durfte, sondern auch am anderen Ende des Eises ordentlich Widerstand lieferte. Dass die Capitals, die sich im ersten Drittel mit einigen unnötigen Penalties selbst etwas aus dem Rhythmus gebracht hatten, am Ende dennoch das Feld als Sieger verlassen konnten, lag am nicht unumstrittenen Treffer von Mike Richards.

Der Center der Hausherren fand nach 8:43 Minuten des Schlussabschnitts als dritter Spieler Washingtons einen Weg vorbei an Domingue und rein ins Glück. Zuvor hatten bereits Evgeny Kuznetsov während eines Powerplays und Superstar Alex Ovechkin, der seinen 39. Treffer der laufenden Spielzeit verbuchen konnte, die Coyotes-Führung durch Kevin Connauton sehr zur Freude der eigenen Fans gedreht. Zwar sorgte Arizonas Connor Murphy nur exakt eine Minute nach Richards mit seinem Tor zum 2:3 für eine spannende Schlussphase, allerdings hielten die Nerven der Capitals.

"Ich dachte, dass der Treffer bei meinem Glück aberkannt wird", sagte Richards, der erst seit Januar im Dress der Capitals aufläuft, nach der Partie. "Es ist schon eine Weile her, dass ich ein so wichtiges Tor erzielen konnte." Kurz vor Richards' Schuss ins Glück hatte Domingue versucht, den Puck mit seinem Handschuh auf dem Eis zu fixieren, Tom Wilson konnte ihn jedoch wegstochern. "Ich dachte, dass ihr Goalie ihn hat", erinnerte sich der 31-Jährige an die entscheidende Szene. "Und dann war der Puck auf einmal frei und landete auf meinem Schläger." Eine Challenge von Gäste-Coach Dave Tippett blieb ohne Erfolg.

"Ich habe langsam das Gefühl, dass ich durch meine geringe Anzahl an Spielen in dieser Liga, eine andere Behandlung erfahren als andere Goalies", machte Domingue, für den es erst der 28. Start seiner Karriere war, seinem Ärger im Anschluss Luft. "Ich denke, dass solch eine Szene bei Holtby einen Pfiff nach sich gezogen hätte." Domingues Gegenüber, Braden Holtby, zeigte ebenfalls eine starke Leistung und durfte 25 Saves auf seinem Konto gutschreiben.

Die Capitals haben durch den Erfolg mit 44 Siegen die beste Bilanz aller Zeiten in den ersten 58 Spielen geknackt. Für Tobias Rieder, der beim 1:0 die Vorlage gegeben hatte und insgesamt 20:05 Minuten auf dem Eis stand, und Co. bietet sich bereits am Dienstag beim Gastspiel in Tampa die Chance zur Wiedergutmachung.

Montreal Canadiens (28-27-5, 61 Pts) - Nashville Predators (28-21-11, 67 Pts) 1:2 SO BOXSCORE

Eigentlich hätten sich die Fans der Preds einige Nerven sparen können, denn Nashvilles Craig Smith hatte in der Overtime den Siegtreffer auf dem Schläger. Der Center der Gäste ließ die Chance jedoch verstreichen und drohte so zum entscheidenden Mann der Partie zu werden - allerdings zu Gunsten der Hausherren aus Montreal. In einem ausgeglichenem Duell auf Augenhöhe hatte Viktor Arvidsson die Gäste früh in Führung geschossen, die Habs konnten jedoch kurz vor Schluss des ersten Drittels durch einen Treffer von Brendan Gallagher, für den es Saisontor 16 war, alles wieder auf null stellen.

NHL: Die Stanley-Cup-Sieger der letzten 20 Jahre
1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1995: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Claude Lemieux (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1996: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Joe Sakic (Forward)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1997: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Mike Vernon (Goalie)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1998: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Steve Yzerman (Forward)
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1999: Dallas Stars. Playoffs-MVP: Joe Nieuwendyk (Forward)
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2000: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Scott Stevens (Defenseman)
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2001: Colorado Avalanche. Playoffs-MVP: Patrick Roy (Goalie)
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2002: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Nicklas Lidström (Defenseman)
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2003: New Jersey Devils. Playoffs-MVP: Jean-Sebastien Giguere (Goalie, Mighty Ducks of Anaheim)
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2004: Tampa Bay Lightning. Playoffs-MVP: Brad Richards (Forward)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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Wegen eines Streiks fiel die NHL-Saison 2005 aus. 2006: Carolina Hurricanes. Playoffs-MVP: Cam Ward (Goalie)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2007: Anaheim Ducks. Playoffs-MVP: Scott Niedermayer (Defenseman)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2008: Detroit Red Wings. Playoffs-MVP: Henrik Zetterberg (Forward)
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2009: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Evgeni Malkin (Forward)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2010: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Jonathan Toews (Center)
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2011: Boston Bruins. Playoffs-MVP: Tim Thomas (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2012: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Jonathan Quick (Goalie)
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2013: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Patrick Kane (Forward)
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2014: Los Angeles Kings. Playoffs-MVP: Justin Williams (r., Forward)
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2015: Chicago Blackhawks. Playoffs-MVP: Duncan Keith (l., Defenseman)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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2016: Pittsburgh Penguins. Playoffs-MVP: Sidney Crosby (r.)
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Im Anschluss standen dann vor allem die beiden Goalies, Pekka Rinne bei den Preds (28 Saves) und Montreals Mike Condon (29 Saves), im Fokus. Beide brachten die Angriffsreihen nicht nur aus dem Konzept, sondern ein ums andere Mal an den Rand der Verzweiflung. Aufgrund der starken Leistung der Schlussmänner sowie dem Aussetzer Smiths musste die Entscheidung im mit 21.288 Zuschauern erneut ausverkauften Bell Centre im Shootout fallen.

Das Bild der regulären Spielzeit und der Overtime setzte sich auch hier fort. Nachdem Montreals Sven Andrighetto, Alex Galchenyuk und Max Pacioretty gescheitert waren und auch Nashvilles Ryan Johansen und Filip Forsberg den Puck nicht im Kasten unterbringen konnten, bekam Smith die große Chance, seinen Patzer aus der Verlängerung vergessen zu machen. Die Nerven des 26-Jährigen hielten.

"Es war sicher keine einfache Situation, als er im Shootout als dritter Schütze auf dem Eis stand", sagte Rinne über Smiths Nervenstärke. "Es war sehr wichtig und ich habe mich sehr für ihn gefreut, vor allem vor dem Hintergrund, dass er in der Overtime diesen Patzer hatte." Für die Preds steht als nächstes das Duell mit den Toronto Maple Leafs auf dem Plan, Montreal trifft auf Washington.

St. Louis Blues (35-18-9, 79 Pts) - San Jose Sharks (32-21-5, 69 Pts) 3:6 BOXSCORE

Ein Doppelschlag von Tomas Hertl sowie ein Treffer von Logan Couture brachte die Sharks beim Gastspiel in St. Louis im ersten Drittel früh auf Kurs. Danach musste das Team von Coach Peter DeBoer allerdings etwas zittern, als David Backes und Vladimir Tarasenko die Gastgeber wieder in Schlagdistanz bringen konnten. Nur 20 Sekunden nach dem 2:3 war jedoch erneut Couture zur Stelle.

Ice, Ice, Baby!
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Es ging so heftig zur Sache, dass sich Bostons Denna Laing richtig weh tat und vom Eis getragen werden musste
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Und mit ein paar netten Spielereien zauberte er den Fans ein Lachen auf die Lippen
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Und dann konnte es auch schon losgehen. Den Auftakt machten die Montreal Canadiens mit dem ersten Treffer
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Aber längst nicht alles war Friede, Freude, Eierkuchen - auf dem Eis ging es heiß her
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"Du kommst hier nicht rein!" Die Boston Bruins verteidigten ihr Tor mit aller Macht
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Später traten auch die Jungs von Simple Plan auf, denn: The Show must go on!
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Der Center ließ dem nach nur 13 Minuten eingewechselten Goalie Jake Allen, der es am Ende auf 15 Saves brachte, keine Chance und erhöhte auf 4:2. Allen war für Brian Elliott (12 Saves) nach dessen drittem Gegentor aufs Feld gekommen. Während die Fans auf den Rängen des randvollen Scottrade Centers noch an die Wende glaubten, ließen die Sharks selbige auf dem Eis nicht mehr zu.

Erst erhöhte Joe Thornton, der zuvor bereits zwei Tore vorbereitet hatte, auf 5:2 für die Gäste, dann sorgte er mit seinem zweiten Treffer des Abends nicht nur dafür, dass sich die Anhänger der Truppe aus San Jose über drei Doppelpacker freuen konnte, sondern auch über einen letztlich mehr als verdienten Erfolg. Auch der Treffer von St. Louis' Jay Bouwmeester konnte daran nichts mehr ändern.

"Wir leisten uns einfach zu viele Penalties", analysierte Blues-Coach Ken Hitchcock nach der Schlusssirene. "Es sind einfach viel zu viele. Wir waren heute nicht bereit." Auf der Gegenseite waren die Gäste von der ersten Minute an heiß. "Wir haben den perfekten Start erwischt und es ist natürlich immer schön, mit einer Führung im Rücken zu spielen", sagte Thornton. "Wir haben heute zweifellos einen sehr guten Job gemacht."

Boston Bruins (32-22-6, 70 Pts) - Columbus Blue Jackets (24-29-7, 55 Pts) 4:6 BOXSCORE

Die Bruins konnten im Duell mit den Blue Jackets zwar lange mithalten, am Ende ging der Truppe um Dennis Seidenberg, der 17:11 Minuten auf dem Eis stand, allerdings etwas die Puste aus. Nachdem Boone Jenner während einer Überzahlsituation die Gäste in Führung geschossen hatte, gleich Loui Eriksson noch im ersten Durchgang aus.

Nach nur 21 Sekunden des zweiten Abschnitts war es dann erneut Jenner, der mit seinem zweiten Treffer des Tages für die Führung des Teams aus Columbus sorgte. Zwar konnte Matt Beleskey ausgleichen, allerdings sollte die restliche Partie nicht anders verlaufen als der Beginn. Ein Doppelschlag von William Karlsson und Scott Hartnell ließ die Hausherren erneut einem Rückstand nachlaufen.

Angepeitscht vom Großteil der 17.565 Fans im TD Garden gab sich Boston dennoch nie auf. Beleskey und Eriksson verkürzten auf 3:4 beziehungsweise 4:5, am Ende waren die Treffer von Brandon Saad (5:3) und Dalton Prout, der mit dem 6:4 für den endgültigen Endstand der Partie sorgte, allerdings zu viel für abgekämpfte Bruins. "Wir haben einfach versucht, unser Spiel zu spielen", sagte Blue-Jackets-Goalie Joonas Korpisalo (26 Saves). "Wir wissen, dass es funktioniert."

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