Mittwoch, 18.03.2015

March Madness - First Four

Dayton-Comeback dank Heimvorteil

Die Dayton Flyers kommen in den seltenen Genuss des Heimvorteils und nutzen diesen gleich zum Sieg vor einem frenetischen Publikum. Die Hampton Pirates dürfen sich auf das Duell mit dem Topfavoriten aus Kentucky freuen. Auf dem Weg dahin räumten sie im First Four die Manhattan Jaspers aus dem Weg. Robert Morris trifft durch den Comeback-Sieg gegen North Florida nun auf Duke und deren vermeintlichen Top-Pick Okafor.

Ganz Dayton peitschte die Flyers zum Sieg über Boise State
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Ganz Dayton peitschte die Flyers zum Sieg über Boise State

Manhattan (16) - Hampton (16) 64:74

Topscorer: Shane Richards (17) - Quinton Chievous (15), Reginald Johnson (15)

Vor der Partie gegen Jaspers wusste Hampton-Coach Edward Joyner Jr. schon ganz genau, was sein Team bräuchte, wenn es in der ersten Runde auf die Topfavoriten aus Kentucky träfe: "Jesus auf der Kurzwahl", witzelte er. Als sein Team dann wirklich in die erste Runde der March Madness einzog, nahm er sein Handy und tat so als ob er ein Ferngespräch machen würde.

"Hallo? Hallo?", sprach er auf der Pressekkonferenz nach dem Spiel in den Hörer. Dann legte er sein Telefon weg und sagte, dass "er mich bestimmt zurückrufen wird." Auf dem Weg zum Duell mit den Wildcats, musste sich der Coach aber nicht auf göttlichen Beistand verlassen. Denn besonders auf Reginald Johnson, der 15 Punkte erzielte und zwei spielentscheidende Defensivaktionen hatte, und Quinton Chievous (15 Punkte, 13 Rebounds) war an diesem Abend Verlass.

Die Pirates führten in der ersten Hälfte schon mit zwölf Punkten, mussten dann aber mit ansehen, wie Manhattan bis auf einen Punkt herankam. Johnson entschied das Spiel mit zwei Steals. Für die Jaspers ist der Traum vom großen Turnier damit schon vorbei, bevor er überhaupt wirklich angefangen hat.

March-Madness-Vorschau: Kentucky auf dem Weg zur Perfektion

Mississipi (11) - BYU (11) 94:90

Topscorer: Stefan Moody (26) - Tyler Haws (33)

Ole Miss hat für das erste große Comeback beim NCAA-Turnier gesorgt. Angeführt von Stefan Moody kämpften sich die Jungs aus Mississipi nach einem 17-Punkte-Rückstand zur Halbzeit zurück in die Partie. Bis zu einem 15:2-Lauf in der zweiten Halbzeit lagen die Rebels immer zurück, danach ließen sie sich das Spiel aber nicht mehr nehmen.

"Willkommen beim March Madness", jubelte Mississipi-Coach Andy Kennedy nach dem Spiel. Für sein Team geht es am Donnerstag in Jacksonville gegen den sechsten der Setzliste, Xavier.

Für die Rebels wird die Niederlage hingegen schwer zu verdauen sein: "Dieses Spiel wird uns noch lange weh tun", erklärte Coach Dave Rose nach der Partie. Mississipis' Bester, Tyler Haws, ging schon in die Analyse: "Wir haben offensiv genug gemacht, um zu gewinnen. Wir fanden in der ersten Halbzeit unseren Rhythmus. In der zweiten Halbzeit ist uns das Spiel dann entglitten. Wir hatten in der Verteidigung einfach keine Antworten gegen sie."

North Florida (16) - Robert Morris (16) 77:81

Topscorer: Beau Beech (28) - Lucky Jones (21)

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Drittes Spiel, zweiter Comeback-Sieg des NCAA-Turniers. Auch Robert Morris sichert sich dank einer furiosen zweiten Hälfte einen Platz auf dem Bracket und darf nun am Freitag gegen das hochfavorisierte Duke antreten. Nach lediglich 29 Punkten in der ersten Hälfte explodierten die Colonials in der zweiten Halbzeit und schenkten North Florida 52 Punkte ein.

Dabei war es vor allen Dingen ein Bankspieler, der für Furore sorgte. Sixth Man Lucky Jones legte mit 21 Punkten, 7 Rebounds und 5 Steals den Grundstein für den Sieg. Dabei schaffte es Robert Morris im zweiten Durchgang nicht nur offensiv zwei Gänge draufzulegen, auch defensiv legten sie das Ball-Movement und das starke Perimeter-Shooting der Ospreys an die Ketten.

Das bekam vor allen Dingen Beau Beech zu spüren. Der Shooting Guard schoss zwar zu Beginn die Lichter aus, machte aber in den letzten elf Minuten keinen einzigen Punkt mehr. Laut Colonials-Guard Rodney Pryor (20 Punkte) lag der Schlüssel in der Halbzeitansprache und der generellen Einstellung. "Die Jungs ließen in der Halbzeit bereits die Köpfe hängen, aber wir haben uns daran erinnert, dass es eine Ehre ist, bei diesem Turnier mitzuspielen und haben dann versucht einfach Spaß zu haben", so Pryor. Das hat geholfen. Erstmals seit 2010 steht Robert Morris wieder im NCAA-Turnier.

Boise St. (11) - Dayton (11) 55:56

Topscorer: Derrick Marks (23) - Kendall Pollard (17)

Fast 30 Jahre ist es her, als zuletzt ein Team beim NCAA-Turnier Heimvorteil besaß. Da die Ausscheidungsspiele für die zweite Runde des Turnier aber in den Hallen der Dayton-Universität stattfanden, durften die Flyers tatsächlich vor ihren eigenen Kommilitonen und Familien antreten. Das hörte man auch. Die Stimmung in der Halle war ohrenbetäubend und nicht zu vergleichen mit der vom vorherigen Spiel.

Dabei taten sich die Flyers allerdings trotz der tatkräftigen Unterstützung lange Zeit schwer. Dayton rannte fast permanent einem Rückstand hinterher, erst kurz vor Schluss entschieden sie das Spiel mit einem 10:2-Lauf vor den 12.592 begeisterten Anhängern und holten sich so den 22. Sieg in Folge vor heimischem Publikum. Senior Jordan Sibert (13 Punkte) war beeindruckt. "Sie waren unfassbar. Ich denke nicht, dass wir ohne dieses Publikum gewonnen hätten", so der Guard.

Boise State reist dagegen mit einer weiteren Niederlage ab und ist weiterhin ohne Sieg bei einem NCAA-Turnier. Der Rekord steht nun bei 0:7. Daran konnte auch der beste Punktesammler Derrick Marks sowie die deutliche Reboundüberlegenheit wenig helfen.

Die March Madness im Überblick

SPOX

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