Big Easy gegen gigantisch groß

Von SPOX
Dienstag, 21.12.2010 | 18:09 Uhr
Wer macht das Rennen: New Orleans oder Houston, Paul und Brees oder Lee und Ming?
© Getty
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NBA
Lakers @ Cavaliers
NFL
Broncos @ Colts
NHL
Penguins @ Golden Knights
NBA
Spurs @ Rockets
NFL
Bears @ Lions
NHL
Canadiens @ Senators
NBA
Jazz @ Cavaliers
NFL
Chargers @ Chiefs
NFL
Texans @ Jaguars
NFL
RedZone -
Week 15
NBA
Kings @ Raptors
NHL
Blues @ Jets
NFL
Cowboys @ Raiders
NHL
Kings @ Flyers
NFL
Falcons @ Buccaneers
NBA
Warriors @ Lakers
NHL
Hurricanes @ Maple Leafs
NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Lakers @ Rockets
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Celtics @ Knicks
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Lakers @ Warriors
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Jets @ Islanders
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Colts @ Ravens
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NBA
Mavericks @ Hawks
NFL
Vikings @ Packers
NFL
RedZone -
Week 16
NBA
76ers @ Knicks
NBA
Cavaliers @ Warriors
NFL
Steelers @ Texans
NBA
Wizards @ Celtics
NFL
Raiders @ Eagles

Im großen American Sports City Contest können die mySPOX-User über die Sporthauptstadt Nordamerikas abstimmen. Nur ein kanadischer Kandidat ist dabei, dafür kommt es schon zum Auftakt zu einem heißen Duell zwischen zwei Südmetropolen. Die Heimat der chronischen Loser trifft auf die City of Champions, die Schwergewichte dürfen sich in der ersten Runde noch zurücklehnen.

Die Ansetzung der Partien erklärt sich so: Im ersten Schritt hat sich die SPOX-Redaktion, um den Contest nicht ausarten zu lassen, auf 24 Teilnehmerstädte geeinigt. Dabei war die Anzahl der Teams in den großen Ligen NBA, NFL, NHL und MLB ein wichtiger Faktor.

Aufgrund der Vielzahl der Bewerber hatten Städte mit nur einem Klub ohnehin schon mal keine Chance. Das erklärt zum Beispiel, warum Salt Lake City (Utah Jazz, NBA), Green Bay (Packers, NFL) oder Calgary (Flames, NHL) nicht dabei sind.

Letztlich haben es alle Städte, die in drei oder gar allen vier Ligen Teams stellen, in die Verlosung geschafft. Unter den Städten mit zwei Teams sind Milwaukee, Charlotte, Nashville, Buffalo, Cincinnati, Kansas City, Baltimore und San Diego am Cut gescheitert.

Warum? Weil wir von der SPOX-Redaktion die Regeln machen. Und wir finden San Francisco, Seattle oder Indianapolis eben wichtiger, besser, spannender und interessanter. Fertig. Aus. Punkt.

Aus den 24 Teams wurden die acht Favoriten ausgewählt, die in der ersten Runde ein Freilos haben. New York und Los Angeles wurden als Nummer eins und zwei von der Redaktion gesetzt, die restlichen Platzierungen wurden ausgelost. Unter den anderen 16 Teams fand keine weitere Einteilung statt.

Jetzt, wo die Grundlagen geklärt sind, gehen wir ans Eingemachte. Denn jetzt seid Ihr, die User, gefragt! Schaut Euch die einzelnen Duelle der ersten Playoff-Runde an - wir geben Euch dazu mit einigen Erklärungen Hilfestellungen.

Danach benutzt ihr das Voting, um Euren jeweiligen Favoriten Eure Stimme zu geben. Am 23. Dezember geben wir die Sieger der ersten Runde bekannt - und starten gleichzeitig in die zweite Runde.

American Sports City Contest, Runde eins:

Toronto vs. San Francisco

Toronto: Ja, es gibt auch die Raptors (NBA) und Blue Jays (MLB), aber diese Stadt atmet nur eins: Eishockey! Die Maple Leafs sind Religion, im Angesicht der Medien-Berichterstattung verblasst sogar der FC Bayern. So wie es den Maple Leafs geht, geht es der ganzen Stadt. Und das bedeutet im Moment: Nicht gut.

Denn seit 1967 wartet Toronto auf den nächsten Stanley Cup - und es sieht ganz danach aus, als ob es noch länger warten wird. Vielleicht steigen ja die Chancen, falls die kanadische Metropole tatsächlich bald eine zweite NHL-Mannschaft bekommen sollte.

San Francisco: Allein die Aussicht von der Golden Gate Bridge ist eine Reise an die Westküste wert. Wir sind in 49ers-Country. Fünfmal gewann San Francisco den Super Bowl, Joe Montana und Steve Young haben Helden-Status.

Den machen ihnen seit neuestem allerdings die Baseball-Stars streitig. Denn 2010 gewannen die Giants nach 56 Jahren völlig überraschend erstmals wieder die World Series.

Oakland vs. Denver:

Oakland: Unmittelbar gegenüber von San Francisco gelegen, kann Oakland schon mal etwas in Vergessenheit geraten - bei Touristen wie bei der Sportberichterstattung. Mit gut 400.000 Einwohnern ist "The O" keine Weltstadt, beheimatet aber dennoch drei Profiteams.

Und auch wenn die Athletics (MLB), Raiders (NFL) und Warriors (NBA) allenfalls mittelprächtige Leistungen bieten, haben die Klubs eine Fanbase, deren Enthusiasmus sich so manch anderes Team wünschen würde.

Denver: Wer auf Outdoor-Sport und Freizeitaktivitäten in freier Natur steht, der hat es - bis auf wenige Ausnahmen - nirgendwo in Nordamerika besser als in der "Mile High City". Der Colorado River und die Rocky Mountains bieten Bedingungen vom Allerfeinsten.

Als passiver Sportfan hat man es in Denver aber auch sehr gut. Es gibt in allen vier Sportarten ein Team, aktuell am stärksten sind die Nuggets (NBA), aber auch die junge Truppe der Colorado Avalanche (NHL) und die Rockies (MLB) sind nicht zu verachten. Eine einzige Enttäuschung dagegen: die Broncos (NFL). Das eigentliche Flaggschiff der Stadt ist derzeit ein Wrack. Immerhin gibt es mit Tim Tebow einen der am kontrovers diskutiertesten Rookies der NFL.

Tampa Bay vs. Atlanta

Tampa Bay: Tampa Bays Sportteams und Tradition - das passt nicht wirklich zusammen. Die Rays (MLB) sind 12 Jahre, die Buccaneers 34 Jahre und die Lightning erst 18 Jahre alt. Tampa Bay ist nicht mal eine Stadt, sondern nur ein größeres Küstengebiet im Westen Floridas.

Aber: Die Bucs und Lightning haben immerhin schon je einen Titel geholt (2002 bzw. 2004) die Rays waren die letzten Jahre konstante Postseason-Anwärter. So schafft man sich in kürzester Zeit eine enthusiastische Fanbase an.

Atlanta: In der Hauptstadt Georgias sind zahlreiche Groß-Unternehmen (z.B. Coca-Cola) ansässig, außerdem ist Atlanta die Heimat von Dr. Martin Luther King und eine der Ursprungsstädte des Dirty South Rap - Stichwort "Outkast". Atlanta ist cool, genauso wie seine Teams.

Die Falcons (NFL) schicken sich an, im Titelrennen mitzumischen. Die Hawks (NBA) sind ein sicheres Playoff-Team und auch die Braves (MLB) waren in der abgelaufenen Saison in der Postseason dabei. Und plötzlich schicken sich auch noch die Thrashers (NHL) an, ihr Loser-Image abzulegen.

St. Louis vs. Washington

St. Louis: Das Wahrzeichen ist der Gateway Arch, ein riesengroßer Bogen. Sportlich sind die Cardinals (MLB) das Aushängeschild der Stadt. Die Fans pilgern ins Busch Stadium, um einen der besten Baseballspieler der Welt zu sehen (Albert Pujols).

Im Football ist die Zeit der "Greatest Show on Turf" lange vorbei, aber seit diesem Jahr geht es bei den Rams wieder bergauf: Rookie-Quarterback Sam Bradford macht's möglich. Die Blues (NHL) streben mit einem jungen, talentierten Team ebenfalls nach oben.

Washington: Die Hauptstadt der USA lechzt nach Titeln. Welches Team ihnen eine Meisterschaft beschert, ist eigentlich egal. Nur: Wer soll es machen?

Die Wizards (NBA) sind im Neuaufbau, die Redskins (NFL) zerstören sich regelmäßig selbst und die Nationals (MLB) sind eine von nur zwei Baseball-Franchises, die noch nie die World Series erreicht haben. Bleiben noch die Capitals (NHL). Und deren Chancen stehen nicht schlecht. Wird Washington nach 20 Jahren Dürre - die Redskins holten 1991 den Super Bowl - endlich erlöst?

Indianapolis vs. Phoenix

Indianapolis: Indiana empfindet sich selbst als die Heimat des Basketballs. Der Sport mit der orangenen Pille wurde von Dr. James Naismith zwar anderswo erfunden, aber aufgrund der unheimlichen Tradition, die Basketball in Indiana hat, kann man das Empfinden der Menschen dort schon verstehen.

Entsprechend sind die Pacers eine absolute Institution in der NBA und waren zu Zeiten Reggie Millers Titelanwärter, befinden sich aber seit einigen Jahren im Neuaufbau. Und konkurrenzlos sind sie auch nicht: Denn die Colts gehören in der NFL seit Jahren zur Creme de la Creme.

Phoenix: Die Wüste von Arizona ist nicht nur ein Rentnerparadies, Phoenix hat auch sportlich überall seine Finger im Spiel - selbst beim Eishockey. Den Coyotes (NHL) droht aufgrund des mangelnden Zuschauerinteresses allerdings der Verkauf.

Besser geht's den Suns (NBA), die in der jüngeren Vergangenheit stets relativ sichere Playoff-Kandidaten waren. Unter ferner liefen dagegen: die unsäglichen Baseballer der Diamondbacks (MLB). Auch die Cardinals (NFL), die 2008/2009 noch im Super-Bowl-Finale standen, spielen derzeit wegen ihrer Quarterback-Probleme oft unterirdisch.

Pittsburgh vs. Cleveland

Pittsburgh: Früher eine Stahl-Stadt, heute eine der unterschätztesten und schönsten Städte der USA. "The Burgh" ist bekannt für seine 455 Brücken - und für seine Sportverrücktheit.

Aktuell beheimatet die City of Champions mit den Steelers den Rekordchampion der NFL (6 Titel) und mit den Penguins eine der traditionsreichsten Franchises der NHL. Die Pirates (MLB) sind die hässliche, weil absolut unerfolgreiche Schwester.

Cleveland: Seit diesem Sommer befindet sich Cleveland im Schockzustand. Sieben Jahre lang war die Stadt mit dem Namen LeBron James verbunden - und dann verlässt der Superstar der Cavaliers (NBA) das Team nicht nur ablösefrei, sondern tritt auf dem Weg nach Miami auch noch die Gefühle der Fans mit Füßen.

Von einem Tag auf den anderen wurde aus einem Titelkandidat eine Rumpftruppe. Die grottenschlechten Indians (MLB) können die Sportfans auch nicht aufmuntern. Immerhin: Die Browns (NFL) sorgten mit einigen Achtungserfolgen in der aktuellen Saison für positive Schlagzeilen.

Seattle vs. Minneapolis

Seattle: Wunderschöne Stadt im äußersten Nordwesten der USA, die mit den Seahawks in der NFL und mit den Mariners in der MLB vertreten ist. Aktuell allerdings mit mäßigem Erfolg.

Wer auf Eishockey steht, fährt ins zwei Autostunden entfernte Vancouver. Da spielen die Canucks. Basketball gibt es seit dem Umzug der Sonics nach Oklahoma City nur noch in der WNBA, aber: Ein Comeback wird derzeit heiß diskutiert.

Minneapolis: Die ausnehmend hübsche, mit der Mall of America lockende und vor allem wasserreiche und grüne Stadt im Norden der USA ist in allen vier Sportarten mit Teams vertreten.

Seit dem Abgang von Kevin Garnett 2007 spielen die Timberwolves (NBA) zwar kaum noch eine Rolle und die im zu den Twin Cities zählenden St. Paul beheimateten Wild (NHL) fristen auch eher ein Graue-Maus-Dasein, aber die Twins (MLB) sind durchaus respektabel. Aushängeschild sind jedoch die Vikings (NFL) um den immer wieder für Schlagzeilen sorgenden Brett Favre.

New Orleans vs. Houston

New Orleans: Die Küstenregion um New Orleans ist nicht erst seit Hurrican Katrina vom Schicksal geprügelt. Deshalb lechzen die Menschen nach Ablenkung.

Für die sind einerseits die Hornets (NBA) zuständig, deren Umzug angeblich aber bevorsteht. Bleiben noch die Saints. Und die sind nicht nur amtierender Super-Bowl-Champion, sondern haben außerdem eine der treuesten Anhängerschaften der NFL. Die Stimmung im Superdome ist mit nichts zu vergleichen.

Houston: In der texanischen Metropole ist alles riesig: Die Stadt ist die viertgrößte der USA, der Hafen der sechstgrößte der Welt, die ansässige Airline "Continental Airlines" die achtgrößte der Welt. Außerdem sitzt hier die NASA und die Umweltverschmutzung ist gewaltig.

Nicht so riesig sind dagegen die Leistungen der Sportteams: Die Astros (MLB) fristen ein Schattendasein, die Texans (NFL) werden mal wieder die Playoffs verpassen und die Rockets (NBA) sind trotz starken Kaders eine brutale Enttäuschung.

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