Dienstag, 06.04.2010

NCAA March Madness - Final Four

And the champion is...

Duke! Die Blue Devils erwiesen sich im Finale des NCAA Tournaments als zu stark für die Butler Bulldogs und fuhren einen 61:59-Erfolg ein. Für Duke ist es der vierte Titel nach 1991, 1992 und 2001.

Konfetti-Regen für Lance Thomas (vorne) und die Blue Devils: Duke feiert den vierten Titel
© Getty
Konfetti-Regen für Lance Thomas (vorne) und die Blue Devils: Duke feiert den vierten Titel

Butler Bulldogs (5) - Duke Blue Devils (1) 59:61

Die 2010er Ausgabe des Turniers endet genau so, wie sie angefangen hat: Mit Spannung pur! Kein Team konnte sich im Verlauf des Spiels mit mehr als sechs Punkten absetzen, selbst als Duke in einigen Angriffen hintereinander erfolgreich war und man das Gefühl hatte, dass die Bulldogs jetzt geschlagen sein könnten, fand Butler immer wieder einen Weg, um sich ins Spiel zurück zu kämpfen.

Zu Beginn des Spiels waren das einige Dreier von Guard Shelvin Mack (12 Punkte), im Verlauf der ersten Hälfte dann vor allem Reservist Avery Jukes, der 10 Punkte erzielte, die niemand auf dem Zettel hatte. Starting-Center Matt Howard (11) war da schon eher als Punktelieferant eingeplant, aber wie in fast jedem Spiel hatte er mit Foulproblemen zu kämpfen und ohenhin alle Hände voll damit zu tun, Gegenspieler Brian Zoubek (8 Punkte, 10 Rebounds) in Schach zu halten, der zwar offensiv extrem limitiert, dafür aber an den Brettern eine absolute Macht ist.

Duke bestach wie schon im Halbfinale gegen West Virginia mit seinen Top Drei Kyle Singler (19), Jon Scheyer (15) und Nolan Smith (13). Insbesondere Singler war nicht nur eiskalt aus der Distanz (3 Dreier), sondern verbuchte zudem 9 Rebounds und 2 enorm wichtige Blocks. Völlig zu Recht wurde er zum Most Outstanding Player des Final Fours gewählt. "Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie es mir jetzt geht", war Singler überwältigt. "Diese letzten paar Minuten war einfach nicht normal."

Hayward nur von der Linie effektiv

In denen sahen die Blue Devils wie der sichere Sieger aus, doch Butler verstand es prächtig, mit seinem Zug zum Korb Fouls zu erzwingen und sich so eine Vielzahl von Freiwürfen zu verdienen. Insbesondere Topspieler Gordon Hayward (12), bei dem es aus dem Feld überhaupt nicht lief (2 von 11), tat sich dabei hervor und versenkte alle seiner acht Versuche. So arbeiteten sich die Bulldogs auf 59:60 heran, und nachdem Singler 38 Sekunden vor Schluss einen Jumper vergab, hatte das Team aus Indianapolis sogar die Chance, vor heimischem Publikum den Sieg einzufahren.

Hayward sollte für die entscheidenden Punkte sorgen, ließ sich von Zoubek allerdings zu weit nach außen drängen und musste es mit einem Fadeaway-Jumper von der Seitenlinie versuchen. Der war zu kurz, der Rebound fiel Zoubek in die Hände. "Wir waren einen einzigen Wurf davon entfernt, uns zum Champion zu machen", war Coach Brad Stevens stolz auf sein Team, das sich als Nummer fünf der West Region ins Endspiel gekämpft und dabei Gegner wie Syracuse und Kansas State hinter sich ließ.

Duke hatte zuvor definitiv die leichteren Gegner, bewies aber auf der größtmöglichen Bühne im College-Basketball, dass es nicht umsonst im Finale stand. Nachdem Hayward Zoubek foulen musste, bewies der 2,15-Meter-Gigant Nervenstärke von der Linie: Den ersten versenkte er eiskalt, den zweiten verwarf er absichtlich.

"Wie der Vater, so der Sohn"

Butler musste innerhalb von 3,8 Sekunden einen Wurf nehmen, aber von der Mittellinie fehlten erneut Hayward wenige Zentimeter. Der Ball sprang an den Ring, die Fans hielten den Atem an, aber letztlich wollte die Kugel doch nicht durch die Reuse fallen. "Man kann vor beiden Teams nur seinen Hut ziehen", dachte Duke-Coach Mike Krzyzewski in der Stunde des Erfolgs auch an den Gegner.

"Sie haben wirklich alles gegeben", sagte Singler. "Es gab einige Momente in diesem Spiel, in denen wir einfach mehr Glück hatten." So wie fünf Minuten vor Schluss, als Hayward einen offenen Layup hatte, aber von Forward Lance Thomas übel gefoult wurde. Man hätte auf unsportliches Foul entscheiden können - die Schiedsrichter entschieden sich dagegen.

Blue Devil Smith war nach Spielschluss den Tränen nah: "Wie der Vater, so der Sohn", jubelte Smith. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin." Sein verstorbener Vater Derek hatte vor 30 Jahren an gleicher Stelle mit den Louisville Cardinals die Meisterschaft gewonnen.

NCAA March Madness: Die Halbfinals

SPOX

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