NHL in Sachen Standortbestimmung gestärkt

SID
Donnerstag, 01.10.2009 | 11:27 Uhr
Die Phoenix Coyotes erreichten zuletzt in der Saison 01/02 die NHL-Playoffs
© Getty
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Bei der Versteigerung der Phoenix Coyotes hat das Gericht die Gebote der NHL und des Investors Balsillie zurückgewiesen, bestätigte aber das NHL-Recht zur Bestimmung der Standorte.

Im Gezerre um die Zukunft der bankrotten Phoenix Coyotes in der nordamerikanischen Profiliga NHL ist der Liga ein bahnbrechender Punktsieg gelungen und eine Rückkehr des Teams nach Kanada gerichtlich ausgeschlossen worden.

Konkursrichter Redfield Baum wies bei der Zwangsversteigerung des Klubs zwar die Gebote sowohl der NHL als auch des kanadischen Investors Jim Balsillie zurück, bestätigte aber gleichzeitig mit Nachdruck das Recht der NHL zur Bestimmung ihrer Mitglieder und der Standorte ihrer Klubs.

In Balsillies 242,5-Millionen-Dollar-Offerte sah das Gericht in seiner 28-seitigen Entscheidungsbegründung die Veranstalterrechte der NHL "nicht ausreichend geschützt".

NHL muss lediglich leicht nachgebessertes Angebot abgeben

Der Milliardär erklärte daraufhin seine Bemühungen um einen Erwerb des Teams und eine anschließende Ansiedlung des Klubs im Eishockey-Mutterland für beendet.

Die seit Verfahrensbeginn gegen einen Umzug nach Kanada stimmende NHL hingegen erhielt von Baum die Aufforderung, ein lediglich in Bezug auf die Befriedigung der Coyotes-Gläubiger leicht nachgebessertes Gebot abzugeben.

Hohe Bedeutung auch für andere US-Profiligen

Die Entscheidung des Gerichtes könnte für die Zukunft auch der US-Profiligen im Basketball, Football und Baseball von hoher Bedeutung sein. Investoren dürften nunmehr deutlich größere Schwierigkeiten haben, einen im US-Sport durchaus üblichen Umzug eines Teams durchzusetzen.

Baums Beschluss verschafft der NHL als derzeit einzigem Interessenten Luft für den geplanten Weiterverkauf des Klubs. Andererseits jedoch könnten Interessenten durch die gestärkte Position der Liga auch abgeschreckt sein.

Team-Besitzer Jeff Moyes hatte im Mai angesichts eines dreistelligen Millionen-Defizits Konkurs für die Coyotes angemeldet. Das Minus alleine für die vergangene Saison betrug 67,1 Millionen Dollar.

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