Die Comeback-Kids aus Chicago

SID
Dienstag, 13.10.2009 | 08:54 Uhr
Die Chicago Blackhawks drehten gegen die Calgary Flames ein schon verloren geglaubtes Spiel
© Getty
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Die Chicago Blackhawks gewinnen ein irres Spiel gegen die Calgary Flames, die Penguins brauchen Crosby und Malkin nicht - und in San Jose geht es auch seltsam zu.

Was für ein unfassbares Comeback! Die Chicago Blackhawks gewinnen ihr Heimspiel gegen die Calgary Flames nach einem 0:5-Rückstand noch mit 6:5 und stellten damit den NHL-Rekord für die größten Comebacks ein.

Im ersten Drittel schossen Dustin Boyd, Eric Nystrom, Jarome Iginla, Rene Bourque und Olli Jokinen innerhalb von fünfeinhalb Minuten die Flames mit 5:0 in Führung.

Die Blackhawks hatten Goalie Cristobal Huet nach den ersten drei Gegentoren durch Antti Niemi ersetzt, aber auch der musste gleich zweimal hinter sich greifen. Das Spiel schien aber mal so was von entschieden.

Doch dann ging es los. John Madden brachte Chicago noch im ersten Drittel auf die Anzeigetafel und im Mitteldrittel legten Patrick Kane, Dustin Byfuglien und Dave Bolland nach. Den Ausgleich besorgte schließlich Patrick Sharp im Schlussdrittel, ehe Brent Seabrook nach 26 Sekunden der Overtime das Spiel für die Blackhawks entschied.

Die Pittsburgh Penguins haben ihren starken Saisonstart derweil fortgesetzt. Bei den Ottawa Senators gewann der Stanley-Cup-Champion souverän mit 4:1 und bewies, dass es auch mal ohne Scorerpunkte von Sidney Crosby und Jewgeni Malkin geht.

Kennedy stark bei den Pens

Tyler Kennedy traf doppelt für die Pens, die weiteren Tore erzielten Jordan Staal und Bill Guerin. Ebenfalls hervorragend läuft es auch für die New York Rangers, die die Toronto Maple Leafs mit 7:2 vom Eis fegten.

Dennis Seidenberg musste mit den Florida Panthers eine erneute Niederlage hinnehmen. Das 2:3 bei den Tampa Bay Lightning bedeutete für das Team des deutschen Nationalverteidigers die vierte Niederlage in Folge - die Panthers bleiben mit zwei Zählern Schlusslicht der Southeast Division.

Dabei war Florida durch Radek Dvorak und Nathan Horton zweimal in Führung gegangen. Tampa drehte die Partie aber im Schlussdrittel dank zweier Tore von Martin St. Louis und Ryan Malone. Zuvor hatte Steven Stamkos zwischenzeitlich zum 1:1 getroffen. Seidenberg hatte mit 23:27 Minuten die meiste Eiszeit aller in der Begegnung eingesetzten Spieler.

Seltsames Spiel in San Jose

Eine ausgeglichene Bilanz haben die Nashville Predators mit nun 2-2-Siegen nach ihrer 1:6-Schlappe gegen die Edmonton Oilers, bleiben aber trotzdem Letzter in der Central Division. Nationalstürmer Marcel Goc kam dabei für knapp acht Minuten zum Einsatz, Verteidiger Alexander Sulzer stand nicht im Kader.

Die Oilers entschieden die Partie schon im ersten Drittel, als Zack Stortini mit zwei Toren sowie Shawn Horcoff und Gilbert Brule eine 4:0-Führung herausschossen.

Erst nach zwei weiteren Treffern der Gäste durch Andrew Cogliano und Denis Grebeschkow gelang Jason Arnott der Ehrentreffer für die Predators, die insgesamt 41 Schüsse auf das Gehäuse von Jeff Drouin-Deslauriers abgaben. Die Oilers waren bei nur 20 Torschüssen deutlich effektiver.

Die San Jose Sharks kassierten derweil eine Niederlage mit Seltenheitswert. Sowohl während der regulären Spielzeit, als auch in der Verlängerung fielen gegen die Phoenix Coyotes keine Tore, die Entscheidung fiel im Penaltyschießen, in dem Lauri Korpikoski den entscheidenden Versuch zum 1:0-Sieg der Gäste verwandelte.

Nationalkeeper Thomas Greiss saß auf der Bank. Die Sharks bleiben mit sieben Punkten Zweiter der Pacific Division hinter den L.A. Kings (2:1 bei den Islanders).

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