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Topspiel und tickende Zeitbombe

Von SPOX
Samstag, 17.10.2009 | 11:37 Uhr
Zwei der gefährlichsten Offensivwaffen der Saints: Jeremy Shockey (r.) und Reggie Bush
© Getty
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Wenn es hierzulande wieder richtig kalt wird, trennt sich in der NFL so langsam die Spreu vom Weizen. Nach fünf Spieltagen wissen einige Teams bereits, dass es mit den Playoffs für sie nichts werden wird. Die Kansas City Chiefs zum Beispiel, sie stehen bei 0-5. Und am Sonntag geht's nach Washington (2-3).

Okay, die Redskins sind wahrlich keine Monster, doch bei ihnen ist Feuer unterm Dach und die Spieler haben sich im Laufe der Woche selbst dazu verdammt, bessere Leistungen zu bringen.

Wie sie das getan haben? Drei Leistungsträger haben anonym von der Klubführung ein Bekenntnis zu Headcoach Jim Zorn eingefordert. Jetzt ist es an ihnen, dieser Forderung durch einen Sieg über KC  Nachdruck zu verleihen und Zorn den Job zu retten.

Auch andernorts sitzen die Trainer auf heißen Stühlen. So sah sich in Dallas Cowboys-Besitzer Jerry Jones dazu veranlasst, seinem Coach Wade Phillips eine Jobgarantie bis Saisonende zu geben. Und das bei einer 3-2-Bilanz der Boys nach fünf Runden.

Am sechsten Spieltag hat Dallas wie San Francisco, Indianapolis und Miami spielfrei. Gekickt, getackelt, geworfen und gelaufen wird woanders. Hier sind die aus unserer Sicht heißesten Partien:

New Orleans Saints (4-0) - New York Giants (5-0)

Ganz klar das Topspiel in der NFC. Zwei der drei noch Niederlagen freien Teams treffen aufeinander. Drew Brees trifft auf Eli Manning, Jeremy Shockey auf sein Ex-Team, das ihn im Super Bowl 2008 von der Seitenlinie verbannte, als er verletzt war. Eine Offensiv-Show trifft auf die beste Verteidigung der Liga (die Giants lassen im Schnitt bisher nur 210,6 Yards pro Spiel zu). Es riecht nach Spektakulärem, nach Rachegelüsten, nach betonharten Hits. 'Nuff said!

Seattle Seahawks (2-3) - Arizona Cardinals (2-2)

In der NFC West läuft alles auf einen Dreikampf zwischen den 49ers, Seahawks und Cardinals hinaus. Siege in direkten Vergleichen zählen daher doppelt. Um ins Rollen zu kommen, braucht Seattle einen starken Matt Hasselbeck. In der Vorwoche warf der Playmaker vier Touchdown-Pässe gegen Jacksonville. Arizona setzt Hasselbeck Defensive End Darnell Dockett entgegen. Der Sieger dieses Head-to-Head-Matchups wird wohl auch als Sieger des Spiels vom Feld gehen.

Minnesota Vikings (5-0) - Baltimore Ravens (3-2)

Cedric Benson. Bei diesem Namen werden die Ravens-Verteidiger immer noch Wutanfälle bekommen. Benson schaffte es am vergangenen Sonntag als erster Spieler nach 39 Partien wieder einmal, über 100 Yards gegen Baltimores Defense zu erlaufen. Und ausgerechnet jetzt wartet mit Adrian Peterson der wohl beste Running Back der NFL auf die Raben. Anzunehmen ist, dass sich Baltimore etwas Spezielles gegen Peterson einfallen lässt, um ihn zu stoppen. Das macht den Weg frei für Brett Favre und dessen Passspiel. Jedenfalls in der Theorie. Wird der 40-Jährige wieder eine Gala abliefern?

New York Jets (3-2) - Buffalo Bills (1-4)

Auf zwei Spieler werden die Kameraobjektive das ganze Spiel über gerichtet sein: Da hätten wir zum einen Mark Sanchez, den Rookie-Quarterback der Jets und in den ersten drei Wochen der NFL-Saison Everybodys Darling der New Yorker Presse. Kein Wunder, da gewannen die Jets auch dreimal in Folge. Doch nach der vermeidbaren Niederlage in Miami stehen sie nur noch bei 3-2. Wie wird Sanchez nun unter Druck reagieren? Hat er die Nerven, um aus dem Tal herauszufinden? Auf der anderen Seite steht Terrell Owens im Fokus. Natürlich. Nach dem Aus bei den Cowboys konnte T.O. von Glück sagen, dass er in Buffalo noch ein Team fand, das ihm einen guten Vertrag gab. Doch die Bills sind mit ihrer No-Huddle-Offense (wird gegen die Jets abgeschafft) ganz schwach gestartet. Die Zeitbombe namens Owens tickt. Wann rastet er aus? Kein Wunder, dass es unter der Woche die ersten Wechselgerüchte um T.O. gab.

Atlanta Falcons (3-1) - Chicago Bears (3-1)

Nach den schweren Verletzungen einiger Stammspieler (u.a. Brian Urlacher) bei der Saisonauftaktpleite in Green Bay haben sich die Bears überraschend gut gefangen. Auch wenn Linebacker Hunter Hillenmeyer (Rippenverletzung) wohl ausfällt, kann die Defense gegen Atlanta wieder zum entscheidenden Faktor werden. Gegen das furiose Offensiv-Quintett der Falcons mit Matt Ryan, Tony Gonzalez, Roddy White, Michael Jenkins und Michael Turner muss sie das sogar. Für Atlanta beginnen die Wochen der Wahrheit, denn nach dem Clash mit Chicago geht's nach Dallas und New Orleans.

San Diego Chargers (2-2) - Denver Broncos (5-0)

Ein Do-or-die-Spiel für die Chargers. Verlieren die Kalifornier gegen die defensivstarken Gäste (zweitbeste Verteidigung der Liga), liegen sie bereits dreieinhalb Spiele hinter Denver zurück. In der spielfreien Woche hat San Diego versucht, die schwächelnde Defense auf Vordermann zu bringen. Prominentestes Opfer war Starting Safety Clinton Hart, der rausgeschmissen wurde. Ob's was gebracht hat und Chargers-Quarterback Philip Rivers Rückendeckung erhält? Das Monday Night Game wird's zeigen.

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