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Der lange Weg aus der Krise

Von Philipp Dornhegge
Dienstag, 04.08.2009 | 16:41 Uhr
LeBron James soll die New York Knicks zurück an die Spitze führen. Aber will der King überhaupt?
© Getty
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Nach Jahren der Dürre wollen die New York Knicks mit der Verpflichtung von LeBron James eine neue Ära einläuten. Doch bis zum Sommer 2010 hat Donnie Walsh noch viel Arbeit vor sich. Was kann der Knicks-Manager tun, um das Team auf Vordermann zu bringen?

Die Fans der New York Knicks mussten in den letzten Jahren einiges erdulden: Zunächst den sportlichen Verfall ab 2000, dann die Katastrophenjahre unter Isiah Thomas und zuletzt das Theater um Stephon Marbury.

Mit dem neuen Manager Donnie Walsh und dem neuen Coach Mike D'Antoni sollte es sportlich wieder bergauf gehen, doch die vergangene Saison war kaum besser als die Jahre zuvor, als der Traditionsklub in sechs der letzten sieben Saisons die Playoffs verpasste.

Dank der offensiven Spielweise von D'Antoni boten die Spiele der Knicks bessere Unterhaltung, doch die Bilanz war mit 32-50 erneut unbefriedigend.

LeBron James: Glanz und Glamour oder die geliebte Heimat?

Das Ziel in diesem Sommer und der kommenden Saison ist klar: Platz unter dem Salary Cap schaffen, um 2010 Free Agents allererster Güte an den Hudson River zu locken.

Dieses Vorhaben könnte allerdings nach hinten losgehen: Wenn es Walsh nicht schafft, noch in diesem Jahr eine halbwegs schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, warum sollte ein LeBron James dann im nächsten Jahr zu den Knicks wechseln?

Klar, New York bietet als Stadt sicher mehr als das provinzielle und von der Wirtschaftskrise arg gebeutelte Cleveland, aber Ohio ist nun mal James' Heimat, und sportlich sind die Cavaliers unbestritten einige Klassen besser.

Walsh krempelt den Kader komplett um

Was also tun, um dem King einen Wechsel schmackhaft zu machen? Finanziell sind die Knicks nicht schlecht aufgestellt: Forward Jared Jeffries (6,9 Millionen Dollar) und Center Eddy Curry (11,3 Mio.) sind die einzigen Spieler, die für 2010 einen gültigen Vertrag beziehungsweise eine Option von über drei Millionen Dollar haben, für die talentierten Danilo Gallinari und Wilson Chandler besitzt der Klub eine Teamoption.

Hinzu kommen die Rookies Jordan Hill und Toney Douglas sowie die Rollenspieler Joe Crawford und Chris Hunter. Macht insgesamt acht Spieler und eine Gesamtsumme von 21,9 Millionen Dollar.

Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Klub vor vier Jahren noch über 130 Mio. bezahlen musste. Bei dem aktuellen Salary Cap von 57,7 Mio. Dollar reicht das zumindest für einen dicken Fisch.

Sessions-Verpflichtung: Der nächste Schritt aus der Krise

Doch wie gesagt: Um den zu bekommen, müsste man das Team schon in diesem Jahr auf Vordermann bringen. Ganz oben auf der Liste steht ein potenter Point Guard, der das Team lenken und langfristig einen Topmann wie James entlasten kann.

Die Suche zieht sich aber schon seit Wochen hin, und mittlerweile tauchte wohl jeder verfügbare Spielmacher in der Gerüchteküche auf. Selbst der von den Pacers verjagte Jamaal Tinsley war zwischenzeitlich im Rennen.

Im Endeffekt wird sich Walsh wohl auf Ramon Sessions festlegen, der die Milwaukee Bucks verlassen darf und sechs Millionen Dollar pro Jahr verdienen dürfte.

Sessions ist jung, schnell und ein exzellenter Scorer. Dass er aber auch passen kann, beweisen die 25 Assists, die er als Career-High zu Buche stehen hat.

Katastrophen-Jahre unter Thomas wirken nach

Als Backup könnte Jason "White Chocolate" Williams fungieren, der nach einem Jahr in Frührente sein Comeback plant. In diesen Tagen ist der 33-Jährige zum Probetraining in New York. Außerdem bietet der Klub Nate Robinson und David Lee Vertragsverlängerungen um ein Jahr an.

Sicherlich nicht die Art von Verbesserung, die sich die Fans in New York wünschen würden, aber noch knabbert der Klub an den Nachwehen der Thomas-Verfehlungen. Die Knicks müssen kleine Brötchen backen, um 2010 am Free-Agent-Büffet richtig zuschlagen zu können.

Und sollte im nächsten Jahr der King verkünden: "New York, here I come!", dann wird das sprunghafte Publikum im Madison Square Garden alles Leid der letzten Jahre schlagartig vergessen haben.

2010: Schier unerschöpfliches Angebot an Topspielern

Und selbst wenn James nicht kommt, dann gibt es reichlich andere Free Agents, die aus den Knicks ein Topteam machen können: Von Dwyane Wade, Chris Bosh oder Kobe Bryant abgesehen können sich immerhin auch Leute wie Carlos Boozer, Joe Johnson, Manu Ginobili, Shaquille O'Neal, Ray Allen und Tracy McGrady neue Klubs suchen, sollten sie nicht zuvor ihre Verträge verlängern. Gleiches gilt übrigens für Dirk Nowitzki.

Keine Frage: Die Zukunft der New York Knicks ist ungewiss, doch Donnie Walsh ist der richtige Mann, will man sein Team umkrempeln.

Der 68-Jährige gilt als einer der besten Manager im Business und hat in zwanzig Jahren bei den Indiana Pacers fast nichts falsch gemacht. Besser geht's also nicht. Wenn Walsh die Knicks nicht in die Erfolgsspur zurückführt, wer dann?

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