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Alt, verletzt und uneffektiv

Hat Allen Iverson ausgedient?

Von Philipp Dornhegge
Montag, 09.03.2009 | 15:21 Uhr
Allen Iversons Zukunft steht nach seiner Rückenverletzung mehr denn je in den Sternen
© Getty
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Was wird aus Allen Iverson? Nach den letzten Erfolgen der Pistons mehren sich die Gerüchte, dass die Zeit des vermeintlichen Heilsbringers in Detroit schon wieder zu Ende geht. Denn die Pistons sind nur ohne den MVP von 2001 ein richtig gutes Team. Schwarzmaler sprechen sogar schon vom Karriereaus.

Iverson ist mittlerweile 34 Jahre alt, scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben und ist jetzt auch noch verletzt. Der Rücken setzt den Guard für mindestens zwei Wochen außer Gefecht.

Ein solches Gebrechen im fortgeschrittenen Alter ist meist kein gutes Zeichen für einen NBA-Spieler. Kehrt A.I. jemals wieder zu alter Form zurück?

Pistons ohne Iverson besser

Der läuft der ehemalige Superstar freilich schon die ganze Saison hinterher. Auch wenn die Fitness da war, schien Iverson dem Erfolg in Detroit eher im Weg gestanden zu haben.

Rechnet man die ersten Spiele der Saison und den aktuellen Lauf der Pistons zusammen, hat der dreimalige NBA-Champion acht von neun Spielen ohne ihren vermeintlichen Star gewonnen.

Wenn Iverson spielte, weist Detroit dagegen eine Bilanz von 23-29 auf. Ob es nun daran liegt, dass Iverson ein Egozocker ist, der nicht mehr an alte Leistungen anknüpfen kann, ob er für miese Stimmung im Team sorgt oder ob es einfach nicht passt mit The Answer und den Pistons, sei mal dahingestellt. Fest steht, dass Iversons Verpflichtung dem Team eher geschadet hat.

NBA-Klubs auf Sparkurs

Fest steht auch, dass er für die kommende Saison keinen Vertrag hat. Ob er einen neuen bekommt, steht derzeit in den Sternen.

Denn in Zeiten der Finanzkrise überlegen die Manager der NBA-Teams doppelt und dreifach, für wen sie Geld ausgeben. Da könnte ein exzentrischer Ex-Superstar als erster hinten runter fallen.

Was wird aus Iverson? Auch unterwegs immer top-informiert sein!

Zumal seine Dienste nicht billig zu haben sein werden. Bisher ist Iverson in seiner Karriere nicht unbedingt durch Selbstlosigkeit und Bescheidenheit aufgefallen.

Dem gegenüber steht jedoch die Aussicht, dass Salary Cap und Luxury-Tax-Grenze für die kommende Saison gesenkt werden. Es wird also noch weniger Geld da sein als vorher.

Zuverlässige Veteranen immer gefragt

Klar, ausgewiesene Siegertypen wie James Posey oder im letzten Jahr P.J. Brown werden immer händeringend gesucht, weil sie die jüngeren Spieler führen, keinen Ärger machen und verlässlich ihre Arbeit verrichten.

Stephon Marbury hat sogar bewiesen, dass selbst ein schlechter Ruf kein Hindernis sein muss. Solange man finanzielle Zugeständnisse macht, körperliche Fitness nachweisen kann und sich mit einer Reservistenrolle zufrieden gibt.

Fraglich ist allerdings, ob Iverson diese drei Punkte erfüllen kann und will. Dazu kommt eben die Angst der Manager, dass Iverson ein Team gar nicht besser machen kann.

So komisch es klingen mag: Es könnte durchaus sein, dass einer der größten Scorer der NBA-Geschichte, ein zehnmaliger All-Star, der Rookie des Jahres '97, der Mann, der dem großen Michael Jordan in seiner ersten Saison mit einem Killer Crossover fast die Knöchel brach, im November ohne Team dasteht.

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