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Gamewinner in letzter Sekunde

Von Haruka Gruber
Samstag, 21.03.2009 | 03:32 Uhr
Der entscheidende Augenblick: Dirk Nowitzki nimmt Maß und trifft den Gamewinner gegen Indiana
© Getty
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Was ein Finish: Trotz enger Bewachung versenkt Dirk Nowitzki den entscheidenden Wurf bei den Indiana Pacers. Damit unterstreichen die Dallas Mavericks ihren neuen Ruf als Anti-Weicheier.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte die "Dallas Morning News" einen erstaunlich drastisch formulierten Kommentar.

"Die Mavericks sind bedeutungslos geworden. Früher haben sich die Menschen in Dallas für das Team interessiert, jetzt nicht mehr", schrieb das Blatt. Die Saison sei derart mittelmäßig, dass "für die Mavs kein Grund zur Hoffnung besteht".

Ein harsches Urteil, das nach dem Spiel bei den Indiana Pacers jedoch relativiert werden muss.

Denn trotz der erneut unbeständigen und teilweise nachlässigen Leistung demonstrierte Dallas eine in diesem Jahr neu gewonnene Qualität: So erstaunlich es klingen mag, haben sich die früher so mental anfälligen Mavs bei aller spielerischen Stagnation zu einem der nervenstärksten Teams der Liga entwickelt.

Nowitzki aus 5,50 Metern zum Sieg

Der 94:92-Erfolg bei den Pacers war der 16. Sieg in einem Spiel, das mit fünf Punkten oder weniger entschieden wurde. Demgegenüber stehen nur drei Niederlagen. Damit sind die Mavs NBA-Spitze.

Sinnbildlich die Schlussphase der Partie. 19,8 Sekunden vor dem Ende hat Indianas Spielmacher T.J. Ford den Ball und versenkt mit der Shotclock den Dreier ins Gesicht des 17 Zentimeter größeren Antoine Wright. Ausgleich zum 92:92.

Dallas mit dem letzten Angriff. Dirk Nowitzki, der die zweite Halbzeit über große Probleme mit Gegenspieler Jeff Foster hatte, wird in Position gebracht, bekommt den Ball, macht einen kleinen Schritt nach links, einen kleinen Schritt nach hinten, steigt aus 5,50 Meter Distanz zum Sprungwurf hoch - und trifft den Gamewinner 1,1 Sekunden vor der Schlusssirene. Nowitzki, der Pacers-Killer.

Der letzte überhastete Wurf von Indianas Topscorer Danny Granger (18 Punkte) wird von Ryan Hollins geblockt. 

19 Minuten ohne Punkt

Für Nowitzki waren es die Punkte 22 und 23. Damit gelangen dem 30-Jährigen zum 13. Mal in Folge 20 Zähler oder mehr - die aktuell beste Serie ligaweit. Lange sah es aber so aus, als ob sie reißen würde.

Nach einer starken ersten Halbzeit (17 Punkte) verlor Nowitzki komplett den Faden. Einerseits, weil er das Penetrieren in die Zone gänzlich einstellte und sich nur noch auf den Sprungwurf verließ. Andererseits, weil er von Foster schlicht sehr gut verteidigt wurde.

In der zweiten Halbzeit traf Nowitzki nur 3 von 11 Versuchen, zudem gingen 2:53 Minuten vor dem Ende zwei wichtige Freiwürfe hintereinander daneben. Nach der Halbzeit-Pause blieb Nowitzki über 19 Minuten ohne Punkt - bis von den letzten 4 Sprungwürfen 3 das Ziel fanden. Einer davon der erwähnte Gamewinner.

Wright stellt Granger kalt

Hinter Nowitzki war Jason Terry, der für J.J. Barea überraschend in der Startformation stand, mit 17 Punkten (6 von 13) der beste Punktesammler der Mavs. James Singleton zeichnete sich für 10 Zähler sowie 11 Rebounds verantwortlich, Jason Kidd gelangen 10 Punkte, 9 Rebounds und 5 Assists.

Die beste Vorstellung bot jedoch Wright. Nicht nur wegen seinen 13 Zählern (5 von 9), 5 Rebounds sowie 4 Blocks, sondern auch aufgrund der exzellenten Defense gegen Granger, dem bei 26 Würfen nur 8 Treffer gelangen.

Dampier und Howard vor Comeback

Ryan Hollins, der zum zweiten Mal in Folge Erick Dampier als Starting-Center vertrat, spielte zwar engagiert, brachte sich mit seiner Hibbeligkeit aber früh in Foulprobleme.

Nach vier Minuten etwa hatte er bereits 3 Fouls auf dem Konto.

Der an Knieproblemen laborierende Dampier sollte genauso wie Josh Howard bei der nächsten Partie in der Nacht auf Donnerstag gegen Golden State wieder einsatzbereit sein.

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