Seidenbergs All-Star-Team

Owetschkin ja, Crosby nein

Von Florian Regelmann
Dienstag, 24.03.2009 | 14:33 Uhr
Dennis Seidenberg hat sich in Carolina durchgesetzt und genießt das Vertrauen des Trainers
© Getty
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ExklusivDennis Seidenberg hat sich in Carolina zum Top-Verteidiger etabliert. Für SPOX stellt er sein persönliches All-Star-Team auf. Eine Heulsuse fehlt.

Dennis Seidenberg befindet sich mit seinen Carolina Hurricanes mitten im heißen Playoff-Rennen. Dass die Canes gute Chancen auf die Postseason haben, verdanken sie auch ein wenig ihrem deutschen Verteidiger.

Seidenberg wurde in dieser Saison, abgesehen von zwei kürzeren Pausen wegen Problemen mit der Leiste, einigermaßen von Verletzungen verschont. Das Ergebnis: Er hat sich in Carolina als einer der Top-Blueliner etabliert.

26 Scorerpunkte (4 Tore, 22 Assists) in 63 Spielen sind eine ordentliche Statistik. "Es ist meine beste Saison bislang. Der Trainer schenkt mir Vertrauen und wenn man über Wochen viel Eiszeit bekommt, steigt automatisch das Selbstvertrauen. Es läuft gut", sagt Seidenberg im Gespräch mit SPOX.

Für SPOX nahm sich der 27-Jährige die Zeit, sein persönliches All-Star-Team der NHL zusammen zu stellen. Es gibt auch Überraschungen. 

Torhüter

Miikka Kiprusoff (Calgary Flames)

Stats 2008/2009: 42-18-5; Fangquote 90,4 Prozent; Gegentorschnitt 2,86; 4 Shutouts

Einschätzung: Das Arbeitstier der Flames. Unglaublich, wie viele Spieler Kipper seit Jahren in jeder Saison absolviert. 74, 74, 76 - und in dieser Saison stand der 32-Jährige auch schon wieder bei 67 von 72 Spielen im Kasten. Manchmal hat man den Eindruck, dass die vielen Spiele Spuren hinterlassen und seine Reflexe nicht mehr ganz so überragend sind, wie in seiner Vezina-Trophy-Saison 2006, aber Kiprusoff ist und bleibt einer der besten Goalies der NHL. Calgary holte sich Kiprusoff übrigens 2003 per Trade aus San Jose. Der Preis: Ein lächerlicher Zweitrundenpick.

Dennis Seidenberg: "Ich habe mich für Kiprusoff entschieden, weil er einfach jedes Jahr unglaublich viele Spiele macht und sehr konstant seine Leistungen bringt. Mir ist auch noch kein Tor gegen ihn gelungen..."

Verteidigung

Nicklas Lidström (Detroit Red Wings)

Stats 2008/2009: 70 Spiele, 13 Tore, 37 Assists, 50 Punkte

Einschätzung: Der Prototyp eines perfekten Verteidigers. Wird im April 39 Jahre alt, aber an seiner Klasse hat der Schwede nichts eingebüßt. Ein Traum für jeden Coach. Seine bald 1000 Scorerpunkte sind beeindruckend, aber seine Karriere-Plus-Minus-Bilanz von aktuell +407 noch mehr. Wenn Lidström auf dem Eis steht, brennt bei den Red Wings nichts an. Fünfmaliger Norris-Trophy-Gewinner. Dazu Stanley-Cup-Sieger, Weltmeister, Olympiasieger - Lidström hat alles erreicht.

Dennis Seidenberg: "Lidström ist seit Ewigkeiten der alles überragende Verteidiger der NHL. Defensiv sensationell, offensiv sensationell und nie verletzt. Von ihm kann man sich eine Menge abschauen."

Mike Green (Washington Capitals)

Stats 2008/2009: 60 Spiele, 28 Tore, 36 Assists, 64 Punkte

Einschätzung: Der beste Offensivverteidiger der NHL. Punkt. Seit der letzten Saison scort Green von der blauen Linie, was das Zeug hält. Starker Schuss, starker Schlittschuhläufer, starker Powerplay-Quarterback - eigentlich ein vierter Stürmer. Seine 56 Punkte-Saison 2007/2008 war schon stark, aber in dieser Saison dreht der 23-Jährige noch einmal gewaltig auf.  Er erzielte in acht Spielen in Folge mindestens ein Tor und stellte damit einen neuen NHL-Rekord für Verteidiger auf.    

Dennis Seidenberg: "Was der offensiv drauf hat, ist ohne Worte. Über einen Punkt pro Spiel als Verteidiger ist der Hammer. Die perfekte Ergänzung zu Lidström in meiner Verteidigung"

Sturm

Henrik Zetterberg (Detroit Red Wings)

Stats 2008/2009: 68 Spiele, 29 Tore, 38 Assists, 67 Punkte

Einschätzung: Von Wayne Gretzky mal zu Recht als der unterschätzteste Spieler in der NHL bezeichnet. Was Lidström in der Defensive ist, ist Zetterberg in der Offensive. Vielleicht der beste Zwei-Wege-Stürmer der NHL. Defensiv die Zuverlässigkeit die Person, aber auch ständig gefährlich im Sturm. Zusammen mit Pawel Datsyuk sorgt er für die "Pav and Hank Show". Auch privat hat er einen Volltreffer gelandet. Seit Sommer 2008 ist er mit Emma Andersson verlobt. Einer schwedischen TV-Moderatorin, die auch als Model arbeitet.  

Dennis Seidenberg: "Zetterberg kann alles. Er macht Tore und er ist ein super Spielmacher, auch wenn er auf dem Flügel spielt."

Joe Thornton (San Jose Sharks)    

Stats Saison 2008/2009: 72 Spiele, 23 Tore, 56 Assists, 79 Punkte

Einschätzung: Mister Assist. Thornton verbucht mehr Vorlagen als die meisten anderen Spieler Punkte. Der beste klassische Spielmacher der NHL. Mit einer unglaublichen Übersicht ausgestattet. Kaum vom Puck zu trennen. Und er trifft nebenbei auch noch durchaus regelmäßig das Tor.

Dennis Seidenberg: "Die schwierigste Entscheidung. Ich hätte auch Sidney Crosby oder Jewgeni Malkin nehmen können, aber aus dem Bauch heraus nehme ich Thornton. Die sind alle wahnsinnig gut, aber aus meiner Zeit in Philadelphia weiß ich noch, dass Crosby sich schon viel aufregt und rumheult auf dem Eis, wenn er hart gecheckt wird, so wie es damals Derian Hatcher mit ihm gemacht hat. Deshalb Thornton."

Alexander Owetschkin (Washington Capitals)

Stats Saison 2008/2009: 71 Spiele, 50 Tore, 44 Assists, 94 Punkte

Einschätzung: Was soll man zu Owetschkin sagen? Man muss sich nur sein Tor in dieser Saison gegen Montreal anschauen. Alex der Große ist ein Freak. Von Gott mit einer Gabe gesegnet, dass man normalerweise kein Spiel von ihm verpassen darf. Ganz großes Kino. Einzige Kritik von gegnerischen Teams: Sein übertriebener und respektloser Show-Jubel nach Toren. So wie zuletzt, als er nach seinem 50. Saisontreffer seinen Schläger aufs Eis legte und andeutete, seine Hände darüber zu erwärmen, weil sein Schläger ja so heiß ist.

Dennis Seidenberg: "Wie explosiv Owetschkin ist, weiß ja jeder. Aber was mich beeindruckt, ist, wie zweikampfstark er ist und wie körperbetont er spielt. Jemand, der 50 Tore macht und gleichzeitig so checkt, gibt es nur einmal. Du musst versuchen, den Körper zu spielen, bevor er überhaupt an die Scheibe kommt. Weil wenn man ihm Zeit und Platz lässt, er Geschwindigkeit aufnehmen kann, dann siehst du als Verteidiger ganz schnell ganz dumm aus. Dann macht er es mit dir..."

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