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Schrecksekunde für Rockets-Center

Yao Ming: Gedemütigt und verletzt

Von Haruka Gruber
Samstag, 24.01.2009 | 09:55 Uhr
Mit einem Eisbeutel auf dem verletzten Knie: Yao Ming bei den Pacers
© Getty
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Erst wird Yao von einem "Zwerg" fertig gemacht, dann setzt er auch noch die unheimliche Pechsträhne der Rockets fort. Außerdem in den Schlaglichtern: Ein Drama, ein Übermensch und Kritik an der Demokratie.

Knapp zwei Minuten waren erst zwischen den Indiana Pacers und den Houston Rockets gespielt, doch Yao Ming hätte bereits wissen müssen, dass es nicht sein Abend wird.

Nach 13 Sekunden: Yao per Sprungwurf aus vier Metern - vorbei. Nach 72 Sekunden: Yao per Sprungwurf aus 3,50 Metern - geblockt vom 25 Zentimeter kleineren Danny Granger. Nach 116 Sekunden: Yao per Korleger - erneut geblockt von Granger.

Es passte demnach ins Bild, was Houstons Center Mitte des zweiten Viertels widerfahren sollte. Nach einer Kollision tat sich der Chinese am Knie derart weh, dass er die komplette zweite Hälfte aussetzen und tatenlos die 102:107-Niederlage mit ansehen musste.

Nach Tracy McGrady und Ron Artest hat sich damit auch der dritte Star der Rockets verletzt - wobei bei Yao die Hoffnung besteht, dass er bald wieder einsatzbereit ist ("Ich werde morgen sehen, wie ich mich fühle"). Die Röntgenaufnahmen ergaben offenbar nichts Gravierendes.

Indianas neues "Block-Monster"

Houston Luis Scola erzielte 25 Punkte, genauso viele wie Granger, der gegen die Rockets aber nicht wie üblich nur als Scorer überzeugte. (Die Highlights im Video bei ESPN)

Denn Indianas neues "Block-Monster" verantwortete die entscheidende Aktion, als ihm gegen Von Wafer 18 Sekunden vor dem Schluss sein dritter Block der Partie gelang.

Granger völlig richtig: "Ich würde sagen, dass war mal ein Big Play."

Golden State Warriors (13-31) - Cleveland Cavaliers (33-8) 105:106: Nur drei Wörter: Drama, Baby, Drama!

In den letzten 2:29 Minuten der Partie wechselte neunmal die Führung, für die Entscheidung sorgte schlussendlich LeBron James, der mit dem Ablauf der Schlusssirene den Gamewinner einnetzte. "Das Gefühl ist unbeschreiblich", sagte James, dem 32 Punkte, 9 Rebounds, 8 Assists, 3 Steals und 2 Blocks gelangen.

Golden States Monta Ellis, nach seiner langwierigen Knöchelverletzung in Folge einer nicht erlaubten Moped-Fahrt inklusive Unfall erstmals wieder auf dem Parkett, lieferte beim Saisondebüt 20 Punkte. (Die Highlights im Video bei ESPN)

Chicago Bulls (18-26) - Toronto Raptors (17-28) 94:114: Fehler sind menschlich, sagt man. Aber heißt es im Umkehrschluss, dass Jose Calderon übermenschlich ist?

Denn der Spielmacher der Raptors kehrte nach hartnäckiger Achillessehnenverletzung wieder zurück und lieferte eine Partie nahe an der Perfektion ab.

Calderon erzielte 23 Punkte (damit Topscorer), verwandelte 9 von 10 Würfen, gab 10 Assists und verursache KEINEN EINZIGEN Turnover. Die Leistung des Spaniers: fast schon gruselig gut. (Die Highlights im Video bei ESPN)

Charlotte Bobcats (18-25) - Phoenix Suns (23-18) 98:76: Sechs Wochen ist es her, als die Bobcats Jason Richardson nach Phoenix schickten und im Gegenzug Boris Diaw und Raja Bell bekamen. Nach dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams seit dem Wechsel heißt der Gewinner des Trades eindeutig: Charlotte.

Diaw überzeugte erneut als neuer Go-to-Guy der Bobcats (26 Punkte, 11 Rebounds, 4 Assists, 2 Steals), Bell wiederum entnervte mit seiner bissigen Verteidigung Gegenspieler Richardson, so dass diesem nur 8 Zähler gelangen. (Die Highlights im Video bei ESPN)

San Antonio Spurs (29-13) - New Jersey Nets (19-24) 94:91: Nur zur Erinnerung: Spurs-Oldie Bruce Bowen bekam bei der All-Star-Wahl unter allen Forwards im Westen die drittmeisten Stimmen. Mehr als Dirk Nowitzki, Carmelo Anthony, Pau Gasol oder Ron Artest.

Erstaunlich, immerhin legt Bowen seine statistisch schlechteste Saison seit über zehn Jahren hin, zumal es ihm seit über zwei Monaten nicht mehr gelang, zweistellig zu punkten.

Stellvertretend seine Bilanz gegen New Jersey: 24 Spielminuten, 3 Punkte, 4 Rebounds, 0 Assists, 0 Steals, 0 Blocks. Trotz solcher Leistungen stimmten 1,39 Millionen Menschen für ihn - und nicht für Nowitzki, Anthony, Gasol oder Artest. Hoch lebe die Demokratie! (Die Highlights im Video bei ESPN)

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