Niederlage gegen New Orleans

Dallas: Alarmstufe Rot

Von Haruka Gruber
Donnerstag, 15.01.2009 | 06:29 Uhr
Dirk Nowitzki (20 Punkte) verliert mit Dallas das vierte Spiel in Serie
© Getty
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Dirk Nowitzki, Jason Terry - und sonst nichts: Nach der vierten Pleite in Serie ist klar, dass sich Dallas verstärken muss. Doch ausgerechnet jetzt gerät Mavericks-Besitzer Mark Cuban ins Visier der NBA.

36 Tage.

36 Tage haben die Dallas Mavericks noch Zeit bis zur Trading-Deadline am 19. Februar.

36 Tage, in denen die Mavericks ihren Kader verstärken müssen. Definitiv. Das 97:104 gegen die New Orleans Hornets offenbarte es schonungslos. Es war die vierte Niederlage in Serie (Die Highlights im Video bei ESPN).

Dallas leicht zu schocken

Allein nach dem Spielverlauf zu urteilen besteht kein Grund zur Panik. Die Hornets, immerhin eines der Topteams im Westen, lagen nie mit mehr als neun Punkte vorne, 9:37 Minuten vor dem Schlusspfiff war das Ergebnis sogar ausgeglichen (81:81).

Doch wie schon bei der Partie in Denver Tags zuvor oder bei der Blamage in Sacramento brachen die Mavericks just dann ein, als es darauf ankam.

Von New Orleans' 9:2-Lauf Mitte des letzten Viertels (90:83) sollte sich Dallas nicht mehr erholen - obwohl noch über sechs Minuten zu spielen waren.

Nowitzki, Terry - und dann?

Liegt es an der mangelnden Konzentration? Oder am fehlenden Killer-Instinkt? Beides möglich.

Das Hornets-Spiel hat aber auch gezeigt, dass die Erklärung viel nahe liegender sein könnte: Die Mannschaft ist einfach zu schlecht.

Die Mavs verlassen sich zu sehr auf ihr zugegeben gut aufgelegtes Duo Dirk Nowitzki und Jason Terry. Nowitzki gelangen 20 Punkte (8 von 17) und 13 Rebounds, Jason Terry erzielte von der Bank kommend 28 Zähler (9 von 15, 4 von 8 Dreier).

Von Antoine Wright abgesehen, der den weiterhin verletzten Josh Howard in der Starting Five ordentlich vertrat (15 Punkte), lieferte jedoch kein weiterer Maverick mehr als 7 Zähler.

Carlisle: "Wir waren einfach nicht gut genug"

"Unser Einsatz hat gestimmt", sagte Dallas-Coach Rick Carlisle. "Wir haben einfach nicht gut genug gespielt, um das Spiel zu gewinnen."

Dallas' größtes Problem: die Ausrechenbarkeit.

Die Gegner haben sich längst auf Carlisles zunächst sehr erfolgreiche Small-Ball-Taktik eingestellt und lassen sich nicht mehr übertölpeln - was vor allem Jason Kidd arge Probleme bereitet.

Paul vernascht Kidd

Gegen die Hornetes verwarf er 7 seiner 9 Versuche, die Wurfquote in den letzten drei Spielen beträgt mikroskopische 13,8 Prozent (4 von 27). Wie in der ersten Playoff-Runde letzte Saison entblößte New Orleans' jugendlich-dynamischer MVP-Kandidat Chris Paul den 35-Jährigen als Auslaufmodell.

Pauls Statistik: 33 Punkte, 11 Assists, 10 Rebounds, 7 Steals

Kidds Statistik: 7 Punkte, 7 Assists, 7 Rebounds, 0 Steals.

Nur bei den vermeidbaren Ballverlusten hatte Kidd die Nase vorn (3:2).

"Wir wollten Paul nicht doppeln, damit ihre Distanzschützen nicht freistehen. Und er hat seine Freiheiten genutzt und uns gekillt", sagte Nowitzki.

Jede Stimme für Dirk - Nowitzki zum All-Star-Game klicken!

Auch Portland und Utah patzen

Die einzig gute Nachricht an einem sonst so enttäuschenden Abend waren die Ergebnisse der Playoff-Konkurrenten.

Die Portland Trail Blazers (23-15), die Sechsten der Western Conference, verloren 79:100 in Philadelphia und die Achten Utah Jazz (23:16) unterlagen überraschend bei Schlusslicht Oklahoma City Thunder (93:114). Mit 22 Siegen und 17 Niederlagen rangiert Dallas weiterhin auf dem undankbaren neunten Platz.

Doch in den nächsten Tagen droht Dallas den Anschluss zu verlieren. Nach dem Heimspiel gegen Utah finden sechs der folgenden sieben Spiele auswärts statt, unter anderem in Detroit, Boston und Orlando.

Cuban im Visier der NBA

Verstärkung wäre demnach bitter nötig. Doch ausgerechnet in dieser heiklen Phase muss sich Mavs-Besitzer Mark Cuban mit einer drohenden Suspendierung auseinandersetzen.

So soll er während der Nuggets-Partie den gegnerischen Spieler J.R. Smith vehement des Ellbogen-Checks bezichtigt und später die Schiedsrichter beleidigt haben.

Obwohl Cuban zumindest letzteres bestreitet, leitete die NBA eine Ermittlung ein.

NBA: Ergebnisse und Tabellen im Überblick

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