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Wirtschaftkrise erreicht die NBA

SID
Montag, 10.11.2008 | 10:42 Uhr
NBA-Commissioner David Stern befürchtet trotz der Wirtschaftskrise keine Verluste der Klubs
© sid
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Die Wirtschaftskrise wirkt sich auch negativ auf die NBA aus. Da die Amerikaner künftig auch bei Sportveranstaltungen sparen wollen, erwartet die Liga sinkende Einnahmen.

Die reichste Liga der Welt bangt um ihre Milliarden. Als die National Basketball Association (NBA) vor ein paar Tagen in ihre neue Saison startete, überraschte Commissioner David Stern mit der Aussage, dass nur die Hälfte der 30 Teams der Liga schwarze Zahlen schreiben würde.

Es könnte noch schlimmer kommen: Angesichts der schwelenden Wirtschaftskrise erwartet die NBA in diesem Winter stagnierende Zuschauerzahlen und ein zurückhaltendes Engagement von Sponsoren.

Es war wie im Paradies. Jahrelang schwamm die NBA in so viel Geld, dass Spötter behaupteten, im schicken New Yorker Hauptquartier befände sich eine Maschine zum Gelddrucken.

Doch die Folgen der Rezession machen auch vor dem US-Sport nicht halt. In einer Umfrage kündigten fast zwei Drittel der Amerikaner an, sich in den kommenden Monaten bei Ausgaben für Sportveranstaltungen zurückzuhalten.

Nur "fünf bis sieben" profitable Vereine

Kein Problem, glaubt Stern. Die Einnahmen werden seiner Ansicht nach trotzdem leicht ansteigen, weil manche Klubs die Fans mit speziellen Deals ("Eintrittskarte plus Cola plus Hot Dog") anlocke.

Die Schulden der unprofitablen Vereine sieht der chronisch optimistische Liga-Chef als keine ernstzunehmende Hürde. Schließlich sei die maximale Höhe der Verbindlichkeiten in den Satzungen festgelegt.

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Allerdings bezweifeln Insider, ob tatsächlich nur 15 der 30 Klubs in den Miesen sind. Ein namentlich nicht genannter Vereinsvertreter sprach gegenüber US-Medien von "nur fünf bis sieben" profitablen Vereinen.

Neuer Rahmenvertrag in Sicht?

Angesichts der unsicheren Zukunft verwundert es nicht, dass die NBA schon drei Jahre vor Ablauf des Rahmenvertrages, der die Aufteilung der Einnahmen zwischen Stars und Liga regelt, ein Komitee ins Leben rufen will, das die Einzelheiten eines neuen Deals ausarbeiten soll.

Die von den Spielern favorisierte Verlängerung der derzeitigen Fassung scheint für die NBA derzeit kein Thema. "Es ist sicher noch zu früh, um zu spekulieren. Aber eines ist klar: Das Thema ist wichtig und die Klubbesitzer werden garantiert konzentriert zur Sache gehen", gab sich Stern diplomatisch.

Spirits of St. Louis weiter an Fernsehgeldern beteiligt

Welche Klubs Verluste schreiben, ließ der seit 1984 amtierende Commissioner offen. Ein offenes Geheimnis ist dagegen, welcher professionelle Basketballverein trotz Wirtschaftsflaute kerngesund ist - und der spielt nicht einmal in der NBA.

Wenn die Liga monatlich die Schecks für die Aufteilung der Fernsehgelder herausschickt, geht einer von ihnen an die "Spirits of St. Louis". Der Verein aus der Konkurrenzliga ABA erhielt in den letzten 32 Jahren 168 Millionen Dollar.

Bei dem Zusammenschluss von NBA und ABA blieben die Spirits 1976 auf der Strecke und erhielten dafür das vertragliche Recht, für immer und ewig an den Fernseheinnahmen der NBA beteiligt zu werden.

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