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NFL - Die Sonntagsspiele

Ohne Hype von Sieg zu Sieg

Von SPOX
Sonntag, 16.11.2008 | 10:06 Uhr
Kerry Collins warf in dieser Saison erst drei Interceptions
© Getty
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Bleiben die Tennessee Titans ungeschlagen? Am 11. Spieltag muss das Team um Quarterback Kerry Collins bei den Jacksonville Jaguars antreten. Die Pittsburgh Steelers und vor allem Ben Roethlisberger benötigen gegen San Diego dringend einen Sieg. Die Giants erwarten in einem interessanten Matchup die Ravens.  

Jacksonville Jaguars (4-5) vs. Tennessee Titans (9-0)

Schon erstaunlich, wie unterschiedlich ungeschlagene Teams betrachtet werden können. Im vergangenen Jahr gab es einen Riesen-Hype um die New England Patriots und ihren Weg zur "Perfect Season". In diesem Jahr sind es die Titans, die jetzt immerhin schon neun Spiele lang nicht zu bezwingen waren. Die Reaktion? Null Hype und null Bewunderung. Ein bisschen Respekt vor ihren Siegen ist da, aber selbst jetzt würden wohl viele Experten im Zweifelsfall in den Playoffs in der AFC auf die Colts, Steelers oder immer noch die Patriots setzen.

Die Gründe, warum Tennessee keinen Zauber verbreitet, liegen auf der Hand. Sie sind kein Team, wie die Patriots im Vorjahr, das Offensiv-Feuerwerke abbrennt und bei dem der Quarterback - nebenbei auch noch ein Golden Boy (Tom Brady) - TD-Rekorde jagt. Nein, die Titans haben Kerry Collins als Spielmacher. Als erstes denkt man bei Collins an einen alternden Quarterback, von dem man weiß, dass er ja mal vor vielen Jahren im Super Bowl stand und damals mächtig versagt hat. Dass dieser gleiche Typ jetzt in einem Satz mit dem Wort MVP fällt, scheint absolut wahnsinnig. Es ist aber so.

Collins, das starke Running-Back-Duo LenDale White (11 TD) und Chris Johnson, sowie die Defense sind die Hauptgründe für den Erfolg. Noch scheint es unrealistisch, dass Tennessee ungeschlagen bleibt, aber man sollte die Möglichkeit nicht so einfach abtun. Die Titans werden wahrscheinlich auch in Jacksonville irgendwie einen Weg finden, um das Spiel zu gewinnen. Flashy mögen sie nicht sein, aber verdammt gut.

Pittsburgh Steelers (6-3) vs. San Diego Chargers (4-5)

Es gibt keine Quarterback-Diskussion in Pittsburgh. Die Idee, Ben Roethlisberger eine Pause zu geben, sollte ein für alle Mal begraben werden. Big Ben trainierte unter der Woche trotz lädierter Schulter und wird gegen die Chargers dabei sein. Byron Leftwich bleibt auf der Bank. Pittsburgh hat die letzten beiden Heimspiele gegen die Mannings und ihre Teams verloren, eine weitere Pleite im Heinz Field und die Alarmglocken würden schrillen bei den Steelers. Es wird wohl kaum dazu kommen.

Die Chargers sind in dieser Saison so schlecht, dass sie sich über Duselsiege mit einem Punkt Vorsprung gegen Mannschaften wie Kansas City freuen müssen. LaDainian Tomlinson kommt einfach nicht in die Gänge - schon seit fünf Spielen wartet er auf einen TD. Hätte man sich auch nie vorstellen können, dass das mal passiert. Gegen die Steelers-Defense wird es für Tomlinson jetzt noch mal schwerer - hartes Leben zurzeit.

New York Giants (8-1) vs. Baltimore Ravens (6-3)

Es ist an der Zeit, dass alle Experten, die den Giants vor der Saison riesige Probleme vorausgesagt haben, einmal kurz in die Ecke gehen und sich schämen. Die Giants sind mit Abstand das beste Team in der NFC. Die Defense ist auch ohne Michael Strahan und Osi Umenyiora grandios und Eli Manning hat mittlerweile auch nichts mehr dem inkonstanten Eli Manning zu tun, der er in der letzten Saison noch war.

Bei den Ravens gilt ähnliches wie bei den Giants. Auch ihnen wurde wenig zugetraut. Da dachte man allerdings auch, dass Kyle Boller oder Troy Smith der Quarterback sein würde. Deren Verletzungen stellen sich im Nachhinein als nicht gerade ungünstig heraus. Die Ravens waren gezwungen, auf Rookie Joe Flacco zu setzen und der macht seinen Job beeindruckend stark. In den letzten vier Spielen machte Baltimore im Schnitt 33,5 Punkte! Mit dieser Offense, kaum zu fassen. Respekt vor den Ravens. Könnte ein heißes und sehr physisches Spiel werden im Giants Stadium.

Green Bay Packers (4-5) vs. Chicago Bears (5-4)

Ganz klar: Für die Packers ist ein Sieg Pflicht. Nach fünf Niederlagen in den letzten sieben Spielen würde eine weitere Pleite alle Playoff-Chancen so gut wie zunichte machen und so mancher würde sich wohl überlegen, ob das mit dem Trade von Brett Favre so das Richtige war. Nun kommt ausgerechnet Chicago ins Lambeau Field. Dort haben die Bears zuletzt viermal in Folge gewonnen.

Alle Packers-Fans müssen hoffen, dass Aaron Rodgers die schwache Pass-Verteidigung der Bears auseinander nimmt und dass Kyle Orton noch nicht wieder spielen kann. Bears-Coach Lovie Smith gab zu, dass er sehnsüchtig auf den Tag wartet, an dem Orton ihm sagt, dass er bereit ist. Smith weiß eben, wer sein Backup auf der QB-Position ist. Sollte er wieder auf Rex Grossman setzen müssen, geht's mit allergrößter Wahrscheinlichkeit in die Hose. Gut für Chicago: Die Packers-Defense kann den Lauf so gar nicht stoppen. Schlägt die Stunde von Rookie Matt Forte?

Tampa Bay Buccaneers (6-3) vs. Minnesota Vikings (5-4)

Ein Spiel, das von Running Backs bestimmt wird. Bei den Bucs ist Cadillac Williams nach seiner langwierigen Knieverletzung wieder zurück. Da Warrick Dunn und Earnest Graham angeschlagen sind, könnte Williams gleich gefordert sein.

Ansonsten kann Tampa auf einen Vorteil auf der QB-Position bauen. Jeff Garcia macht genau das, was er immer macht - solide sein und Spiele gewinnen. Gus Frerotte auf der anderen Seite wirft viel zu viele Interceptions. Trotzdem ist ein Spiel gegen Minnesota immer gefährlich. Kann ja immer sein, dass Adrian Peterson einfach mal so 200 Yards erläuft...

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