
NFL - 5. Spieltag
Enttäuschender Ocho Cinco
Die Dallas Cowboys haben die Cincinnati Bengals besiegt. Jedoch machten es die Texaner nach einer schnellen Führung noch mal richtig spannend. Eine enttäuschende Leistung bot dabei Cincinnatis Chad Ocho Cinco. In Woche fünf der NFL drückten zudem die Manning-Brüder den Spielen ihrer Indianapolis Colts bzw. New York Giants einmal mehr den Stempel auf.
Peyton führte die Colts in Houston in den Schlussminuten zu einer dramatischen Aufholjagd, Eli machte die Seahawks lächerlich.
Auch die Panthers feierten einen überzeugenden Sieg - das Team der Stunde kommt aber aus Tennessee. Derweil mussten die Buffalo Bills ihre erste Saisonniederlage hinnehmen.
Die Sonntags-Partien des 5. Spieltags im Überblick:
Dallas Cowboys - Cincinnati Bengals 31:22 (10:0, 7:6, 0:7, 14:9)
Die Cowboys haben es spannender gemacht, als es nötig war. Anfang des zweiten Viertels stand es bereits 17:0 für die Texaner. Ein 30-Yd-FG von Nick Folk, ein 33-Yd-TD-Run von Felix Jones und ein 4-Yd-TD-Pass von Tony Romo auf Jason Witten ließen Dallas wie den sicheren Sieger aussehen. Doch die Bengals schlugen zurück. Drei Field Goals von Shayne Graham und ein 18-Yd-TD-Pass von Carson Palmer auf T.J. Houshmandzadeh machten das Spiel wieder spannend - 17:16.
Die Nerven der Cowboys beruhigte dann erstmal wieder Romo. Der Quarterback warf einen 57-Yd-TD-Pass auf Terrell Owens zum 24:17. Allerdings kam Cincinnati noch mal heran. Palmer fand erneut Housmandzadeh - 22:24. Die folgende 2-Point-Conversion zum Ausgleich misslang jedoch. Und so machte Romo 1:52 Minuten vor dem Ende mit einem 15-Yd-TD-Pass auf Patrick Crayton den vierten Sieg im fünften Spiel perfekt.
Das große Duell der Wide Receiver zwischen Cinicinnatis Chad Ocho Cinco (im Bild links) und Dallas' Owens ging ganz klar an den Cowboy. Owens verbuchte einen Touchdown und fing 2 Pässe für 67 Yards. Dagegen hatte Ocho Cinco nur 3 Catches für 43 Yards. Zudem blieb ihm der Kuss des Cowboys-Sterns nach einem Touchdown verwehrt. Dieses hatte er vor der Partie vollmundig angekündigt.
Denver Broncos - Tampa Bay Buccaneers 16:13 (0:3, 6:3, 7:0, 3:7)
Nach der ersten Saisonniederlage letzte Woche in Kansas City sind die Broncos wieder zurück in der Erfolgsspur. Gegen Tampa Bay führte Jay Cutler Denver zum vierten Erfolg. Der Quarterback warf für 227 Yards (23/34) und einen 10-Yd-TD-Pass auf Brandon Stockley.
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Arizona Cardinals - Buffalo Bills 41:17 (7:0, 17:14, 7:3, 10:0)
Was für ein bitterer Tag für die Bills: Neben der ersten deftigen Saisonpleite musste Buffalo auch noch den Verlust von Trent Edwards hinnehmen. Bereits im dritten Spielzug wurde der Quarterback von Adrian Wilson so hart getackelt, dass er mit einer Gehirnerschütterung vom Feld musste. Sein Ersatzmann J.P. Losman zeigte danach eine Partie mit Licht und Schatten.
Neben einem 87-Yd-TD-Pass auf Lee Evans und einem eigenen 2-Yd-TD-Run verbuchte Losmann auch eine Interception sowie zwei Fumbles. Zudem konnte die Defense der Bills die Offense der Cards nicht stoppen. Quarterback Kurt Warner (250 Yards, 33/42, 2 TDs) war in Wurflaune, obwohl Wide Receiver Anquan Boldin nach seinem harten Hit in der letzten Woche noch nicht wieder spielen konnte.
San Francisco 49ers - New England Patriots 21:30 (14:7, 0:10, 0:7, 7:6)
Die erste Saisonniederlage haben die Patriots gut verdaut und bei den 49ers den dritten Saisonsieg eingefahren. Quarterback Matt Cassell kam auf 259 Yards (22/32) und einen TD (66 Yards auf Randy Moss), aber auch auf 2 INTs.
Jacksonville Jaguars - Pittsburgh Steelers 21:26 (14:7, 0:13, 0:0, 7:6)
Ben Roethlisberger führte die Steelers zum Sieg bei den Jaguars. Der Quarterback warf zum fünften Mal in seiner Karriere über 300 Yards. Am Ende waren es 26 von 41 Pässen für 309 Yards und 3 TDs bei einer INT. Bei Jacksonville war das Laufspiel ein Desaster.
Das Top-Running-Back-Duo der letzten Saison kam überhaupt nicht in Schwung. Fred Taylor (19 Yds) und Maurice Jones-Drew (7 Yds) blieben völlig unter ihren Möglichkeiten. So kamen die Jaguars am Ende nur auf enttäuschende 38 Rushing-Yards.
Houston Texans - Indianapolis Colts 27:31 (0:10, 17:0, 3:0, 7:21)
Etwas mehr als vier Minuten standen noch auf der Uhr, Houston führte mit 27:10 und Indys Saison (bis dato 1-2) hatte bereits den Stempel "Fehlstart" aufgedrückt bekommen - da schickte sich Peyton Manning einmal mehr an, das Unmögliche möglich zu machen.
Drei Touchdowns in 244 Sekunden später waren die Colts die strahlenden Sieger. Manning (25/34, 247 Yards, 1 INT) warf zwei TDs auf Rookie Tom Santi und Reggie Wayne (Pässe über 7 bzw. 5 Yards), dazwischen brachte Gary Brackett einen von zwei Fumbles von Texans-Quarterback Sage Rosenfels (21/33, 246 Yards, 1 TD, 1 INT) in der Endphase über 68 Yards in die Endzone. Houston steht jetzt 0-4. Wie war das mit dem Fehlstart?
New York Giants - Seattle Seahawks 44:6 (14:3, 13:3, 10:0, 7:0)
Auch der andere Manning hatte einen echte Sahnetag erwischt. Gegen die Seahawks feierte der Super Bowl-Champion saisonübergreifend bereits den achten Sieg in Folge und machte damit den besten Saisonstart seit 18 Jahren perfekt (4-0).
Eli Manning (19/25, 267 Yards, 2 TDs) führte die Giants bei den ersten fünf Ballbesitzen immer zu Punkten, insgesamt marschierten die Hausherren 523 Yards über das Feld. Running Back Brandon Jacobs (15 Läufe, 136 Yards, 2TDs) war ebenfalls sehr stark. Das Fehlen von Wide Receiver Plaxico Burress (war intern für ein Spiel gesperrt, weil er eine Teamsitzung schwänzte) merkte man den Giants nicht an.
Baltimore Ravens - Tennessee Titans 10:13 (3:0, 0:3, 7:0, 0:10)
Das Team der Stunde kommt aus Tennessee: In Baltimore bauten die Titans ihren Startrekord dank einer Energieleistung im letzten Viertel auf 5-0 aus.
QB Kerry Collins hatte einen durchschnittlichen Tag erwischt (17/32, 1 TD, 2 INT), führte sein Team aber immerhin im Schlussviertel 80 Yards übers Feld und warf mit 1:56 Minuten auf der Uhr den entscheidenden 11-Yard-Pass auf Alge Crumpler.
Den Sieg stellte Nick Harper mit einer Interception sicher. Für den einzigen Ravens TD hatte Running Back Le'Ron McClain gesorgt. Beide Teams leisteten sich zusammen 169 Penalty-Yards (91:78).
Philadelphia Eagles - Washington Redskins 17:23 (14:0, 0:9, 0:7, 3:7)
Division-Siege zählen doppelt - und noch mehr, wenn man sie auswärts einfährt. Im ersten Viertel brachte die Redskins-Offense um QB Jason Campbell nichts zustande, im zweiten sorgte zumindest Kicker Shaun Suisham mit Field Goals über 41, 48 und 50 Yards für Zählbares.
Dann schlug die Stunde von Wide Receiver Antwaan Randle El, der nach einem Fake-Spielzug einen TD-Pass auf Clinton Portis warf. Mit 4-1 legte Washington einen super Start hin - vor allem, wenn man bedenkt, dass man die Division-Gegner alle bereits auswärts hatte.
Miami Dolphins - San Diego Chargers 17:10 (3:3, 14:0, 0:7, 0:0)
Die Dolphins werden zum Favoritenschreck: Nach den Patriots holte sich Miami jetzt auch den Sieg gegen die Chargers. Einmal mehr überragend: Running Back Ronnie Brown, der insgesamt 125 Yards erlief und bereits in der ersten Halbzeit mit seinem Touchdown den Grundstein zum Sieg legte.
Mit 2-2-Siegen hat Miami schon sich selbst geschlagen: Im letzten Jahr gab es nur einen Erfolg. Die Chargers hingegen boten eine bodenlose Leistung: Weniger als elf magere Punkte hatten die Chargers zuletzt 2005 aufs Scoreboard gebracht.
Dolphins-QB Chad Pennington (22/29, 228 Yards, 1 TD) schlug seinen Gegenüber Philip Rivers (13/28, 159 Yards, 1 TD) um Längen, Running Back LaDanian Tomlinson brachte es gerade mal auf 57 Yards (35 Rushing, 22 Receiving).
Green Bay Packers - Atlanta Falcons 24:27 (0:10, 7:7, 3:0, 14:10)
Watch out for the Falcons! Atlanta nahm Green Bay im Lambeau Field die Butter vom Brot und fuhr den dritten Saisonsieg ein.
Rookie-Quarterback Matt Ryan (16/26, 194, Yards, 2 TDs, 1 INT) zeigte abermals was in ihm steckt, dazu überzeugten Wide Receiver Roddy White (132 Yards, 1 TD) und Running Back Michael Turner (121 Yards, 1 TD).
Favre-Nachfolger Aaron Rodgers musste die dritte Niederlage in Folge einstecken, machte aber trotz Schulterschmerzen eine Wahnsinnspartie (25/37, 313 Yards, 3 TDs, 1 INT). Atemberaubend: Sein TD-Pass auf Donald Driver, den er über 44 Yards millimetergenau durch zwei Verteidiger durchsteckte.
Carolina Panthers - Kansas City Chiefs 34:0 (7:0, 14:0, 10:0, 3:0)
Ganze 127 Yards brachte die Chiefs-Offense im Bank of America Stadium zustande. 441 waren es auf Seiten der Panthers, die in Running Back DeAngelo Williams ihren besten Mann hatten (123 Yards, 2 TDs).
QB Jake Delhomme warf 150 Yards mehr als sein Gegenüber Damon Huards, der mit den Chiefs den ersten Shutout seit fast sechs Jahren hinnehmen musste. Einen Grund zum Jubeln gab es für die Chiefs dennoch: Tight End Tony Gonzalez führt nun auch die NFL-Geschichtsbücher in der Kategorie "Receiving Yards, Tight Ends" an.
Detroit Lions - Chicago Bears 7:34 (0:3, 0:14, 7:14, 0:3)
Drei Viertel lang führten die Bären die Löwen nach Strich und Faden vor und führten mit 31:0. QB Kyle Orton (24/34, 334 Yards, 2 TDs) stellte persönliche Rekorde in punkto gepasste Yards, Completions und Quarterback Rating (121,4) auf.
Die Lions werden sich wohl mit den Rams um den Titel des schlechtesten NFL-Teams streiten.
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