Samstag, 20.09.2008

Nach Nationalhymnen-Affäre

Mavs-Besitzer Cuban verteidigt Howard

Josh Howards fehlender Respekt für die US-Nationalhymne schlägt weiter hohe Wellen. Zwar hat sich der Forward der Dallas Mavericks längst für sein Verhalten bei einem Wohltätigkeits-Football-Spiel von Basketball-Kollege Allen Iverson entschuldigt, doch die Fans sind immer noch maßlos verärgert.

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© Getty

So sehr, dass sich Mavs-Besitzer Mark Cuban in der Pflicht sieht, einzugreifen. Howard war während der Hymne auf eine Kamera zugegangen und hatte gesagt: "Sie spielen die Star-Sprangled-Banner. Ich zelebriere diesen Scheiß nicht, ich bin schwarz."

Daraufhin erhielt Cuban tonnenweise E-Mails mit teilweise rassistischem Inhalt. Howard solle bestraft, gefeuert oder sogar des Landes verwiesen werden. Diese E-Mails inklusive Adressen der Absender veröffentlichte der Dallas-Boss nun in seinem Blog.

Auf Hass und Ignoranz hinweisen

Er wolle damit zeigen, wie es sei, wegen unbedachter Äußerungen plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen. "Es ist wichtig, auf den Hass und die Ignoranz vieler Menschen hinzuweisen, die andere aufgrund von Schlagzeilen verurteilen, ohne sie wirklich zu kennen", sagte Cuban. Howard habe längst eingesehen, dass sein Verhalten falsch war.

"Den Absendern wird nun derselbe Hass, dieselbe Ignoranz und dieselbe Verurteilung zuteil werden wie Howard. Das ist nicht schön für sie, aber vielleicht habe ich am Ende etwas gutes bewirkt", so Cuban weiter.

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