Angebliche Selbstmord-Gefahr

Polizei fahndet nach Star-Quarterback

Von Jan-Hendrik Böhmer
Mittwoch, 10.09.2008 | 14:56 Uhr
Football, NFL, Vince Young, Tennessee Titans
© Getty
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Vince Young bewegt Tennessee. Doch nicht so, wie es sich Titans-Coach Jeff Fisher vorgestellt hatte: Denn anstatt auf dem Platz zu überzeugen, sorgte der Quarterback erst für verärgerte Fans und anschließend für einen vierstündigen Großeinsatz der Polizei. Wegen angeblicher Depressionen und Selbstmord-Gefahr. Und das kam so.

Nach einer durchwachsenen Leistung beim Saisonauftakt gegen Jacksonville (110 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions) wurde Young von den eigenen Fans ausgepfiffen, als er langsam und scheinbar widerwillig nach einer Interception zurück auf den Platz kam.

Doch es kam noch dicker: Wenig später verletzte sich Young und musste auf Krücken das Stadion verlassen. Mittlerweile steht fest: Kreuzband-Verletzung im linken Knie, vermutlich vier Wochen Pause. War das zu viel für den jungen Quarterback?

Pistole im Handschuhfach

Am Montagabend erhielt Trainer Fisher nämlich einen besorgten Anruf von der Familie des Quarterbacks. Die machte sich sorgen um dessen seelische Verfassung.

Zuvor hatte Young erst die Untersuchung seines Knies abgeblasen und sich dann eine Stunde lang mit einer Psychologin unterhalten. Und auch sie bestätigte: "Young ist in einer beunruhigenden Gemütsverfassung." Als er dann abrupt mit einer nicht geladenen Pistole im Handschuhfach seines Mercedes das Haus verließ, rief das Team die Polizei.

Erst nach einer vierstündigen Suche wurde Young bei einem Freund angetroffen. Vom Trubel um seine Person hatte er nichts mitbekommen. Er hätte lediglich in aller Ruhe Football gucken und Chicken Wings essen wollen, so sein Agent Major Adams.

Und tatsächlich: Entwarnung. Nach einem klärenden Gespräch mit Team-Verantwortlichen und Polizei durfte Young nach Hause. "Unsere Sorgen und die der Familie waren unbegründet", sagte ein Teamsprecher. "Jetzt hoffen wir, dass er schnell wieder fit wird."

Weitere Personalien aus der NFL:

Simms zu den Titans: Bis es jedoch soweit ist, haben die Titans Ersatz gefunden: Wie die Zeitung "Tennessean" berichtet, haben die sie Quarterback Chris Simms verpflichtet. Simms (früher Tampa Bay Bucanneers) war zuvor noch als möglicher Ersatz von Tom Brady bei den New England Patriots im Gespräch gewesen. Jetzt soll er bereits beim Spiel gegen die Cincinnati Bengals am Sonntag als zweiter Mann hinter Routinier Kerry Collins an der Seitenlinie der Titans stehen.

Kein Ersatz für Brady? Die New England Patriots wollen sich hingegen bei der Suche nach einem Ersatz für den bis zum Saisonende verletzten Quarterback Tom Brady Zeit lassen. "Wir werden uns alle Möglichkeiten ansehen und dann entscheiden, was für das Team das Beste ist", sagte Trainer Bill Belichick. Demnach sei es gut möglich, dass die Patriots weiter auf Brady-Backup Matt Cassel und Rookie Kevin O'Connell setzen. Zuletzt hatten die Patriots Tim Rattay (Arizona Cardinals) and Chris Simms (jetzt Titans) in Foxborough zu Gast, schickten sie aber ohne Probetraining wieder nach Hause.

Saisonende für Merriman: Herber Rückschlag für die San Diego Chargers: Für Outside Linebacker Shawne Merriman ist die Saison gelaufen. Der dreifache Pro Bowler wird sich wegen eines doppelten Bänderrisses im Knie einer Operation unterziehen und fällt damit für den Rest der Saison aus. "Shawne hat mich heute informiert, dass es ihm nicht gut geht und es daher das Beste ist, die Saison zu beenden", sagte Chargers-General-Manager A.J. Smith. Merriman hatte sich die Verletzung bereits im Trainingscamp zugezogen - stand aber dennoch bei der 24:26-Auftakniederlage gegen die Carolina Panthers auf dem Platz. Vier unterschiedliche Ärzte hatten dem 24-Jährigen bereits zu einer OP geraten.

Romo und Barber fit: Glimpflich davongekommen sind hingegen Tony Romo und Marion Barber von den Dallas Cowboys. Quarterback Romo musste zwar am Kinn mit 13 Stichen genäht werden, nachdem er bei einem harten Tackle während des 28:10–Sieges über Cleveland den Helm von Browns-Verteidiger Willie McGinest ins Gesicht bekommen hatte, doch er wird ebenso ohne Probleme trainieren können wie Running Back Barber. Der hatte sich gegen die Browns eine Rippenprellung zugezogen. Für das kommende Spiel der Cowboys am Montag gegen Philadelphia sollen beide Spieler wieder fit sein.

Seahawks rüsten auf: Mit den verletzten Nate Burleson (Kreuzbandriss), Ben Obomanu, Bobby Engram (beide Schlüsselbein) und Deion Branch (Knie) muss Seattle aktuell gleich auf vier Receiver verzichten. Deshalb soll jetzt nachgebessert werden. Aktuell trainieren sechs potentielle Neuverpflichtungen mit. Einer von ihnen, Billy McMullen (zuletzt Washington Redskins), soll bereits einen Vertrag in der Tasche haben.

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