Montag, 16.06.2008

NBA-Finals: L.A. wehrt Matchball ab

"Not In Our House!"

München - Noch geben sich die Los Angeles Lakers nicht geschlagen. Kobe Bryant und Co. gewannen Spiel 5 der Finals gegen die Boston Celtics mit 103:98 und verkürzten damit in der Best-of-Seven-Serie auf 2-3. 

Kobe Bryant, Lakers, Celtics
© Getty

"Not In Our House!", stand groß auf dem Scoreboard geschrieben. "I love L.A.!", drönte aus den Lautsprechern und der Hallensprecher schrie ins Mikrofon: "Es ist noch nicht vorbei!"

Es zuzulassen, dass die Celtics im Staples Center den Titel feiern, kam einfach nicht in Frage. "Wir wollten keine Champagnerkorken knallen hören. Aber es war nicht einfach heute", meinte Lakers-Forward Lamar Odom.

Die Highlights von Spiel 5 in SPOX.TV 

Wie recht er doch hatte. Es war für Los Angeles wirklich nicht einfach. Fast hätten sie das Kunststück geschafft, wie in Spiel 4 nach einem großen Vorsprung noch das Spiel zu verlieren.

Es war nicht zu glauben, aber Spiel 5 im Staples Center war praktisch eine Wiederholung von Spiel 4. Nur mit anderem Ausgang.

Lakers wieder schnell vorne

Die Lakers erwischten einen Blitzstart und lagen schnell 10:2 vorne. Bryant lief gleich im ersten Viertel richtig heiß und verwandelte vier Dreier. Nach zwölf Minuten führte L.A. mit 39:22.

Doch Boston kämpfte sich angeführt von einem starken Paul Pierce langsam aber sicher ins Spiel zurück. Drei Minuten, in denen Bryant zu Beginn des zweiten Viertels auf der Bank saß, reichten den Celtics, um den Rückstand von 19 auf 11 Punkte zu reduzieren. Zur Pause lagen die Lakers dann nur noch knapp vorne (55:52).

"Gott sei Dank haben wir keinen großen Vorsprung. Wir wissen ja sowieso nicht, was wir damit anfangen sollen", lautete die Halbzeit-Message von Lakers-Headcoach Phil Jackson an sein Team.   

Celtics verpassen große Chance

Nach einem lange ausgeglichenen dritten Spielabschnitt gelang es den Lakers, sich wieder ein wenig abzusetzen. In dieser Phase war es nicht Bryant, sondern  Odom, Pau Gasol, Jordan Farmar und Luke Walton, die stark spielten und dafür sorgten, dass L.A. neun Minuten vor Ende (88:74) einen relativ sicheren Sieg einzufahren schien.

Die besten Bilder aus den Finals! 

Doch die Celtics schlugen zurück und Kevin Garnett erzielte viereinhalb Minuten vor Schluss den Ausgleich zum 90:90. Boston war ganz dicht dran, den Titel perfekt zu machen. Die Lakers zitterten gewaltig. Die Celtics hatten große Chancen, in der Schlussphase in Führung zu gehen, aber ließen alle ungenutzt.

Bryant bester Werfer

So fanden die Lakers trotz erkennbarer Schwächen irgendwie einen Weg, um die Partie für sich zu entscheiden. Bester Werfer war einmal mehr Bryant mit 25 Punkten. Seine zwei wichtigsten erzielte er in der Crunch Time, als er Pierce den Ball klaute und per Dunking für die Entscheidung sorgte. 

Unterstützung erhielt er von Odom (20 Punkte, 11 Rebounds) und Gasol (19 Punkte, 13 Rebounds, 6 Assists).

"Wenn uns im Training Camp jemand gesagt hätte, dass wir zwei Spiele bekommen, die wir gewinnen müssen, um World Champion zu werden, hätten wir sofort zugeschlagen. Das ist eine großartige Chance für uns", versuchte Bryant einen Weg zu finden, um optimistisch in die Spiele 6 und womöglich 7 in Boston zu gehen.   

Zwei Matchbälle bleiben 

Die Celtics verschwendeten eine abermals herausragende Leistung von Pierce (38 Punkte, 8 Assists, 6 Rebounds). Als Trost bleibt Boston, dass sie nun zweimal die Chance haben, zu Hause im TD Banknorth Garden den letzten Schritt zur Meisterschaft zu machen.

"Wir wollten wieder nach Hause, aber wir wollten nicht mehr spielen. Jetzt müssen wir eben noch mal ran. Wir haben das ganze Jahr für den Heimvorteil gekämpft. Jetzt haben wir Spiel 6 in Boston und das ist keine schlechte Ausgangslage für uns", sagte Bostons Coach Doc Rivers.

Spielen die Lakers wie in Spiel 5, müssen sich seine Celtics auch überhaupt keine Sorgen machen.

SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Reift Harrison Barnes in Dallas zum All-Star?

Ja
Nein
Frühestens 2017

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.