NBA-Finals: Vorschau Spiel 6

Herausforderung, ja! Unmöglich, nein!

Von Thomas Ziemann
Dienstag, 17.06.2008 | 12:42 Uhr
Finals, Lakers, Celtics
© Getty
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München - Weiter geht's, die Lakers haben Spiel 5 gewonnen und die Entscheidung in den Finals so noch einmal vertagt. Nun reist der ganze NBA-Zirkus beim Stand von 3:2 für die Celtics wieder nach Boston. (Mi., 3 Uhr im LIVESCORE und Internet TV)

Ein Blick in die NBA-Geschichtsbücher verrät: Zumindest die Lakers könnten sich die Reisestrapazen eigentlich sparen, denn die harten Fakten sprechen ganz klar gegen die Truppe von der Westküste.

Noch nie konnte ein Team in den Finals einen 1-3-Rückstand drehen. Noch nie konnte ein Team die letzten beiden Partien auf fremdem Parkett gewinnen. Und obendrein haben die Celtics in diesen Playoffs erst ein Spiel in eigener Halle verloren. Kurz gesagt: Die Lakers müssen schlichtweg Historisches leisten. 

Und genau das sieht der Gameplan von Kobe und Co. vor. Die Serie auf Grund blanker Statistiken jetzt einfach herzuschenken, kommt den Lakers gar nicht in den Sinn:  "Wir haben den Glauben an uns und an den Titel noch nicht verloren. Die Championship war die ganze Saison unser Ziel und daran halten wir fest", sagt Guard Jordan Farmar. 

Die besten Bilder der NBA-Finals 

So sieht's auch Kobe Bryant: "Wir fahren nach Boston, um zu gewinnen." Doch der MVP weiß, dass auch die Celtics keine Geschenke verteilen werden: "Es wird ein hartes Stück Arbeit. Die Leute erwarten immer, dass ich 40 oder 50 Punkte mache, doch das ist gegen die Defense der Celtics einfach nicht möglich."

Doch was ist gegen diese Celtics überhaupt möglich? 

SPOX.com gibt einen Überblick, wie die Lakers das Unmögliche möglich machen können.

Frühe Führung erzwingen: Wie das am besten klappt, haben die Lakers selbst schon in den Serien gegen Denver, Utah und San Antonio gezeigt. Auch dort ging man auswärts immer früh in Führung und konnte das Heim-Team so in Schach halten. Der entscheidende Spieler war natürlich Kobe Bryant.

Allerdings werden die Celtics den Teufel tun und Kobe in die Zone geschweige denn ins Spiel kommen lassen. Heißt also: Der Ball muss laufen und die Lakers müssen auf gute Wurfmöglichkeiten warten. Vielleicht die große Chance für einen Streaky-Shooter wie Vlad Radmanovic um zu zeigen, was er kann. 

Pierce ausschalten: Zehn Jahre hat er auf diesen Moment gewartet: NBA-Finals und er mittendrin. Paul Pierce hat erkannt, dass dies vielleicht die besondere Chance ist, die man nur ein Mal im Leben bekommt. Und er will sie nutzen.

Pierce kämpft. Pierce beißt. Pierce punktet. Pierce ist der überragende Spieler der Boston Celtics. Nicht nur seine 38 Punkte aus Spiel fünf sprechen Bände. Besonders seine All-Star-Performance aus dem ersten Spiel - Stichwort Rollstuhl - wird den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Sollte es den Lakers gelingen, Pierce auf seiner starken rechten Hand zu verteidigen und er über die ungeliebte linke Seite ziehen muss, könnte das durchaus ein spielentscheidender Faktor sein.

Allerdings bedarf dies einer deutlichen Steigerung, denn bislang wussten weder Derek Fisher, Luke Walton, Trevor Ariza, Lamar Odom noch Kobe Bryant gegen Pierce zu überzeugen.

"Er spielt wirklich stark. Auch wenn wir ihn gedoppelt haben, hat er immer eine Lösung gefunden. Konnte er nicht punkten, hat er halt den Point Guard gegeben", weiß auch Lakers-Coach Phil Jackson um die Gefahr, die von Bostons Nummer 34 ausgeht.

Die Bank muss endlich funktionieren: P.J. Brown, James Posey, Leon Powe und Eddie House machen bislang den Unterschied für die Boston Celtics. Ob Powe (21 Punkte) in Spiel zwei oder Posey (18) in Spiel vier, die Bankspieler der Celtics sind in der Lage, auf Grund ihrer dominanten Spielweise eine Partie zu entscheiden.

Von der Bank der Lakers kann man dies bislang nicht behaupten. Zwar haben Vujacic, Walton und Ariza in dieser Serie schon alle bewiesen, dass sie punkten können, doch einzig Vujacic (20 Punkte) hat in Spiel drei gezeigt, dass er die Starting-Five entlasten kann. Allerdings offenbarte eben dieser Vujacic immer wieder eklatante Schwächen in der Defense.

Sprich, es ist auch an der Bank der Lakers, ob sie noch eine Chance auf den Titel bekommen, oder ob Boston diesen Matchball verwandelt.

Also Lakers: Herausforderung? Ja! Unmöglich? Nein!

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