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Mavericks-Coach pessimistisch

"Es wird eine schwere Saison"

Von Haruka Gruber
Sonntag, 22.06.2008 | 11:40 Uhr
Nowitzki, Geschwindner, NBA
© Imago
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München - Neulich gab es eine Untersuchung in den USA. Je weniger die Lehrer von ihren Schülern erwarten, so hieß es, desto schlechter seien die Leistungen der Schüler.

Das Problem der zu niedrigen Erwartungshaltung hatten die Dallas Mavericks in den letzten Jahren nicht, immerhin lautete das Ziel unisono: Meisterschaft.

Doch nach zwei Erstrunden-Blamagen in Folge vollzieht Rick Carlisle offenbar einen Paradigmenwechsel beim Team von Dirk Nowitzki. Allen pädagogischen Erkenntnissen aus den USA widersprechend, sagt der neue Mavericks-Trainer, bevor überhaupt der erste neue Spieler verpflichtet oder eine Trainingseinheit durchgeführt wurde: "Mit dem Titel wird es nächste Saison ganz schwer."

Damit die Mavs in der nächsten Saison zumindest "eine gute Rolle" spielen, so Carlisle in der "BamS", benötige der Kader noch "einen athletischen Spieler, der zum Korb zieht. Und einen sicheren Dreipunkt-Schützen. Zudem müssen alle Spieler gut in Form sein, vor allem natürlich Dirk".

Rick im Biergarten

Um sich einen Eindruck über die Verfassung seines wichtigsten Mannes zu verschaffen, machte Carlisle während seines Europa-Urlaubstrips mit seiner Ehefrau Halt in Deutschland und besuchte Nowitzki in seiner Heimat.

"Es ist toll hier. Ich habe mir mit Dirks Vater die Sehenswürdigkeiten angeschaut, war mit Dirks Familie essen und im Biergarten. Aber natürlich bin ich vor allem hier, um zu sehen, wie Dirk trainiert", so Carlisle.

Geschwindner macht, was Carlisle will

Dabei ging es offenbar auch darum, Nowitzkis Mentor Holger Geschwindner kennenzulernen und sich über dessen - von Carlisles Vorgänger Avery Johnson kritisch beäugten - Trainingsmethoden zu unterhalten.

"Rick hat sich das Training von mir und Holger angeschaut und seine Ideen dazugegeben", erzählt Nowitzki. Carlisle: "Ich habe großes Vertrauen in die Arbeit von Geschwindner. Er hat die Dinge ins Training eingebaut, die ich wollte. In der NBA wird Dirk hart gedeckt, auch von zwei Spielern. Ich will ihm helfen, in diesen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen. Ich mache ihn noch besser."

Nowitzki vor Nationalmannschafts-Pause

Zunächst richtet sich Nowitzkis Aufmerksamkeit jedoch nur auf die deutsche Nationalmannschaft.

Nach dem Aufgalopp mit Geschwindner flog er mit dem DBB-Tross nach Mallorca zu einem einwöchigen Vorbereitungslager auf das Olympia-Qualifikationsturnier in Athen (14. bis 20 Juli), dazwischen absolviert er noch sechs Testspiele. Und sollte es tatsächlich etwas werden mit dem Olympia-Ticket, wird er bis Ende August fast ohne Pause Basketball spielen.

NBA und Nationalmannschaft: Eine Doppelbelastung, die er nur noch bedingt gewillt ist, auf sich zu nehmen. "Ich merke schon, dass es seit zwei Jahren schwieriger wird, mich im Sommer zu motivieren", sagt der 30-Jährige.

"Auch der Körper spielt nicht mehr so mit. Deshalb ist das wohl der letzte Sommer, in dem ich voll angreife. Ich will zu Olympia, das ist mein großer Traum. Aber nächstes Jahr brauche ich die Zeit, um mal abzuschalten."

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