Mittwoch, 07.05.2008

Cleveland-Pleite in Boston

Einfach nur mies

München - Der Korbleger. Eine der leichtesten Aufgaben im Basketball. Möchte man meinen. Aber nicht für LeBron James. Zumindest nicht in der Nacht auf Mittwoch.

Garnett, Varejao
© Getty

Dreimal zog er in der letzten Spielminute bei den Boston Celtics Richtung Korb, dreimal verlegte er den Wurf, dreimal verpasste er die Möglichkeit, der Partie eine neue Wendung zu geben.

Nach einer der schlechtesten Leistungen in James' Karriere verloren die Cavs das erste Aufeinandertreffen im Conference-Halbfinale mit 72:76. James beendete die Partie zwar mit 12 Punkten und je 9 Rebounds sowie Assists, traf jedoch nur 2 seiner 18 Würfe. Zudem verursachte er 10 Turnover. "Er hatte einen schweren Stand, aber ich bin mir sicher, dass er in Spiel 2 wieder zurückkommt", so Clevelands Coach Mike Brown.

Einen schweren Stand hatte aber nicht nur James. Auch die Celtics bekleckerten sich nicht mit Ruhm, Paul Pierce etwa lieferte das mieseste Playoff-Spiel seiner Laufbahn ab (4 Punkte, 2 von 14), Ray Allen gelang erstmals nach 852 Spielen in Serie kein einziger Punkt (0 von 4).

"Es war ein Duell zweier Schwergewichtler, die sich gegenseitig einfach nur auf den Bauch gehauen haben", so Bostons Kevin Garnett, mit 28 Punkten und 8 Rebounds der einzige Superstar in Normalform. "Es ging nur darum, den anderen irgendwie niederzuringen."

Die Playoffs in Bildern!

Die Schlaglichter aus der Nacht:

Nowitzkis neuer Coach: Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Rick Carlisle als neuer Trainer der Dallas Mavericks vorstellt wird. Der Favorit auf die Nachfolge des entlassenen Avery Johnson reiste nach "ESPN"-Informationen Ende dieser Woche zum zweiten Mal nach Dallas, um weitere Verhandlungen zu führen. "Wir sind auf einem guten Weg", so Carlisle.

Chicago lockt: Kein Kandidat in Dallas ist Mike D'Antoni, der bei den Phoenix Suns nach dem Erstrunden-Aus kurz vor der Entlassung steht. Doch D'Antoni muss sich nicht groß um seine Zukunft sorgen. Laut "ESPN" habe er mit John Paxson, dem General Manager der Phoenix Suns, bereits zwei Sondierungsgespräche geführt, eine Unterschrift steht nach einer nicht namentlich genannten Quelle "kurz bevor".

Das Beinahe-Happy-End: Kobe Bryant wurde offiziell als MVP ausgezeichnet. Der Shooting Guard von den Los Angeles Lakers gewann die Wahl mit 1100 Punkten bzw. 82 der möglichen 126 Erst-Platz-Stimmen.

Zweiter wurde Hornets-Spielmacher Chris Paul (894/28), Dritter Garnett (670/15). Dirk Nowitzki landete mit fünf Punkten auf Rang elf. "Wir sind in Hollywood. Für das richtige Happy End fehlt aber noch die Meisterschaft", so Bryant.

Übrigens: James landete auf einem enttäuschenden vierten Platz - was selbst Celtics-Coach Doc Rivers mit einem Kopfschütteln quittierte: "Ich finde, dass er den MVP-Award verdient gehabt hätte."

Haruka Gruber

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