Dienstag, 06.05.2008

Debakel für Meister Spurs

Lehrstunden in New Orleans

München - Die New Orleans Hornets machen einfach immer weiter. Auch im zweiten Spiel der Western-Conference-Halbfinal-Serie erteilten sie Titelverteidiger San Antonio Spurs eine Lehrstunde.

San Antonio Spurs, New Orleans Hornets
© Getty

Und das, obwohl die Spurs ihre Lehren gezogen hatten und gegen den im ersten Spiel (82:101) überragenden David West diesmal ausgezeichnet verteidigten. Doch wie die Dallas Mavericks in der Runde zuvor leidvoll erfahren mussten, haben die Hornets zahlreiche Waffen und die wirkungsvollste ist eben Spielmacher Chris Paul.

In der Nacht vor seinem 23. Geburtstag zeigte der Playoff-Debütant eine grandiose Leistung und führte New Orleans zu einem hoch verdienten 102-84-Sieg in eigener Halle. Für die Spurs bedeutet die zweite Niederlage gegen New Orleans den ersten 0-2-Rückstand in einer Playoff-Serie seit 2001.

Paul sammelte 30 Punkte und 12 Assists und verwandelte im Alleingang die berühmt-berüchtigte Defense der Spurs in einen Hühnerhaufen und die New Orleans Arena in ein Tollhaus. "So gut habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nicht gefühlt", sagte Paul, der in den ersten sieben Playoff-Spielen seiner Karriere rund 24 Punkte und 12 Assists im Schnitt verbuchte. "Wir reiten auf einer Welle."

Leicht geschockte Spurs

Im Wellental befinden sich derzeit die Spurs. Im zweiten Spiel zeigte sich Superstar Tim Duncan immerhin stark verbessert. Nach 5 Punkten und 3 Rebounds standen für ihn diesmal 18 Zähler und 8 Rebounds zu Buche. Bei New Orleans ragte neben Paul Peja Stojakovic heraus, der bei sieben Versuchen fünf Dreier versenkte und insgesamt auf 25 Zähler kam.

"Wir sind definitiv etwas geschockt", sagte San Antonios Kurt Thomas. "Wir finden kein Mittel gegen sie, weil sie einfach exzellent spielen. Wenn ein Spieler bei ihnen durchhängt, kommt der nächste daher und springt für ihn ein."

Wer hat an der Uhr gedreht?

In der Eastern Conference heißt es zwischen den Detroit Pistons und den Orlando Magic ebenfalls 2-0. Die Pistons, Champion von 2004, setzten sich im heimischen Palace of Auburn Hills mit 100:93 durch.

Spielmacher Chauncey Billups erzielte 28 Punkte für Detroit, Dwight Howard kam auf 22 Punkte, 18 Rebounds für die Magic.

Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung sorgte für erregte Diskussionen: Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels sorgte Billups mit einem Dreier für Detroits 78:76-Führung. Allerdings war während der Aktion die Spieluhr stehen geblieben. Nach der Videoanalyse entschieden die Unparteiischen, dass Billups Ball noch vor Ablauf der Zeit im Korb gelandet sei. Damit lagen sie wohl falsch, wie anschließende Untersuchungen ergaben.

SPOX

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