Mittwoch, 30.04.2008

San Antonio weiter

Rektor Skinner und 'ne Schachtel Viagra

München - Seid unbesorgt, verehrte Simpsons-Fans. Gregg Popovich hat nichts Persönliches gegen Barts Schuldirektor Seymour Skinner.

Shaq, Parker, San Antonio, Spurs, Phoenix, Suns
© Getty

San Antonios Coach wies seine Mannen zwar an, auf Skinner so richtig draufzuhacken, Objekt der Aggressionen war jedoch Skinner, Brian. Nicht Skinner, Seymour.

Erstgenannter ist Ersatz-Center der Phoenix Suns, bekannt für sein Zitterhändchen an der Freiwurflinie - und daher prädestiniert für die "Hack-a-Skinner"-Strategie.

Clever gedacht, Mr. Pop. Wäre da nur nicht das Problem, dass Skinner an die Wohltätigkeitslinie ging und einfach mal drei von vier Bonuswürfen versenkte.

Blöd gelaufen. Na ja, nicht ganz so blöd. Immerhin haben die Spurs die Partie mit 92:87 gewonnen und die "Best-of-Seven"-Serie mit 4-1 für sich entschieden. Nächster Gegner: Dallas-Bezwinger New Orleans.

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Gegenteil von Geschlossenheit: Recht skurril übrigens liest sich der Statistikbogen von San Antonio. Tony Parker mit 31, Tim Duncan mit 29 Punkten, ansonsten gab's keinen Spur mit zweistelliger Zählerausbeute. Im Vergleich dazu Phoenix: Angeführt von Boris Diaw (22) erzielten fünf Suns mindestens 11 Punkte. In der zweiten Playoff-Runde stehen aber die Spurs. Von wegen mannschaftlicher Geschlossenheit...

By the way: Popovichs "Hack-a-wen-auch-immer" hat sich zu einer richtigen Obsession entwickelt. In Spiel 3 befahl er zum Beispiel Jacque Vaughn an, Shaq drei Mal hintereinander zu foulen. Das Ergebnis: Bei den ersten beiden Freiwürfen übertrat Shaq die Linie, die nächsten beiden verwarf er, beim dritten Freiwurf-Paar versenkte er immerhin einen von beiden.

Viagra?: Ähnlich unterirdisch bei der vermeintlich leichtesten Aufgabe im Basketball präsentierten sich die Houston Rockets. Der niedrigste Punkteschnitt aller Playoff-Teams (85,5), unterirdische Quoten aus dem Feld (39,9 Prozent) ebenso wie von der Freiwurflinie (65,7): Houston neigt offensiv zu Impotenz.

Korrektur: Neigte offensiv zu Impotenz. Angesichts des drohenden Playoff-Ausscheidens gegen die Utah Jazz rissen sich die Rockets zusammen, entschieden Spiel 5 mit 95:69 für sich und verkürzten auf 2-3. Die Quote aus dem Feld: ansprechende 46,8 Prozent. Von der Freiwurflinie: für Houston überragende 78,9 Prozent.

Iggy gut, 76ers schlecht: Paradox verlief Spiel 5 der Philadelphia 76ers bei den Detroit Pistons. Da liefert mit Andre Igoudala der vermeintlich talentierteste Mann endlich seine erste ordentliche Vorstellung der Serie ab (21 Punkte) - dennoch setzte es eine 81:98-Niederlage für den Underdog.

Mit einem 2-3 im Gepäck geht es wieder zurück ins heimische Wachovia Center. 76ers-Coach Maurice Cheeks: "Ich weiß, dass Ihr alle nicht mehr an uns glaubt, aber wir werden zurückkommen."

Zeit für Awards:  Orlandos Hedo Turkoglu wurde zum Most Improved Player gewählt, New-Orleans-Coach Byron Scott ist der beste Trainer des Jahres. Glückwunsch!

Haruka Gruber

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