Dienstag, 22.04.2008

Playoff, erste Runde

Cavs laufen heiß

München - Es gibt Mannschaften, die den gewissen Kick brauchen, um ihr volles Leistungspotenzial abzurufen. Diese Teams spielen in der regulären Spielzeit ihren Stiefel runter. Doch in den Playoffs expoldieren sie regelrecht. So wie die Cleveland Cavaliers.

LeBron James
© Getty

Das Team aus Ohio braucht anscheindend den Postseason-Flair, um an die Grenzen zu gehen. Im letzten Jahr hatten sie es bis in die NBA-Finals geschafft, wo sie von den San Antonio Spurs gestoppt wurden.

Und in diesem Jahr scheint ähnliches möglich zu sein. In der zweiten Partie der ersten Playoff-Runde demontierten die Cavs die Washington Wizards mit 116:86. Durch den höchsten Postseason-Sieg in der Klubgeschichte bauten die Cavs ihre Führung in der Best-of-Seven-Serie auf 2-0 aus.

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In allen Belangen unterlegen 

"Wir spielen gegen den Meister", kapitulierte Wizards Coach Eddie Jordan schon fast nach der Packung. Die Hauptstädter waren in allen Belangen unterlegen - bei den Rebounds (34:49), bei den Assists (16:27), bei der Trefferquote (37,5 Prozent zu 51,9 Prozent) sowie von der Dreierlinie (18,8 Prozent zu 52,6 Prozent).

Und erst recht bei der individuellen Klasse. Denn gegen einen LeBron James hatte selbst Washingtons Top-Trio nicht den Hauch einer Chance. Mit 30 Punkten, 12 Assists und 9 Rebounds verfehlte King James nur knapp das dritte Playoff-Triple-Double seiner Karriere.

Haywood unsportlich 

Dabei scorte er fast genauso viel wie bei Caron Butler, Antawn Jamison und Gilbert Arenas zusammen - 28 Zähler, 19 Rebounds, 9 Assists. Selbst ein unsportliches Foul von Brandan Haywood im dritten Viertel beeindruckte James nicht.

Beim Korbleger riss Haywood den Superstar zu Boden, der böse auf das harte Parkett knallte. Der zeigte sich aber unbeeindruckt und gab seine Antwort spielerisch.

Und 6:12 Minuten vor der Schlusssirene konnte James in aller Ruhe in den Feierabend gehen und seine Kraft für Spiel drei aufsparen. Das findet in der Nacht zum Freitag in Washington statt. 

Jazz gewinnen 

Ebenfalls mit einer 2-0-Führung gehen die Utah Jazz in das dritte Aufeinandertreffen. Die Jazz holten sich mit 90:84 auch den zweiten Auswärtssieg bei den Houston Rockets. Deron Williams (22 Punkte) und Mehmet Okur (16 Punkte, 16 Rebounds) waren die stärksten Akteure.

Damit scheint Utah die nächste Runde so gut wie perfekt gemacht zu haben. Denn nun geht die Serie nach Salt Lake City. Und in der heimischen EnergySolutions Arena sind die Jazz eine Macht. Mit einer Bilanz von 37-4 sind sie das beste Heimteam der Liga.

Somit sieht es schlecht aus für die Rockets, bei denen Tracy McGrady ein Triple Double verpasste. Mit 23 Punkten, 13 Rebounds und 9 Vorlagen zeigte er eine gute Leistung - aber nur 36 Minuten. Im letzten Spielabschnitt ging ihm nämlich die Puste aus.

McGrady traf keinen seiner vier Würfe und kam nur auf ein mageres Pünktchen. Zumindest war er ehrlich: "Ich hatte keinen Sprit mehr im Tank."

SPOX

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