Mittwoch, 23.04.2008

Klatsche bei den Hornets

Dallas verliert auch Spiel 2

München - Das Basketball-EKG zeigt nur noch eine gerade, leblose Linie. Die Dallas Mavericks sind tot, zumindest scheintot.

Nowitzki, Dirk, David, West, Dallas, Mavericks, New Orleans, Hornets
© Getty

Es ging nicht weniger als um Spiel zwei der ersten Playoff-Runde. Um die Chance, endlich auch mal auswärts die Meisterambitionen zu unterstreichen. Doch was folgte, war die vierthöchste Postseason-Niederlage der Klubhistorie.

103:127 wurde Dallas von den New Orleans Hornets auseinandergenommen, vor dem dritten Spiel der Serie in der Nacht auf Samstag (ab 2 Uhr im Internet TV) steht es damit 0-2. Die Mavs siechen dahin - und sie geben es auch noch zu.

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Ohne Enthusiasmus

"Wir haben nicht wirklich mit Enthusiasmus gespielt. Als Team hätten wir mehr Feuer zeigen müssen", so Dirk Nowitzki. Oder Jason Terry: "Wir waren die schlechtere Mannschaft und haben auch weniger gekämpft. Die Hornets haben vorne und hinten mehr gearbeitet als wir."

Welch erschütternde Aussagen einer Mannschaft, die angeblich auf den Titel brennt. Welch womöglich unheilvolle Boten eines erneuten Playoff-Versagens.

Parallelen zum letzten Jahr 

Denn ähnlich wie in der vergangenen Saison gegen Golden State ließen sich die Mavs in New Orleans den Schneid abkaufen und verloren alle vier Viertel.

Ähnlich wie gegen Golden State war die Dallas-Defense derart uninspiriert, dass die Hornets 60,8 Prozent der Feldwürfe und über die Hälfte der Dreierwürfe (55,6) versenkten.

Und ähnlich wie gegen Golden States Spielmacher Baron Davis finden die Mavs kein Rezept gegen Hornets-Point-Guard Chris Paul, so dass dieser Dallas in seine Einzelstücke filetierte und sich mit 32 Punkten und 17 Assists erneut zum überragenden Mann aufschwang.

Nowitzki mit 27 Punkten

"Es erstaunt mich immer wieder, wenn ich auf der Bank sitze und Chris zuschaue. Er ist definitiv einer der besten Spieler der Liga. Unglaublich, wie er sein Basketball auf das nächste Level gehievt hat", sagte Hornets-Coach Byron Scott. David West lieferte zudem 27 Zähler, Peja Stojakovic 22.

Und Dallas? Von mannschaftlicher Geschlossenheit keine Spur, ein starker Brandon Bass (19 Punkte) und ein Nowitzki (27) sowie Jason Terry (16) in Normalform - und sonst?

Josh Howard steht nach wie vor neben sich (10), Jason Kidd ist mit Paul überfordert und legt statt Triple-Doubles einfach nur Triple-Singles (7 Punkte, 8 Assists, 4 Rebounds) auf, von Jerry Stackhouse (9) wie auch Erick Dampier (6) kam ebenfalls wenig bis nichts.

Nowitzkis Gegenspieler West: "Wir wollten Dallas keine Luft zum Atmen lassen." Es hat geklappt, das Basketball-EKG der Mavs zeigt nur noch eine gerade, leblose Linie.

Haruka Gruber

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